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Digitaler Zwilling: VDMA und ZVEI gründen Nutzerorganisation

VDMA und ZVEI gründen mit 21 Partnern die „Industrial Digital Twin Association“
Open-Source-Entwicklung des digitalen Zwillings

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Die Industrieverbände VDMA und ZVEI haben gemeinsam mit dem Digitalverband Bitkom und 20 Firmen aus dem Maschinenbau und der Elektroindustrie die „Industrial Digital Twin Association“ (IDTA) als Nutzerorganisation für Industrie 4.0 gegründet. Deren Ziel ist es, die parallel verlaufenden Entwicklungsstränge zum industriellen digitalen Zwilling zusammenzubringen und als Open-Source-Lösung gemeinsam mit den Mitgliedsunternehmen zu entwickeln. Anwendern bieten sich dabei frühe Einblicke in die Digitalisierung der Industrieprodukte. Das soll Aufwand, Integrationszeit und -kosten in der eigenen Wertschöpfung reduzieren.

Kerntechnologie für Industrie 4.0

Der digitale Zwilling dient im Industrie-4.0-Einsatz als Schnittstelle der physischen Industrieprodukte in die digitale Welt. Dadurch kann die durchgängige Datenverfügbarkeit entlang des gesamten Lebenszyklus – von der Produktplanung und Entwicklung über Produktion und Inbetriebnahme bis zur Nutzung und Recycling – abgebildet werden. Damit verbunden sind Potenziale für neue Geschäftsmodelle sowohl für kleine und mittelständische Fabrikausrüster als auch für große Endanwender beispielsweise aus der Fahrzeug- und Prozessindustrie.

Mehrwerte durch gemeinsame Nutzerorganisation

Die neue Nutzerorganisation IDTA soll ein aktives Technologiemanagement betreiben und die Interessen sowie die Investitionen der teilnehmenden Akteure koordinieren. Zum Vorsitzenden gewählt wurde Dr. Matthias Bölke, Vice President Strategy Industrial Automation von Schneider Electric: „Ich freue mich über das Vertrauen aller Gründungsfirmen und auf diese spannende Aufgabe. Die europäische Automatisierungtechnik besetzt – gerade im Maschinen- und Anlagenbau – weltweit Spitzenpositionen, die wir mit Digitalisierung und Innovationen halten und ausbauen können. Mit der IDTA erhöhen wir jetzt unsere Anstrengungen, die Entwicklung des Digitalen Zwillings als Kernelement der digitalen und materiellen Wertschöpfung zu beschleunigen. Der Schulterschluss zwischen der Elektroindustrie und dem Maschinenbau in der IDTA ist dabei besonders wegweisend.“ Stellvertretender Vorsitzender der IDTA ist Dr. Horst Heinol-Heikkinen, Eigentümer von Asentics.

„Die Exzellenz der deutschen und europäischen Industrie bei der Entwicklung industrieller Produkte ist weltweit anerkannt. Nun ist es an der Zeit, das digitale Ökosystem rund um diese Produkte weltweit mit dem gleichen Qualitätsanspruch zu gestalten“, sagt Hartmut Rauen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des VDMA.

„Wir stehen vor der einmaligen Chance, durch den Schulterschluss von Maschinenbau und Elektroindustrie die digitale Wertschöpfung in der Industrie für die nächsten Jahrzehnte zu prägen. Und dies zum Nutzen nahezu aller Wirtschaftszweige, vom Produzenten bis hin zum Endanwender“, ergänzt Gunther Koschnick, ZVEI-Fachverbandsgeschäftsführer Automation. „Wir freuen uns, dass wir über VDMA und ZVEI eine neutrale, gleichwohl aber industrieorientierte global durchschlagsfähige Plattform erhalten, die die Kerntechnologie des digitalen Zwillings für Industrie 4.0 als Open-Source-Lösung in die Welt tragen wird“, betont Frank Melzer, der als Leiter des Lenkungskreises der Nationalen Plattform Industrie 4.0 die Vereinsgründung mitinitiiert hat.

Namhafte Gründungsmitglieder

Diese Aufgabe erfordert ein gemeinsames internationales Handeln. Neben dem VDMA und ZVEI gehören zu den Gründungsmitgliedern ABB, Asentics, Bitkom, Bosch, Bosch Rexroth, Danfoss, Endress+Hauser, Festo, Homag, Kuka, Lenze, Pepperl+Fuchs, Phoenix Contact, SAP, Schneider Electric, Schunk, Siemens, Trumpf, Turck, Volkswagen und Wittenstein.

„Während die am Markt vorhandenen Lösungen den Zugang zur Technologie des digitalen Zwillings vorrangig exklusiv innerhalb individueller Ökosysteme ermöglicht haben, wird der digitale Zwilling für Industrie 4.0 nun als internationaler Standard etabliert“, erläutert Timo Gessmann, Chief Technology Officer (CTO) bei Schunk. „Die neue Nutzerorganisation und die damit verbundene Kooperation bietet die großartige Chance, dass sich die Digitalisierung der Industrie in den kommenden Jahren deutlich beschleunigt, weil sowohl die Verfügbarkeit digitaler Komponenten als auch die Investitionssicherheit in neue Technologien steigen.“

Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA)
www.vdma.org

Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI)
www.zvei.org

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