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Kommentar von Frederick Rindle: Überzogene Bürokratie ist die übelste aller Geißeln

Kommentar von Frederick Rindle
Überzogene Bürokratie ist die übelste aller Geißeln

Frederick Rindle; Redakteur
Frederick Rindle; Frederick.Rindle@konradin.de

Deutschlands Maschinenbauer werden momentan von den schlimmsten Plagen in ihrer jüngeren Geschichte heimgesucht: Corona-Krise, Chipmangel, Explosion bei den Rohstoff- und Energiepreisen, zudem noch stockende Lieferketten und Unsicherheiten in der geopolitischen Gesamtlage. Zusätzlich verändert der Wandel in der Antriebstechnologie die gesamte Produktwelt der wichtigsten Abnehmerbranche des Maschinenbaus. Das Gute vorweg: Diesen Herausforderungen kann man mit technischen und naturwissenschaftlichen Fachwissen begegnen.

Die schlimmste aller Geißeln ist aber die überbordende Bürokratie in Deutschland, ihr kann wahrscheinlich kein Unternehmer etwas Sinnvolles entgegensetzen. Stefan Zecha, der Vorsitzende des Fachverbandes Präzisionswerkzeuge im VDMA hat auch deshalb auf der Schmalkalder Werkzeugtagung klare Forderungen an die Politik gestellt: „Für unsere Unternehmen und die rund 1,3 Millionen Arbeitsplätze im Maschinen- und Anlagenbau hier in Deutschland ist es absolut überlebensnotwendig, dass die Belastung durch Bürokratie sinkt. Wir setzen darauf, dass die Koalitionsverhandlungen dazu führen, dass sich endlich etwas bewegt.“

Was sich verändern muss, hat der VDMA in Richtung Ampel auch schon klar postuliert: Es braucht

  • einen Pakt für Modernisierung, der eine schnellere Digitalisierung der Abläufe in der öffentlichen Verwaltung bewirkt,
  • die Reduzierung von Berichtspflichten für Unternehmen,
  • die Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren und
  • die Vereinfachung der Kommunikation zwischen Firmen und Verwaltung mittels Unternehmens-ID.

Als Geschäftsführer der Zecha Hartmetall-Werkzeugfabrikation GmbH erlebt Stefan Zecha den bürokratischen Irrsinn tagtäglich. Und was er fordert, klingt nach gar nicht mal so viel: Die Unternehmen möchten nicht alles zweimal dokumentieren müssen, sie wollen ihre Investitionen in Zukunftsthemen schneller beginnen können und sie möchten bitte auf digitalem Weg mit den Behörden kommunizieren. Liebe Ampel-Koalitionäre, das muss ja irgendwie drin sein und der Einsatz lohnt sich! Der Maschinen- und Anlagenbau steht in Deutschland für sichere Arbeitsplätze, technologischen Vorsprung, nachhaltiges Arbeiten und zudem Standorttreue.

Was man hier nicht vergessen sollte: Wir brauchen die Maschinen- und Anlagenbauer auch noch, um die Reduzierung des CO2-Ausstoßes in der Industrie maßgeblich voranzutreiben.

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