Durchgängige CAD/CAM-Lösung meistert komplizierte Fräsaufgaben

Höchste Präzision für die Formel 1

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Zum Kundenstamm der niederbayerischen Formtech GmbH Werkzeug- und Formenbau gehören auch Formel 1-Rennställe, die mit hochpräzisen Teilen aus Titan und anderen hochwertigen Werkstoffen beliefert werden. Bei den teilweise sehr komplizierten Fräsprogrammen wie auch bei der Werkzeug-Konstruktion kommt die Software Visi zum Einsatz.

„Wir arbeiten ausschließlich mit Visi und sind von dieser speziell für den Werkzeugbau ausgelegten durchgängigen CAD- und CAM-Lösung komplett überzeugt“, erklärt Florian Radlbeck, Betriebsleiter von Formtech. Bei den Niederbayern erfolgt die komplette NC-Programmierung über das CAM-Modul Visi Machining 3+2 Achsen, bei dem die 5-Achsen-Positionierung bereits im Paket enthalten ist und beim Werkzeugbauer sechs Lizenzen aktiv sind. Davon sind zwei Arbeitsplätze zusätzlich mit dem 3D-CAD Visi Modelling ausgestattet, wobei der Arbeitsplatz für die Werkzeugkonstruktion außerdem noch über das Formenanalyse- und -trenn-Modul Visi Split verfügt. Zudem ist eine Catia V5-Schnittstelle von Visi lizenziert.

Formtech konstruiert nur Werkzeuge für Thermoplaste und Elastomere, bei den Stanz- und Umformwerkzeugen werden die CAD-Modelle hingegen zugeliefert. Aktuell sind letztes Jahr außerdem noch zwei Lizenzen des CAM-Moduls sowie eine des CAM-Moduls Visi Peps Wire zum 2- bis 4-achsigen Drahterodieren hinzugekommen.
Die Visi-Produktfamilie sorgt für eine echte Durchgängigkeit und Interoperabilität der Daten vom 3D-CAD über CAM bis zu den CNCs der Fräsmaschinen. Diese Merkmale, gepaart mit den exzellenten Frässtrategien und dem überzeugenden Service von Mecadat waren vor acht Jahren auch der Anlass, dass Formtech komplett auf Visi umgestiegen ist.
Bediener programmieren selbstständig
Für den Werkzeugbauer war es wichtig, dass die Mitarbeiter an den Fräsmaschinen selbstständig mit dem CAM-System programmieren können. Eine zentrale Rolle spielt in diesem Rahmen die Bedienerfreundlichkeit von Visi. Denn während die Maschine fräst, programmiert der Mitarbeiter mit seinen Strategien mit Visi die benötigten NC-Programme für den nächsten Auftrag – das spart eine Menge Zeit und sorgt zusätzlich für Fle-xibilität. Aus diesem Grund sind inzwischen sechs CAM-Arbeitsplätze direkt neben den Maschinen installiert, wo fast alle der benötigten Fräsprogramme entstehen. Im Zuge des anfallenden Auftragsspektrums wurden mit dieser Vorgehensweise sehr gute Erfahrungen gesammelt. Denn die Fräser von Formtech sind gleichzeitig Fräser und CAM-Programmierer. Da ausschließlich Netzwerklizenzen verwendet werden, die ein Lizenzserver zur Verfügung stellt, sind die Orte, wo Visi eingesetzt wird, frei wählbar.
Zu überzeugen wissen bei den Niederbayern im Übrigen auch die ausgefeilten Frässtrategien von Visi. Denn die Bearbeitung von Titan erfordert spezielle Frässtrategien. Hier kommt bei Visi das Adaptive Kernschruppen (AKS) zum Einsatz, das ein trochoides Fräsen ermöglicht. Bei dieser „adaptiven“ Schruppstrategie wird bei sehr hohem Vorschub und wenig Zustellung das Material in Form von Kreisbahnen abgetragen, was die Standzeit des Werkzeugs drastisch erhöht. Aus Sicht des Werkzeugbauers lässt sich Titan ohne diese HSC-Strategie nicht wirtschaftlich fräsen. Natürlich wird auch das Grafitfräsen NC-seitig komplett von Visi unterstützt. Auf die Vorteile der exakt auf den Werkzeug- und Formenbau abgestimmten 3D-CAD-Funktionen sowie die bei Visi sehr enge Verzahnung mit dem CAM-Bereich will der Werkzeugbauer keinesfalls mehr verzichten: „Da direkt vom Solid eine sehr schnelle, problemlose und zum Teil selbsterklärende Ableitung der NC-Programme für den Fräsbereich möglich ist, konnten wir den CAM-Bereich komplett an die Maschinen verlagern, was sich nicht nur bei den Durchlaufzeiten positiv bemerkbar macht, sondern auch bei der Flexibilität. Die innovativen Frässtrategien von Visi sorgen dafür, dass auch äußerst kompliziert geformte Teile aus schwer zerspanbarem Titan bis auf einen hundertstel Millimeter genau gefertigt werden können. Dies wissen unsere Kunden aus dem von immer kürzeren Innovationszyklen geprägten Automotive-Bereich ebenso zu schätzen wie die Rennteams der Formel 1“, zieht Franz Hilmer, alleiniger Gesellschafter und Geschäftsführer von Formtech, ein positives Fazit.

Mit Motorsport-Teilen erfolgreich
Die 1993 gegründete Formtech GmbH mit Sitz in Niederwinkling nahe Straubing beschäftigt heute 70 Mitarbeiter und erzielte 2011 einen Umsatz von rund sieben Millionen Euro. Etwa 40 Prozent davon erwirtschaften die Niederbayern mit Werkzeugen für die Thermoplast- und Elastomerverarbeitung, wobei der Elastomerbereich mit ca. 100 Neu-Werkzeugen pro Jahr für renommierte Kunden wie Dichtungstechnik oder Contitech klar dominiert. Werkzeuge für den Stanz- und Umformbereich bringen es auf etwa 10 Prozent Umsatzanteil, die restlichen 50 Prozent tragen die Präzisionsteile bei. Seit 2005 der Geschäftsbereich Präzisionsteile für den Motorsport aufgebaut wurde, ging die Nachfrage auch dank Formel 1-Teams wie Force India, Sauber und Williams steil nach oben. Ein weiterer wichtiger Abnehmer ist der automobilnahe Prototypenbau. Formtech ist hier Direktlieferant von BMW und dem Volkswagen-Konzern.
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