Anlagen, Verfahren

Optisches Messsystem sichert Qualität von Wälzfräsern

Der IF-Edgemaster HOB ist ein optisches Schneidkantenmessgerät zur automatischen Wälzfräsermessung. Das System misst die Kantenverrundung an der Zahnflanke, dem Zahnkopf und im Zahngrund
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Als LMT Fette eine neue Strahlentechnologie zur Schneidkantenpräparation von Wälzfräsern einführte, suchte man nach einem Messsystem, das diesen Prozess sicher und schnell begleitet. Der Hersteller von Präzisionswerkzeugen entschied sich mit dem IF-Edgemaster HOB wieder für ein 3D-Messsystem von Alicona. Im Fokus steht die Kantenverrundung an der Zahnflanke, dem Zahnkopf und im Zahngrund.

Genaue Maße, zuverlässige Prozesse, hohe Produktivität und optimale Oberflächenqualität sind die Qualitätsmerkmale der Präzisionswerkzeuge von LMT Fette. „Unsere Werkzeuge werden immer weiter am Limit gefahren“, erklärt Tobias Schulz, Leiter der Qualitätssicherung Verzahnung der LMT Fette Werkzeugtechnologie. „Gleichzeitig wird die Schneidkantengeometrie immer komplexer, während unsere Kunden maximale Leistungsfähigkeit und die damit verbundene Wirtschaftlichkeit erwarten. Um diesen steigenden Anforderungen in der Produktion gerecht zu werden, haben wir als Hersteller zusätzliche Faktoren in der Qualitätssicherung im Fokus.“

Der Einsatz einer Messtechnik, „die auf unsere Produkte und Genauigkeitsansprüche zugeschnitten ist“, so das Unternehmen, ist einer dieser Faktoren. Der Hersteller von Präzisionswerkzeugen, Wälzfräsern, Gewinderollsystemen und Gewindebohrern hat seit dem Frühjahr 2011 zusätzlich zum optischen 3D-Messsystem Infinitefocus auch das Schneidkantenmessgerät IF-Edgemaster HOB im Einsatz. Gemessen wird die Kantenverrundung plus Schartigkeit von Wälzfräsern.
„Wir setzen den IF-Edgemaster HOB für unsere Wälzfräser im Modulbereich 1 – 7 ein. Das bedeutet, wir messen mit nur einem Objektiv Zahngrößen von bis zu 11 Millimetern“, beschreibt Schulz die Applikation. „Die Möglichkeit, bei einem derart großen Variationsbereich die Kantenverrundung sowohl am Zahnkopf als auch im Zahngrund messen zu können, ist meines Wissens derzeit mit keinem anderen System möglich.“
Damit ist LMT Fette in der Lage, Werkzeuge anzubieten, die im Einsatz optimale und identische Standzeiten aufweisen. „Dieses Qualitätsmerkmal erzielen wir durch gleichmäßig präparierte Schneidkanten“, so Schulz. „Das setzt einen hohen Standard im Bereich Schneidkantenmessung voraus, dem wir mit einem Messmikroskop, wie wir es vorher im Einsatz hatten, nicht mehr gerecht werden.“
Der Umstieg vom Messmikroskop auf das hochauflösende optische Kantenmessgerät von Alicona ging Hand in Hand mit der Einführung von neuen Strahlentechnologien zur Kantenpräparation. „Wir haben nach einem System gesucht, um diesen Prozess messtechnisch sicher und schnell begleiten und unterstützen zu können. Das ist mit dem IF-Edgemaster HOB gelungen“, so Schulz über bisherige Erfolge zur Steigerung der Prozesssicherheit. Bei LMT Fette spricht man von einem signifikanten Mehrwert, den das neue Verfahren zur Kantenpräparation mit sich bringt.
„Unsere Kunden profitieren von erhöhten Standzeiten ihres Verzahnungswerkzeugs und verbessern unter Umständen die Oberflächenqualität am Zahnrad“, betont Schulz. „Mit dem IF-Edgemaster HOB stellen wir sicher, dass unsere Werkzeuge hierfür die richtige Geometrie aufweisen. Das ermöglicht uns, Standzeiten weiter zu optimieren.“
Dieser Anspruch wird durch die hochauflösenden, wiederholgenauen und rückführbaren Messungen umgesetzt, die mit dem Kantenmessgerät von Alicona erzielt werden. Der prozessbegleitende Einsatz setzt neben wiederholgenauen Messungen noch eine weitere Eigenschaft voraus. „Um 3D-Messungen prozessbegleitend durchführen zu können, ist ein Messgerät notwendig, das einfach zu bedienen ist und nach Möglichkeit keine Bedienereinflüsse zulässt. Unter heutigen Produktionsbedingungen ist es einfach unrealistisch, hochbezahlte Fachkräfte für prozessbegleitende Messungen einzusetzen“, erläutert Schulz die Anforderungen aus der Produktion.
Mit dem IF-Edgemaster HOB sieht LMT Fette diesen Anspruch erfüllt. Das optische Messgerät liefere nicht nur hochauflösende Ergebnisse in hoher Wiederholgenauigkeit, sondern sei auch einfach und intuitiv zu bedienen. „Die Benutzerfreundlichkeit des Systems und die Unabhängigkeit von Benutzereinflüssen sind wirklich beeindruckend“, bestätigt der renommierte Hersteller von Präzisionswerkzeugen.

Messspezialist für Wälzfräser
Der IF-Edgemaster HOB zählt zur Serie der optischen Werkzeugmesssysteme von Alicona und ist eine branchenspezifische Ausführung des Schneidkantenmessgeräts IF-Edgemaster, welches üblicherweise zur Messung von Wendeschneidplatten eingesetzt wird. Das Messsystem ist aufgrund einer patentierten Beleuchtungstechnologie und speziellen Schwingungsisolierung auch für die Kantenmessung in der Produktion geeignet. Anwender messen die Schneidkantenverrundung am Zahngrund, dem Zahnkopf und an der Zahnflanke. Dazu zählen Parameter wie Radius, Keilwinkel, Korbbogenform („Wasserfall“ und/oder „Trompetenform“) sowie Positiv- und Negativfase der Kante. Das optische 3D-Messsystem bietet zusätzlich die Messung der Schartigkeit und der Rauheit zur Oberflächenbewertung. Automatische Vergleichsmessungen zum CAD-Datensatz und die Verschleißmessung sind weitere klassische Einsatzmöglichkeiten. Durch den Arbeitsabstand von 33 mm ist die Messung der Schneidkanten auch an schwierigen Stellen einfach umzusetzen.
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