Neues Software-Release bringt optimierte Funktionen für den Werkzeug- und Formenbau

Entwicklungsschub für Formenbauer

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Optimierte Funktionen für den Werkzeug- und Formenbau bringt die Software Visi in der Version 2020.0 mit. Das neue Release enthält wesentliche Neuerungen in CAD, Mould, Progress und in der CAM-Funktionalität und gibt dem Bereich Reverse Engineering einen weiteren Entwicklungsschub.

„Da Reverse-Engineering im Werkzeug- und Formenbau verstärkt eingesetzt wird, enthält die neue Version zahlreiche Funktionen“, berichtet Ralph Schmitt, Vorstand des Visi-Resellers Mecadat AG. „Es gibt nun ein erweitertes Interface für Hexagons mobile Romer-Messarme und Leica-Scanner. Damit können Punktewolken direkt oder indirekt geladen werden. Das so entstehende Netz wird geglättet und verfeinert. Abschließend können automatisch oder halbautomatisch Flächen erzeugt werden, indem das System Referenzkanten vom geglätteten Netz ableitet.“

Wichtig sind dabei auch die sogenannten „One Click“-Funktionen, die den Prozess der Punkteglättung und Flächenerstellung für den Konstrukteur enorm vereinfachen. Zum Abschluss können die Scanndaten oder die entstandenen Modelle und Gussrohlinge einfach mit den originalen CAD-Daten ausgerichtet und daher schnell verglichen, gemessen und gefräst werden.

Im CAD-Basissystem bietet Visi 2020.0 zahlreiche Verbesserungen bei der Zeichnungserstellung. So kann für die Ansicht längerer Werkstücke eine beliebige Anzahl von Bruchlinien zur verkürzten Darstellung des Bauteils in der Dokumentation gesetzt werden.

In den Schlüsselmodulen Mould und Progress gibt es ebenfalls Neuerungen und Optimierungen: So werden zahlreiche innovative Funktionen für den Spritzguss- und Blechwerkzeugbau integriert. Im Mould-Werkzeugaufbau sind nun auch die Backen-, Mikro- und Wechselformen von Meusburger eingepflegt worden. Die im Auswerferpaket verbauten Auswerferstifte können jetzt automatisch nummeriert und mit einer Tabelle dokumentiert werden.

Effektives Design von Kühlkanälen

In den Highend-Spritzgusswerkzeugen wird immer mehr mit konturnaher Kühlung gearbeitet, um die Zykluszeiten weiter zu optimieren. Visi besitzt nun ein effektives Skizziertool zur Festlegung des Kühlungsverlaufs sowie zur Generierung des Kanals über vordefinierte oder anwenderspezifische Querschnitte. Ein Editieren der Kanäle ist immer möglich, auch wenn diese bereits vom Einsatz abgezogen sind. Alle diese in der Konstruktionsphase festgelegten Informationen werden zudem automatisch an die thermische Analyse des rheologischen VISI Flow-Moduls übergeben.

In Progress wurde für die Platinenermittlung ein Blechhaltermanagement entwickelt. Dieses erlaubt, Reibungswerte sowie Niederhalterkräfte festzulegen und führt daher zu einem noch präziseren Abwicklungsergebnis. Eine neue, solidbasierende Abwicklungstechnik erzeugt eine noch größere Assoziativität zwischen Blechteil und Methodenplan. Durch die Elektrifizierung in der Autoindustrie steigt der Bedarf an Steckern – beim Abwickeln und Handhaben von komplexen Prägungen an solchen Steckern ist auf zahlreichen Kundenwunsch in Visi 2020.0 eingegangen worden.

Sämtliche NC-Module wurden ebenfalls optimiert: Hervorzuheben sind neben dem neuen Rohteilmanagement auf Basis von Abbildern zur Beschleunigung der Rohteilerzeugung auch die zusätzliche Prüfung und Information bei unklaren Eingaben seitens des Anwenders sowie das stark verbesserte 3+2-Achsenmanagement. Für 2,5D-Fasenoperationen werden nun auch Schwalbenschwanzfräser unterstützt.

„In der 3-Achs-Bearbeitung werden die Eilgangbewegungen optimiert und die Waveformtechnologie um konische Helixbewegungen erweitert“, ergänzt Schmitt. „Im 5-Achs-Simultanfräsen wird zur Verbesserung der Oberflächenqualität ein Glätten der Werkzeugwege eingeführt, Werkzeugwegreports können nun noch automatisierter erstellt werden.“

Mecadat AG
www.mecadat.com



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