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Flexibilität als Credo

Werkstück-Spanntechnik befeuert Produktivitätszuwachs
Flexibilität als Credo

Wie die ASP Automation GmbH aus Treuchtlingen mithilfe von flexibler Werkstück-Spanntechnik von Gressel eine maximierte Maschinennutzung sicherstellt und damit die Fertigungsproduktivität steigert.

Das Wort Flexibilität zieht sich wie ein roter Faden durch alle Bereiche der ASP Automation GmbH. Es ist das Credo von ASP, bezogen auf kreative Komplettlösungen in der Produktions- und Montageautomatisierung sowie im Sondermaschinenbau. Des Weiteren zeichnen sich die Eigenprodukte ASP Aluminium-Profilbaukasten und Vario-Pufferförderbänder durch hohe Anwendungs- und Nutzungsflexibilität aus.

Entgegen dem vielfach zu beobachtenden Trend zum reinen Systemintegrator, der vornehmlich auf am Markt verfügbare Komponenten zurückgreift, setzt Schramm auf einen hohen Eigenfertigungsgrad, der aktuell bei rund 90 % liegt. Und das hat seinen guten Grund: „Als Sondermaschinenbauer und Hersteller von Eigenprodukten müssen wir sehr flexibel auf Kundenwünsche reagieren und sind für eine problemlose Baugruppen- und Gerätemontage sowohl auf beste Qualität als auch auf hohe Terminverlässlichkeit angewiesen“, erläutert Schramm. „Um dies gewährleisten und flexibel sowie schnell agieren zu können, haben wir uns schon früh dazu entschlossen, Konstruktionsteile wann immer möglich und sinnvoll in Eigenregie herzustellen.“

Neues CNC-Bearbeitungszentrum versus vorhandene Werkstück-Spanntechnik

Mit zunehmenden Geschäftsumfängen sowie dem wachsenden Auftragsvolumen, speziell bei den Vario-Pufferförderbändern, ergaben sich bald Kapazitätsprobleme, denen das Unternehmen mit der Beschaffung eines neuen 3-Achs-CNC-Bearbeitungszentrums (BAZ) begegnete. Die angedachte Lösung, ein 3-Achs-CNC-BAZ mit großem Arbeitsbereich (Verfahrweg x-Achse = 1000 mm) mit einem CNC-Dreh- bzw. Schwenktisch als vierte Achse aufzurüsten, anstatt ein teures 4- oder 5-Achs-BAZ zu beschaffen, erwies sich, ausgehend vom zu bearbeitenden Teilespektrum, im Nachhinein als absolut richtig.

Schramm hatte bereits beim Kauf der CNC vorausgesehen, dass deren Leistungsfähigkeit mit den herkömmlichen Werkstückspannmitteln an ihre Grenzen kommen wird, und hat deshalb u. a. den Schweizer Spezialisten für Spanntechnik Gressel AG kontaktiert. Nach einem Besuch von Günther Hirschburger, Vertriebstechniker Deutschland Süd bei Gressel, kam es zum Lösungsvorschlag, auf dessen Grundlage der Auftrag für die Lieferung von diversen Komponenten aus dem Baukasten von Gressel erteilt wurde.

Im Einzelnen sind dies mehrere mechanische Nullpunkt-Spannsysteme Gredoc in den Ausführungen eckig und rund, mehrere Zentrischspannsysteme C2 125 sowie mehrere Einfachspanner Gripos.

Individuell zu kostengünstigen Lösungen

Mit diesen Komponenten realisierten Schramm und Kollegen ein flexibel nutzbares Universal-Spannsystem. Dieses erlaubt, je nach Aufbau, Konfiguration und Bestückung, sowohl die rationelle 3-Achs-Bearbeitung auf dem mit einer Adapterplatte versehenen Maschinentisch als auch, nach Montage des CNC-Dreh- bzw. Schwenktischs, die 4-Achs-(Komplett-)Bearbeitung.

Um den Umrüst- und Montageaufwand sowie die unproduktiven Nebenzeiten durch Maschinenstillstand so gering wie möglich zu halten, konstruierte das Team die erwähnte Maschinentisch-Adapterplatte und platzierte darauf fünf mechanische Nullpunkt-Spannsysteme Gredoc eckig. Diese fünf Nullpunkt-Spannsysteme nehmen wahlweise den auf einer Grundplatte montierten CNC-Dreh-/Schwenktisch oder bei Bedarf bis zu fünf Einfachspanner Gripos bzw. Zentrischspanner C2 125 auf. Zudem ist es möglich, große Werkstücke mit Gredoc-Bolzen zu versehen und somit direkt auf die Adapterplatte zu spannen. Doch damit der Nutzungs- und Anwendungsflexibilität noch nicht genug: In die Schwenkachsen-Grundplatte des CNC-Dreh-/Schwenkrundtischs sind vier mechanische Nullpunkt-Spannsysteme Gredoc eckig eingelassen. Auch diese nehmen, je nach Bedarf oder Bearbeitungsanforderungen, sowohl einen oder bis zu vier Zentrischspanner C2 125 als auch mit Gredoc-Bolzen versehene Rohteilblöcke auf, um sie dann vierachsig (komplett-)bearbeiten zu können.

Kompatible Werkstückspanntechnik
als Basis

Abschließend meinte Schramm zu den Anwendungs- und Nutzungsmöglichkeiten des Spanntechnik-Baukastens in seinem Betrieb: „Mit Unterstützung von Gressel und Günther Hirschburger haben wir optimale spanntechnische Lösungen gefunden, um ein sehr breites Teilespektrum hochflexibel und mit gesteigerter Produktivität bearbeiten zu können.“

Je nach Stückzahl, Werkstückanforderungen und Laufzeit bearbeitet ASP drei- oder vierachsig kleine bis mittlere Einzelteile, Klein- und Mittelserien oder auch große Rahmen und Grundplatten. Die Basis bleibt dieselbe kompatible Werkstückspanntechnik, in Einzel- oder Mehrfachspannung, wodurch in vielen Fällen die Mehrmaschinenbedienung und -nutzung möglich wird. „Wir brauchen so gut wie keine Sonderspannmittel mehr und sind dank der durchgängigen Installation der Nullpunkt-Spannsysteme von Gressel immer gerüstet, um schnell auf Teileanforderungen reagieren zu können. Diesen Weg werden wir auch künftig gehen, denn wir wollen die vorhandene Leistungsfähigkeit der Maschinen maximal und dabei flexibel ausnutzen“, so Werner Schramm.

Gressel AG
www.gressel.ch


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