Palettenhandling-System automatisiert Fünfachs-Fräscenter bei Lohnfertiger Flexibler durch Automation

Palettenhandling-System automatisiert Fünfachs-Fräscenter bei Lohnfertiger

Flexibler durch Automation

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Dank einer angepassten Automatisierungsstrategie hat die STB Maschinenbau AG aus dem schweizerischen Engelburg ihre Lohnfertigungskapazitäten im Fünfachs-CNC-Fräsbereich ausgebaut. Zugleich hat der Lohnfertiger dabei auch an Flexibilität gewonnen.

Neben einem breit gefächerten Maschinenpark fürs Drehen, Fräsen, Bohren und Schleifen zählt das Knowhow der zehn festangestellten Mitarbeiter in Sachen CNC-Bearbeitung zum Hauptkapital des auf Einzelteil und Kleinserien spezialisierten Lohnfertigers STB Maschinenbau in Engelburg bei St. Gallen. Der Kundenkreis reicht vom klassischen Maschinenbauer über die Glasindustrie bis hin in die Bettfedermaschinen-Branche, vorrangig aus dem regionalen Umfeld.

„Wir müssen recht flexibel sein, immer genügend Maschinenkapazität vorhalten, damit die Kunden auch kurzfristig ihre Teile fertigen lassen können“, sagt Geschäftsführer Markus Paradisi. Daher hat er im vergangenen Jahr in ein weiteres Fünf-Achs-Bearbeitungszentrum investiert. „Wir hatten zwar schon eine Fünf-Achs-Maschine, aber ihre Kapazität war für das immer größer werdende Auftragsspektrum erschöpft“, berichtet Paradisi.

Kapazität im Fünf-Achs-Fräsen ausgebaut

Daher hat man beim Maschinenhändler Rima CNC-Maschinen in Widenau ein Fünf-Achs-Fräscenter Modell GTX-620 des taiwanesischen Werkzeugmaschinenbauers Finetech mit einer Heidenhain-Steuerung geordert. Im Auswahlprozess habe man zudem intensive Überlegungen angestellt, wie sich die Maschine im täglichen Betrieb noch effektiver nutzen lässt.

Dahinter stand zum Beispiel der Gedanke, Kapazitäten für die Einzelteil- oder Prototypenfertigung über den Tag freizuhalten und Kleinserien in der Nacht zu produzieren. Daher galt es, eine Automatisierungsstrategie zu finden, die die konkreten Bedingungen des Lohnfertigers berücksichtigt. Denn, so Paradisi: „Ein Einschichtbetrieb ist für uns heute kaum mehr zu finanzieren.“

Für die Finetech GTX-620 wurde daher auf Basis eines Palettier- und Magazinsystems von Erowa eine Automatisierungsstrategie erarbeitet. Ueli Alder, Verkaufsleiter Ost der Rima CNC-Maschinen: „Unter dem Gesichtspunkt des Teilespektrums mit den entsprechenden Bearbeitungszeiten favorisierten wir einen automatisierten Palettenwechsel auf der Basis des Magazin-Systems Leonardo, vorbereitet für eine Kapazität von 22 UPC-320-Paletten.“

Alois Bättig, zuständig für das Verkaufsgebiet Schweiz bei Erowa, ergänzt: „Mit Leonardo haben wir ein Palettenhandling-Gerät mit Mehrebenen-Magazinen im Programm, das Transfergewichte bis 120 Kilogramm erlaubt und damit ein sehr großes Teilespektrum abdeckt.“ Das Bestücken und Entladen des Magazins könne während des Betriebs erfolgen.

Kompakte und modulare Bauweise

Ein Drehteller auf der Beladestation mit einer acht mal 45 Grad arretierbaren Teilung unterstütze zudem die Rüstvorgänge. Das Gerät platziert die vorbereiteten Paletten dann automatisch auf eine verfügbare Magazinposition. Ein weiterer Vorteil sei die kompakte, modulare Bauweise. Im konkreten Anwendungsfall bei STB verfügt die Automatisierungseinheit über eine Schnittstelle zur Heidenhain-Steuerung der Finetech. Die Handlingachse programmiert man mit einem iPad. Die im Leonardo integrierte Steuerung verfügt über eine hohe Selbstständigkeit, so dass die Paletten automatisch eine verfügbare Position im Magazin finden.

Das gemeinsam von Rima, STB und Erowa erarbeitete Automationskonzept hat inzwischen seine Bewährungsprobe bestanden. „Wir haben zum Beispiel über die Osterfeiertage die Finetech mit Bearbeitungsjobs von etwa zehn Stunden Kapazität laufen lassen, danach die Teile gewechselt, weitere zehn Stunden gefertigt und so weiter“, berichtet Markus Paradisi. Das Ergebnis sei überzeugend gewesen.

Für die notwendige Prozesssicherheit sorgte dabei nicht zuletzt das eingesetzte Werkstück-Palettiersystem UPC. Es verfügt über eine Repetiergenauigkeit von 0,002 Millimeter und bietet mit einer Spannkraft von 50 Kilonewton viel Sicherheit für den Bearbeitungsprozess. „Mittlerweile“, betont Alder, „bieten wir die Kombination der Fünf-Achs-Maschine mit dem seitlich am BAZ positionierten Magazin Leonardo als eine Art Standardautomationssystem an.“

Erowa AG
www.erowa.com

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