Umati als Marke für neue Standardschnittstelle VDW stellt Maschinen-Konnektor vor

Umati als Marke für neue Standardschnittstelle

VDW stellt Maschinen-Konnektor vor

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Unter dem Namen Umati hat der VDW seine neue Standardschnittstelle für den Datenaustausch bei Werkzeugmaschinen lanciert. Bild: VDW
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Ein Jahr nach dem Start der Brancheninitiative Konnektivität für Industrie 4.0 auf der EMO hat der VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken auf der AMB in Stuttgart die neue Standardschnittstelle Umati vorgestellt. Zugleich wurden dort erste Anwendungen für die künftige Standardschnittstelle präsentiert. Am Stand des MES-Spezialisten IGH Infotec war zu sehen, wie verschiedene Werkzeugmaschinen auf der Messe vernetzt waren und wie ihre Daten in einer übergeordneten Software zusammengeführt werden können. „Diese Anwendungen zeigen, dass die Konnektivitäts-initiative mittlerweile auf stabilen Füßen steht“, sagt VDW-Vorsitzender Dr. Heinz-Jürgen Prokop. Deshalb sei es höchste Zeit gewesen, dem Kind einen Namen zu geben.

Der Name Umati steht für Universal machine tool interface. „Als Marke ist er offen, zukunftsfähig und international anschlussfähig“, so Prokop. Unter der Adresse www.umati.info lassen sich ab sofort die Projektfortschritte im Internet nachverfolgen.

Die Demoanwendungen, die auf der AMB zu begutachten waren, erarbeitete ein Kernteam von acht renommierten Werkzeugmaschinenanbietern (Chiron, DMG Mori, Emag, Grob, Heller, Liebherr-Verzahntechnik, Trumpf und United Grinding) gemeinsam mit den wichtigsten deutschen Steuerungsherstellern. Sie haben innerhalb eines Jahres über 100 Parameter bestimmt, die als Grundlage für die Erarbeitung der gemeinsamen Schnittstelle dient. Die Arbeitsgruppe konnte zudem 21 Use Cases für die neue, auf dem offenen Kommunikationsprotokoll OPC UA basierende Standardschnittstelle für Werkzeugmaschinen definieren.

Die an der Initiative beteiligten Unternehmen integrierten einen entsprechend konfigurierten OPC-Server in ihre jeweilige Maschinensteuerung und konnten sich „danach in kürzester Zeit mit dem jeweiligen Kommunikationspartner verbinden und Daten austauschen“, freut sich Prokop. Bislang war es eine sehr zeit- und kostenaufwändige Angelegenheit, Maschinen unterschiedlicher Hersteller in einer Produktionslinie miteinander kommunizieren zu lassen.

Zu sehen waren in Stuttgart erste Anbindungen an unterschiedliche Steuerungen, etwa für Vertikaldrehmaschinen, Rundtaktmaschinen, Verzahnungsfräs- und Schleifmaschine sowie für ein Dreh-Fräs-Komplettbearbeitungszentrum. „Wir wollen mit diesen Anwendungen demonstrieren, dass mit unserer Lösung robuste Systeme realisierbar sind, in denen der Datenaustausch an Werkzeugmaschinen funktioniert“, erläutert der VDW-Vorsitzende. „Darüber hinaus wollen wir auch selbst möglichst frühzeitig praktische Erfahrungen sammeln und aus den sich ergebenden Herausforderungen lernen.“

Als rein deutsche Arbeitsgruppe gestartet, war internationale Kooperation von Anfang an das Ziel der Brancheninitiative. Sie genießt weltweit große Aufmerksamkeit. So laufen Gespräche zum Beispiel mit dem US-amerikanischen Schwesterverband AMT, besonders bezüglich dessen offener Schnittstelle MT Connect. Derzeit wird geprüft, inwieweit Teile davon in Umati übernommen werden können oder langfristig eine Angleichung beider Standards realisiert werden kann. Auch Japan, China und Südkorea signalisierten bereits Interesse an dem neuen Standard. „In Europa berichten wir regelmäßig bei den Treffen des europäischen Werkzeugmaschinenverban-des Cecimo über den Projektfortschritt und werden interessierte Unternehmen einbeziehen“, teilt Prokop mit.

Nicht zuletzt ist der VDW seit Juni dieses Jahres Mitglied der OPC Foundation, dem Träger von OPC UA. „Um die Jahreswende werden wir für unsere Aktivität eine so genannte Joint Working Group mit der OPC Foundation einrichten“, kündigt Prokop an. „Ab dem Zeitpunkt kann sich die internationale Werkzeugmaschinengemeinde an der Revision und Verbreitung unseres Standards beteiligen. Diese Rückmeldungen zu den Kundenbedürfnissen aus aller Welt wird uns dem Ziel eines einheitlichen, weltweit akzeptierten Konnektivitätsstandards einen weiteren, wichtigen Schritt näherbringen.“

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