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Zentrum für Turbomaschinenbau gestartet

Vom Innovationscluster zum unabhängigen Forschungszentrum
Zentrum für Turbomaschinenbau gestartet

Turbomaschinenbau- Experten aus aller Welt sind zum Kick-off des ICTM auf dem Aachener Campus zusammengekommen Bild: Fraunhofer IPT
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Die Fraunhofer-Institute für Produktionstechnologie IPT und Lasertechnik ILT sowie das Werkzeugmaschinenlabor WZL und der Lehrstuhl für Lasertechnik LLT der RWTH Aachen haben mit 19 renommierten Industriepartnern das International Center for Turbomachinery Manufacturing (ICTM) gestartet. Im Mittelpunkt des Centers steht die Forschung rund um die Reparatur und Herstellung von Turbomaschinen. „Das ICTM soll die Innovation beschleunigen“, erklärte Prof. Fritz Klocke, Direktor des Fraunhofer IPT und Leiter des Lehrstuhls für Technologie der Fertigungsverfahren der RWTH Aachen, beim Kick-off-Meeting. „Dazu bringt es Fachleute zusammen, bündelt Kräfte und sorgt für exzellente vorwettbewerbliche Forschung“.

Zu den Industriepartnern des neuen Netzwerks zählen Turbinenhersteller sowie Konzerne und Mittelständler, die zusammen alle Bereiche der Prozesskette abdecken. Ebenso unterschiedlich wie die Unternehmen und Branchen fielen auch die Angaben zur Motivation aus: Ein bekannter Turbinenhersteller will mit Hilfe des ICTM-Netzwerks Verfahren für Additive Manufacturing einführen, ein Maschinenbauer setzt auf die „einzigartige Form der Zusammenarbeit“, ein Dienstleister der Luftfahrtbranche sucht Kooperationspartner und ein Familienunternehmen interessiert sich für das Verbessern der Oberflächenqualität von Aerospace-Bauteilen aus Titan.
Im Einzelnen beteiligen sich folgende Firmen am ICTM:
ABB Turbo Systems Ltd
Alicona Imaging GmbH
BCT Steuerungs- und DV-Systeme GmbH
DMG Mori Seiki GmbH
Emag ECM GmbH
GF Machining Solutions Agie Charmilles SA
Hamuel Maschinenbau GmbH & Co. KG
IHI Corporation
Kuka Industries Reis GmbH & Co. KG Maschinenfabrik
Lufthansa Technik AG
Makino Milling Machine Co. Ltd
MAN Diesel & Turbo SE
Mitsubishi Heavy Industries Ltd
MBFZ toolcraft GmbH
MTU Aero Engines AG
Pietro Rosa TBM
Rolls-Royce Deutschland Ltd & Co KG
SLM Solutions GmbH
Walter AG.
Wie gut das Netzwerk trotz der unterschiedlichen Motivationen funktioniert, zeigte sich bereits am Kick-off-Tag: Die ICTM-Teilnehmer einigten sich nicht nur sehr schnell auf einen zehnköpfigen Lenkungskreis mit Vertretern der Industrieunternehmen und der Forschungsinstitute, sondern auch auf sieben gemeinsame Forschungsprojekte mit einem Budget von rund 400 000 Euro: Das Netzwerk will beispielsweise die Zerspanprozesse beim Einsatz von Vollkeramik-Werkzeugen und die Endbearbeitung von Additive Manufacturing-Bauteilen verbessern.
Die Aachener Forscher gründeten das Forschungszentrum ohne jegliche staatliche Förderung. Es gehört damit zu den wenigen selbstständigen Netzwerken, die aus den sehr erfolgreichen Fraunhofer-Innovationsclustern hervorgingen. „Seit 2008 – dem Start des Fraunhofer-Innovationscluster TurPro – haben wir bereits mit vielen Industriepartnern zahlreiche Meilensteine bewältigt“, so Klocke. „Ursprünglich starteten wir mit dem Fokus auf Flugzeugturbinen, um das Forschungsgebiet dann auf die Herstellung von Turbinen für die Energie-, Öl-/Gas- und Automobilindustrie auszudehnen. Wir adressieren mit dem Thema mittlerweile die weltweit wichtigsten Industriebranchen.“
Auf das Fraunhofer-Innovationscluster „TurPro“ (11 Partner, 10 Millionen Euro Budget) folgte 2012 das Fraunhofer-Innovationscluster „Adaptive Produktion für Ressourceneffizienz in Energie und Mobilität – AdaM“ (21 Partner, 10 Millionen Euro Budget). Parallel dazu entstand die ICTM-Konferenz, auf der sich seit 2011 alle zwei Jahre Experten für die Fertigung und Reparatur von Turbinen aus der ganzen Welt zum Informationsaustausch treffen. 2014 besuchten Fachleute von 23 Partnern außerdem die Workshops und Treffen der Studie „Picture of the Future for Turbomachinery Manufacturing“.
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