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Kommentar von Frederick Rindle: Wir brauchen eine Fehlerkultur

Kommentar von Frederick Rindle
See it! Say it! Fix it!

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Wäre die Stadt Tübingen ein Unternehmen, wäre ihr grüner Oberbürgermeister Boris Palmer der Geschäftsführende Gesellschafter. Mit dem Herzblut und dem Engagement eines Firmeninhabers handelt Palmer in Tübingen manchmal auch gegen den schreienden Protest aus dem Lager der Verdränger und Leugner, doch stets mit dem Ziel, seine Stadt voranzubringen.

So hat er schon früh die Möglichkeit ergriffen, Tübingen durch Corona-Schnelltests am Laufen zu halten: Mit den Tagestickets nach einem negativen Coronatest hat er es geschafft, ein teilweise normales Leben in der Altstadt zu ermöglichen. So wurde der zuerst für seine Corona-Politik medial gescholtene Palmer zusammen mit der Initiatorin des Corona-Modellprojekts, der Tübinger Notärztin Lisa Federle, für viele Stadtoberhäupter in Deutschland zum Vordenker.

Was man daraus lernen kann, ist einfach ausgedrückt: Verantwortung heißt, nicht den Weg des geringsten Widerstands zu gehen, es bedeutet vielmehr, Eigeninitiative zu ergreifen und Lösungen zu suchen, die der übertragenen Verantwortung auch gerecht werden. Es verwundert daher nicht, dass OB Palmer von verantwortungsvollen Familienunternehmen wie etwa der Paul Horn GmbH Zuspruch und Unterstützung erfahren hat.

Zudem repräsentiert Boris Palmer in einer sehr ausgeprägten Weise auch den streitbaren Menschenschlag, der – solange es um faktenbasierten Meinungsaustausch geht – auch Veränderungen und Fortschritt anschieben kann. Denn auf der Suche nach dem ewigen Konsens mit allem und jedem, ohne dabei eine Minderheit zu übersehen, wird es nicht möglich sein, deutschlandweit eine wesentliche Rolle zu spielen – sei es politisch oder wirtschaftlich.

Von daher sollten wir uns mehr an den Menschen orientieren, die klare Kante zeigen, als an denen, die sich von der identitätspolitischen Gesinnungspolizei das Verkleiden als Indianerhäuptling verbieten lassen. Ansonsten laufen wir auf eine Gesellschaftsform zu, in der es nicht genug Regeln, Verbote und Quoten geben kann.

Konsequent umgesetzt wird das in einer echten Fehlerkultur, in der nicht die Person, sondern das Problem angesprochen wird. Auf Englisch klingt das phänomenal einfach: See it! Say it! Fix it!

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