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Fischen nach dem Mikrometer

Neue Feinstfilter-Entwicklungen sorgen für reinste Kühlschmierstoffe
Fischen nach dem Mikrometer

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In der modernen Metallbearbeitung kommt es auf höchste Präzision und Oberflächengüte, aber auch auf Wirtschaftlichkeit an. Für beste Ergebnisse in allen drei Beziehungen sind unter anderem das Kühlschmiermittel und seine Reinheit von Bedeutung. Knoll Maschinenbau bietet verschiedene Feinstfilter an, die aus Öl und Emulsion selbst kleinste, wenige µm große Verunreinigungen herausfischen können.

Autor: Wolfgang Neuburger, Leiter Serienanlagen und Komponenten, Knoll Maschinenbau GmbH

Kühlschmierstoffe (KSS) und deren Filtration spielen in der zerspanenden Metallbearbeitung eine wichtige Rolle. Zum einen sind sie unmittelbar am Prozess beteiligt und wirken sich aufs Bearbeitungsergebnis aus. Zum anderen stellen sie einen Kostenfaktor dar, der die Wirtschaftlichkeit des Prozesses wesentlich beeinflusst. Besonders bei der Filtration hängen die Kosten nicht nur vom Anschaffungspreis ab. Von Bedeutung sind auch die Energieeffizienz der Anlage, die Verbrauchsstoffe, der auftretende KSS-Verlust und die Entsorgungskosten beziehungsweise erzielbare Wertstofferträge.
Knoll hat sich unter anderem auf das diffizile Gebiet der Feinstbearbeitung konzentriert und verschiedene innovative Filter entwickelt, die sich vor allem für Verfahren wie Honen, Läppen und Schleifen empfehlen. Sie können einzelnen Maschinen zur Seite gestellt oder in Zentralanlagen eingesetzt werden. Jeder Filter hat seine individuellen Stärken, so dass der Anwender damit optimal abgestimmte Lösungen konfigurieren kann.
Zentrifuge mit kurzer Regenerationszeit
Mit der neuen automatischen Zentrifuge CA 100 hat Knoll zum Beispiel eine sehr universell einsetzbare Filterlösung in seinem Produktportfolio. Sie eignet sich im Bypass zur Badpflege bei KSS-Zentralanlagen, ebenso zur Schlammbehandlung bei Rückspülfiltern wie auch als Vollstromfilter zur Feinstfiltration. Durch ihre hohe Abscheideleistung bis in kleinste Partikelbereiche verhindert sie die Aufkonzentration feinster Partikel im Kühlschmierstoff – ob aus Stahl, Hartmetall, Silizium, Keramik, Graphit oder auch anderen Materialien.
Die automatische Zentrifuge CA 100 zeichnet sich durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis aus, das durch eine neuartige Konstruktion erreicht werden konnte. Aber auch technisch weiß die frequenzgeregelte, daher besonders energiesparende Zentrifuge zu überzeugen. Sie bietet eine Zentrifugalbeschleunigung von 1900 g und eine sehr kurze Bremszeit, die ein schnelles Ausleeren und Regenerieren ermöglicht. Nur etwa fünf Minuten beträgt die Zeitspanne, bis sie zum nächsten Reinigungsvorgang eingesetzt werden kann.
Automatisierte Leistungsanpassung
Durch seine hohe Filterleistung ist der Vakuumfilter VL ideal zum Einsatz in zentralen Reinigungssystemen für mehrere Maschinen geeignet, insbesondere bei Schleifprozessen. Schon in den vergangenen Jahren konnte Knoll mit seinem Vakuumfilter VL große Erfolge erzielen. Eine neue Version verbessert die Leistungsfähigkeit nochmals deutlich und ist zudem extrem energiesparend, da sie mit frequenzgeregelten Antrieben ausgestattet ist.
Im Doppelpass-Spiel mit moderner Sensorik passen sich beim neuen VL die Frequenzen von Pumpe und Turbine sowie die Vorschubstrecke automatisch dem Volumenstrom, dem Schmutzanfall und der Partikelkonsistenz an. Der dadurch beruhigte, gleichmäßige Filtervorgang zeichnet sich durch reduzierten Energieaufwand und verbesserte Filterfeinheit aus. Dazu trägt außerdem ein neuartiges, doppellagiges Filtergewebe bei, das den Filteraufbau vereinfacht.
Ölreinheit kleiner 3 µm
Wenn es um bestmögliche Feinstreinigung von Schleifölen aus dem Hartmetall- und HSS-Werkzeugschleifen geht, bietet sich der rückspülbare Hochleistungsfilter Micropur an. Insbesondere für hohe Anforderungen an den Reinheitsgrad kleiner 3 μm ist dieses Filtersystem ideal geeignet. Für die Rückgewinnung der zum Teil wertvollen Reststoffe im Rückspülgut stehen verschiedene Varianten von manuell bis vollautomatisch zur Verfügung. Die besondere Wirtschaftlichkeit ergibt sich aus der hohen Energie-Effizienz durch Regeltechnik und der Filtration ohne zusätzliche Filterhilfsmittel.
Der Micropur filtert im Vollstrom, ein wesentliches Kriterium, um einen gleichbleibenden Reinheitsgrad im niederen µm-Bereich zu erreichen. Durch seine besondere Struktur und die eingesetzten Sternfilter fischt der Micropur regelrecht nach dem µm und erfüllt problemlos die NAS-Klasse 7 (3 µm). Mit der NAS 1638 werden fünf Reinheitsklassen definiert und die Partikel in fünf Größenklassen differentiell gezählt.
Ganz aktuell stellt Knoll die neueste Generation seines Feinstfilters Micropur vor. Sie besitzt eine externe Rückspülung und doppelte Filterleistung, was sich zusätzlich in geringeren Kosten niederschlägt. Die neue Generation Micropur ist außerdem modular aufgebaut, so dass der Kunde seinen Filter vom einfachen Einstiegsmodell bis zum komplett verkleideten, gekühlten Spitzenmodell selbst konfigurieren kann. Seine Kapazität beginnt jetzt bereits bei 60 l/min Volumenstrom.
Der Micropur von Knoll, der auch als zentrale Filteranlage für mehrere Maschinen eingesetzt werden kann, hat noch weitere Stärken. Dazu zählen seine kompakte Bauart und die äußerst geringe Geräuschemission. Besonders einfach und zeitsparend ist die Wartung des Micropur, der in der Regel aus drei oder vier Filtertöpfen besteht. Die Konstruktion ermöglicht es, dass die Filterelemente einzeln mit dem Filtrat der anderen Elemente rückgespült werden, ohne den Filterprozess zu unterbrechen. Der Einsatz von Druckluft für die Regeneration ist nicht mehr erforderlich. Müssen die Sternfilter ausgetauscht werden, genügen wenige Handgriffe. Über eine Spindel lässt sich die Filterbatterie öffnen. Dann werden die Deckel der einzelnen Behälter abgezogen und die Einsätze ausgetauscht – fertig.
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