Fünf parallele Veranstaltungen liefern Mehrwert Moulding Expo zeigt Vielfalt im Formenbau

Fünf parallele Veranstaltungen liefern Mehrwert

Moulding Expo zeigt Vielfalt im Formenbau

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Die Moulding Expo öffnet zum dritten Mal ihre Tore. Mitten in der stärksten Industrieregion Europas hat sich die Fachmesse zu einer wichtigen Wirtschaftsplattform für den Werkzeug-, Modell- und Formenbau und seine Zulieferer entwickelt. Bild: Messe Stuttgart
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Mit der Moulding Expo 2019 vom 21. bis zum 24. Mai bietet die Messe Stuttgart nicht nur die wichtigste europäische Fachmesse des Werkzeug-, Modell- und Formenbaus an. In fünf parallel stattfindenden Veranstaltungen finden die Fachbesucher darüber hinaus tiefe Einblicke in die Automobilzuliefererbranche, können die Trends der Kunststoffproduktion und der Additiven Fertigung kennenlernen, den Kontakt zu den Einkäufern der Branche pflegen und den hybriden Leichtbau live erleben. Um einen optimalen Austausch zwischen den Veranstaltungen zu ermöglichen, erhalten alle Besucher bzw. Teilnehmer der Parallelevents kostenfreien Eintritt zur Moulding Expo.

Die Aussteller der Moulding Expo schätzen das breit gefächerte Angebot im Umfeld der Messe. „Die Parallelveranstaltungen sind super spannend“, sagt Anton Schweiger, Geschäftsführer des gleichnamigen Formenbauers aus Uffing, eines Betriebs mit 75 Mitarbeitern. „In Stuttgart werden also alle relevanten Bereiche und Schnittstellen der Branche abgebildet. Da ist das Who is who anwesend – unter den Anbietern und den Kunden. So wird die Moulding Expo genau die Plattform, die wir brauchen.“

Mit ein Grund, weshalb Schweiger 2019 zum ersten Mal dabei ist. Der Unternehmer will sich während der Messe auch Zeit für den Besuch des GKV/Tecpart-Forums und der Automotive Shows nehmen. „Wir müssen immer in den Prozessen unserer Kunden denken. Hochinteressant sind für uns die Bereiche, in denen es um ganze Baugruppen geht, die verschiedene, komplexe Mehrkomponenten-Spritzgießteile vereinen. Sowohl die Aussteller als auch die Besucher der Motorshows sind genau unsere Zielgruppe.“

Andreas Kißler ist Manager für die Heißkanaltechnik bei Haidlmair. Der Ingenieur freut sich auf den Austausch über additive Produktionstechnologie mit Experten des Fraunhofer IPA: „Ich verspreche mir davon wichtige Erkenntnisse über den heutigen Stand der Werkzeugtemperierung hinaus. Wenn es um kurze Zykluszeit und perfekte Oberflächen geht, ist das Verständnis der vielen korrelierenden Prozess-Parameter des Spritzgießens wesentlich. Nur so kann ich den hohen Anforderungen des Kunden gerecht werden und komplexe Aufgabenstellungen lösen.“

Die österreichischen Spezialisten für Hochleistungsspritzwerkzeuge arbeiten weltweit mit 550, am Hauptsitz Nußbach mit 290 Mitarbeitern und wollen auf der Moulding Expo ihre 2016 entwickelte und mittlerweile patentierte Flat Die Unit (FDU), ein wahlweise offenes oder mechanisch schließendes Heißkanal-Düsensystem, an den Markt bringen.

Die geballte Expertise auf dem Messegelände und bei den Parallelveranstaltungen macht die Moulding Expo für Franz Tschacha, den Geschäftsführer von Deckerform, zum wichtigsten Treffpunkt der Branche im Austausch zwischen Forschung und führenden Herstellern. „Für mich sind die technologischen Events, also die Automotive Shows oder das GKV/TecPart-Forum, besonders interessant. Da ist die Fachbesucher-Dichte am höchsten. Da muss man einfach dazu gehören“, erklärt der Unternehmer.

Die Beschaffer der Branche hingegen erhalten auf der Moulding Expo und über das BME-Forum den umfassenden Blick auf den Werkzeug-, Modell- und Formenbau in seiner Breite und Differenziertheit. Deckerform, das Aichacher Unternehmen mit 80 Mitarbeitern, präsentiert sich auf der Moulding Expo auch als Toyo-Vertriebspartner und somit als Systempartner für Schlüsselfertig-Lösungen – von der Produktentwicklung über die Analytik, den Werkzeug- und Formenbau bis hin zur Verarbeitung der Kunststoffteile. „Die Moulding Expo ist die Messe in Deutschland, auf der man die Kunst des Werkzeugbaus kennenlernen kann“, sagt Tschacha. „Die Parallelveranstaltungen bieten genau die richtige Ergänzung. In Stuttgart wird alles gezeigt, was zum heutigen, modernen Werkzeugbau dazugehört.“

In den vier Hallen der Automotive Shows des britischen Veranstalters UKI Media & Events stehen vom 21. bis zum 23. Mai auf der Südseite des Messegeländes die Produkte und Dienstleistungen der Automobilzulieferbranche im Fokus. Präsentiert werden Fahrzeugkomponenten und Hightech-Produktionslösungen – von Kunststofferzeugnissen über Stanz- und Umformteile bis hin zu Metallguss-Anwendungen.

Mit dem neuen „Forum der Kunststoffprodukte“ vom 21. bis zum 23. Mai im Foyer des L-Bank Forums (Halle 1) der Messe Stuttgart bietet der Verband GKV/Tecpart einen Überblick der Trends in der Kunststoffproduktion. Gezeigt wird, wie technische Bauteile material- und formgerecht entwickelt werden.

Den additiven Produktionstechnologien widmet sich das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA bei seinem Anwenderforum im Kongress West am 22. Mai. Produkt- und Verfahrensneuheiten werden vorgestellt, die Besucher erhalten praxisorientierte Informationen und die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch. Themen wie Automatisierung, Qualitätssicherung oder die neuesten Materialentwicklungen für die Additive Fertigung werden im industriellen Kontext diskutiert.

Wer den Blick des Einkäufers auf die Werkzeug-, Modell- und Formenbaubranche kennenlernen möchte, hat dazu beim Forum des Bundesverbands Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) im Seminarraum des Pressezentrums die Möglichkeit. Hier erörtern die Mitglieder des BME die aktuellen Herausforderungen in der Beschaffung von Werkzeugen für Stanz-, Biege- und Umformteile sowie für Kunststoff- oder Kunststoffspritzgussteile.

Ganz im Zeichen der Digitalisierung steht schließlich der 6. Technologietag Hybrider Leichtbau. Die von der Leichtbau BW getragene Konferenz am 20. und 21. Mai eröffnet die Messewoche. Veranstaltungsort ist die nur vier Kilometer von der Messe Stuttgart entfernte Filderhalle in Leinfelden-Echterdingen. 22 Aussteller der Leichtbaubranche und 50 Referenten erwarten den Besucher.

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