Fokus auf Eilaufträge fordert effiziente Organisation

Werkzeugkreislauf fest im Griff

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Eilaufträge sind die Spezialität des Bamberger Fertigungsbetriebs Alexander Schraudner Montagetechnik. Die Flexibilität und Schnelligkeit erfordert entsprechende Ressourcen beim Maschinenpark und eine effiziente Ablauforganisation. Um auch Werkzeuge systematisch mit Softwareunterstützung zu verwalten, entschied sich Schaudner für die Lösung Evotools basic von EVO Informationssysteme.

Mit 20 Mitarbeitern und vier Auszubildenden ist Schraudner noch klein und flexibel genug, um auch eilige und anspruchsvolle Aufträge in kürzester Zeit zur vollsten Zufriedenheit der Kunden zu bearbeiten. Der umfassende Maschinenpark für Metall- und Blechbearbeitung sowie der Montage- und Vorrichtungsbau ermöglichen es, die Dienstleistungen einem sehr weit gefächerten Kundenspektrum anzubieten.

Anders als mancher Wettbewerber investiert das 1998 gegründete Unternehmen aber nicht nur in die Erweiterung des Maschinenparks. Konsequent wird im Unternehmen nach vorhandenen Verbesserungspotenzialen in den internen Abläufen und Prozessen gesucht. Fündig wurde man bei der Werkzeugverwaltung.
„Bei der Verwaltung, Überwachung und Beschaffung von Zerspanungswerkzeugen erwarteten wir uns ein erhebliches Einspar- und Verbesserungspotenzial“, beschreibt der kaufmännische Leiter Rüdiger Steinfelder die Ausgangssituation. Von Werkzeuglieferanten werden für die Lagerverwaltung entsprechende Werkzeug-Ausgabeautomaten angeboten. „Wir suchten jedoch nach einer offenen, flexiblen und kostengünstigeren Lösung für die Lagerhaltung unserer Werkzeuge.“
Bei einer Recherche im Internet wurde man auf einige Anbieter von Software für die Werkzeugverwaltung aufmerksam. Bei der näheren Betrachtung wurde klar, dass die Kosten der Lösungen den wirtschaftlichen Nutzen in dieser Unternehmensgröße bei weitem übersteigen. Durch einen Artikel in einer Fachzeitschrift entdeckte Steinfelder schließlich die Software für das Werkzeugmanagement von EVO. Telefonisch konnten die funktionalen Möglichkeiten der Software mit den eigenen Vorstellungen abgeglichen werden. Der daraus gewonnene erste Eindruck und die zur Verfügung stehende Softwarebeschreibung bestärkte Steinfelder, sich für eine Testinstallation zu entscheiden.
Zahl der Werkzeuge fast unbegrenzt
Bei Evotools handelt es sich um eine rein softwarebasierte Werkzeugverwaltung, mit der viele Prozesse des Werkzeugkreislaufs abgebildet werden können. Neben der Lagerhaltung der Werkzeuge bietet das Programm die Möglichkeit, Bestände dispositiv zu überwachen und Bestellungen an Lieferanten zu erstellen. Die Werkzeugdaten werden mit einer leistungsfähigen SQL-Datenbank verwaltet. Dadurch kann eine nahezu unbegrenzte Zahl von Werkzeugen erfasst und organisiert werden.
Anfang Dezember 2008 wurde die Software mittels Fernwartung auf dem eigenen Server installiert. Durch die einfache und selbsterklärende Bedienung war keine kostenintensive Schulung erforderlich. Daher konnte sofort damit begonnen werden, die Werkzeuge im System zu erfassen. Die Artikel-Nummern der Werkzeuge wurden nach einem intern verwendeten Nummernschlüssel vergeben.
Insgesamt wurden in den folgenden Wochen mehr als Tausend verschiedene Werkzeuge in der Software erfasst. Die Jahresinventur wurde anschließend dazu genutzt, die gesamten Werkzeugbestände in dem Toolmanagement-System zu erfassen. Nach und nach sind zusätzliche Informationen zu den einzelnen Werkzeugen hinterlegt worden, um diese für die Programmierer und Maschinenbediener zugänglich zu machen. Durch Suche über Werkzeuggruppen und nach Werkzeugart ist das passende Werkzeug schnell gefunden.
Jedem Mitarbeiter stehen nun die gleichen aktuellen Informationen zur Verfügung. Über die integrierte Benutzerverwaltung können die Berechtigungen einzelner Mitarbeiter festgelegt werden, um das Anzeigen und die Veränderung von Daten zu begrenzen. Die Qualität der hinterlegten Informationen kann so langfristig sichergestellt werden. Durch die Installation auf dem Server ist der Zugriff über das Firmennetzwerk an verschiedenen Arbeitsplätzen möglich.
„Dass man bei so vielen verschiedenen Werkzeugen den Überblick verliert, ist fast logisch“, schilder Steinfeld die Ausgangssituation. „In der Vergangenheit passierte es daher immer wieder, dass es aufgrund fehlender Werkzeuge zu Produktionsausfällen kam und so die ganze Fertigung ins Stocken geriet. Eine Bevorratung einer größeren Anzahl an Werkzeugen war auf Grund der Lager- und Kapitalbindung unwirtschaftlich.“
Mit der Software hat der Auftragsfertiger die aktuellen Werkzeugbestände nun permanent im Blick. Sobald ein Werkzeug einen definierten Meldebestand erreicht hat, wird dies mit einem Hinweissignal sofort am Bildschirm angezeigt. Mit nur einem Klick ist es möglich, für die benötigten Werkzeuge eine Bestellung zu generieren. Damit entfallen zahlreiche, bisher erforderliche manuelle Schritte, wodurch eine erhebliche Zeitersparnis entsteht.
„Das System hilft uns, noch effizienter zu produzieren und Maschinenstillstände zu vermeiden“, beurteilt Steinfelder die Entscheidung für Evotools basic. Auch Werkzeuge, die sich momentan zum Nachschleifen außer Haus befinden, sind nun von jedem Mitarbeiter unmittelbar einzusehen.
Werkzeugkosten im Blick
Der Betrachtung der Werkzeugkosten wird oft wenig Beachtung geschenkt, obwohl dort viel gespart werden kann. Vor dem Einsatz der Werkzeugverwaltung konnte die Betriebsleitung lediglich aus der Buchhaltung die Kosten für die Beschaffung von Werkzeugen in einem Gesamtbetrag erfahren. Mit den Auswertemöglichkeiten der neuen Software erreicht man eine bisher ungeahnte Kostentransparenz beim Werkzeugverbrauch einzelner Maschinen bzw. Kostenstellen. Auf Knopfdruck lassen sich die Kosten für den Werkzeugverbrauch mit einer hohen Informationsqualität für einen frei definierbaren Zeitraum verdichten. Dadurch ist es möglich, Kostentreiber ausfindig zu machen, welche in der Regel die größten Einsparpotenziale bieten. „Die Auswertungsmöglichkeit liefert wichtige Erkenntnisse für die Werkzeugvorhaltung und das Produktionscontrolling“, bestätigt Steinfelder.
Bei Lizenzkosten von 450 Euro pro Computer amortisiert sich die Investition bei Schraudner in kürzester Zeit. „Das Programm läuft ohne jegliche technische Schwierigkeiten und wurde in kurzer Zeit zu einem wichtigen Element in unserer Material- und Werkzeuglogistik“, resümiert Steinfelder nach zwei Monaten Einsatz im Produktivbetrieb. Für die Zukunft wird bei Schraudner daran gedacht, noch weitere Lösungen von EVO zur Produktivitätssteigerung einzusetzen.
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