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Deutschland hinkt bei Industrie 4.0 hinterher

Studie: Jedes zweite Unternehmen plant Vernetzung
Deutschland hinkt bei Industrie 4.0 hinterher

Jedes zweite Unternehmen, das bereits über eine Smart Factory verfügt, hat diese innerhalb der vergangenen 12 Monate eingerichtet Quelle: PWC
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In Großunternehmen bereits etabliert, ist das Konzept der Smart Factory bei den meisten deutschen Betrieben noch nicht angekommen. Wie eine Befragung der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PWC von 100 Unternehmen ergab, koordiniert und steuert erst jedes fünfte die Abläufe in seinen Produktions- und Betriebsstätten über vernetzte IT-Systeme im Sinne von Industrie 4.0. Von den Unternehmen, die mehr als 20 Produktionsstätten unterhalten, hat demgegenüber bereits jedes dritte mindestens eine Smart Factory eingerichtet. Bei rund der Hälfte aller Befragten ist die Einrichtung einer Smart Factory in Planung, ein weiteres Fünftel setzt sich mit dem Thema auseinander. „Es liegt auf der Hand, dass das Konzept der vernetzten Fabrik für Unternehmen mit einer auf viele Standorte verteilten Wertschöpfungskette besonders attraktiv ist“, erläutert Michael Rasch, PWC-Partner und verantwortlich für den neu geschaffenen Geschäftsbereich Digitale Transformation. „Doch auch viele kleinere Betriebe, die an wenigen oder nur einem Ort produzieren, erkennen die Vorteile der Smart Factory. Auch sie können beispielsweise durch die Verarbeitung von Echtzeitinformationen zu Auftragseingängen und Lagerbeständen bei Zulieferern ihre Produktionsprozesse beschleunigen und flexibler gestalten.“

Die Erfahrungen der Unternehmen, die bereits auf die Smart Factory setzen, sind auch für kleinere Betriebe ermutigend. So erweist sich die Umsetzung des Konzepts oft deutlich günstiger als zunächst erwartet. Nicht zu unterschätzen ist allerdings der Zeitbedarf der Umstellung. Von den befragten Unternehmen mit mindestens einer Smart Factory nannten die meisten das ‚zeitintensive Verfahren’ als höchste Hürde bei der Umsetzung, gefolgt vom Weiterbildungsbedarf für Mitarbeiter. Die Investitionen in notwendige Technologien stehen erst an dritter Stelle.
Smart Factory steigert Qualität
Auf die Frage nach den drei größten Vorteilen der Smart Factory nennen die Betriebe, die bereits Erfahrungen mit der vernetzten Fabrik haben, an erster Stelle die Qualitätssteigerung (52 Prozent), gefolgt von höherer Flexibilität (43 Prozent) und mehr Produktivität (38 Prozent).
Eine nicht zu unterschätzende Schwierigkeit bei der Einrichtung einer Smart Factory ist die Gewährleistung der Datensicherheit. Immerhin jedes fünfte Unternehmen, das seine Produktion bereits vernetzt hat, sieht Vorkehrungen gegen Datendiebstahl als erhebliche Herausforderung bei der Umstellung. „In vernetzten Steuersystemen werden Anwendungen zwangsläufig angreifbarer“, betont Derk Fischer, PWC-Experte für Informationssicherheit. „Eine Absicherung der Datenströme und eine tragfähige Überwachung ‚end-to-end‘ sind unbedingt erforderlich, um unbefugten Zugriff zu vermeiden oder wenigstens sofort zu bemerken, um schnell Gegenmaßnahmen einleiten zu können.“
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