Flexibler Einsatz von taktiler und optischer Technik bei BMW

Mess- und Scansystem macht mobil

Mit dem Mess- und Scan-System vermisst der Techniker auch Bauräume, die stationären optische Lösungen versperrt bleiben
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Dem Trend, Bauteile nicht mehr nur mit einzelnen Punkten aufzunehmen, sondern in der ganzen Dimension zu erfassen, hat sich der Bereich Messtechnik im BMW-Werk Regensburg angeschlossen: Die eingesetzte Kombination aus Laser-Scanner und Messarm erreicht die Genauigkeit stationärer Kamerasysteme, ist dabei aber ungleich flexibler.

Mithilfe des mobilen Faro Arms der Platinum-Serie mit einem Messvolumen von 2,40 m und des integrierten, Anfang 2007 angeschafften Laser Scan Arms bewältigen die BMW-Messtechniker Aufgaben, die sie in dieser Tiefe und Qualität zuvor nicht bearbeiten konnten – beispielsweise, wenn ihre großen Koordinatenmessmaschinen nicht in den Bauraum eines Teils vordringen können, da dieser zu verwinkelt oder zu eng ist. Seine Vorteile spielt das berührungslose Messverfahren Scannen auch bei flexiblen und labilen Bauteilen wie Sitzen und Verkleidungsteilen aus, die recht weich und deswegen schwierig zum Antasten sind.

Vorgängermodelle des Faro Arms sind bereits seit 1999 im Werk Regensburg im Einsatz. Das Gerät wird immer dann genutzt, wenn die Messaufgabe Flexibilität und Schnelligkeit erfordert. Durch seine Mobilität erlaubt das Mess und Scan-System ortsungebundenes Arbeiten. So haben die Messtechniker bereits Messungen außerhalb des Messraums durchgeführt, etwa in Anlagen. Auch das Werksgelände haben sie mit dem System schon verlassen, um bei Zulieferern die Werkzeuge für die Teileproduktion zu überprüfen. Neben der Flexibilität punktet das System insbesondere durch die Integration von taktilem und optischen Messen in einem Gerät. In diesem Zuge stellt es für die Regensburger kein Problem dar, Ausrichtsysteme aufzunehmen. Die Messtechniker können dann direkt im Anschluss mit dem Scannen beginnen und erhalten sofort die Fehlerausgabe – dies bietet ihnen kein anderes optisches System.
Ideal ist dies bei Einbauversuchen und Musteraufbauten. Wenn die Regensburger Bauteile anbauen und diese geringfügig verändern wollen, um die Auswirkungen zu erkennen, dann geht dies mit dem Scanner sehr schnell, weil die Änderungen sofort angezeigt werden. Bei anderen optischen Messsystemen müssen sie hingegen zunächst Auswertungsverfahren abwarten, die zum Teil Stunden dauern können. Erst danach erfolgt der nächste Aufbau und die nächste Auswertung.
Manfred Huber aus dem Bereich Geometrische Integration Messtechnik, der alle dimensionellen Abweichungen bearbeitet, zieht ein positives Fazit: „Wir können tastend an einem Bauteil die Ausrichtung bestimmen und dann über gehen in die Flächenerfassung. Das Faro-System ist zudem in punkto Genauigkeit mit unseren großen stationären Koordinatenmessmaschinen gleichzusetzen, denen es aber den Vorteil der Beweglichkeit durch die sieben Gelenke voraus hat. Gerade in engen Bauräumen ist das Messsystem leicht einzuführen, was mit stationären optischen, insbesondere Kamera-Messsystemen, nicht möglich ist.“

Integrierte Messlösung

Die Messsoftware Metrosoft CM 3.80 von Metromec unterstützt jetzt Faros portable 3D-Koordinatenmessmaschinen Laser Tracker X und Xi. „Metrosoft CM ist der Standard bei Key-Account-Kunden in der Automobilindustrie wie BMW, Magna und Opel“, unterstreicht Markus Eickhoff, Vertriebsleiter von Faro Europe. Durch die Zusammenarbeit mit Metromec könne man gemeinsamen Kunden eine durchgängige Lösung in der Qualitätssicherung und zugleich mehr Kompatibilität bieten. Sämtliche wichtigen Laser-Tracker-Funktionen sowie die Faro-Dienstprogramme sind direkt in die Benutzeroberfläche von Metrosoft CM 3.80 integriert worden. Im Gegenzug wurden Metrosoft-CM-Funktionen für die Verwendung des Laser Tracker angepasst.
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