Trumpf steigert Umsatz um 11 Prozent

Maschinenbau-Riese will 3D-Metalldruck vorantreiben

Trumpf steigert Umsatz um 11 Prozent

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Trumpf forciert sein Engagement im Bereich 3D-Metalldruck. So verfügt der Truprint 5000 über drei 500 W-Laser, die parallel im Prozessraum arbeiten. Bild: Trumpf
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Der Ditzinger Maschinenbauer Trumpf hat im Geschäftsjahr 2016/17 seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro gesteigert. Der Auftragseingang legte um 21 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro zu. Das Ergebnis vor Steuern wuchs um 11,3 Prozent auf 337,2 Millionen Euro.

Als Gründe für das Umsatzplus der Gruppe nannte das Unternehmen eine starke Weltkonjunktur. Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller sagte, dass die politischen Entwicklungen weltweit bislang kaum Auswirkungen auf das Geschäft in Europa, Asien und Amerika zeigten. „Die gegenwärtige Stärke der Weltkonjunktur verdeckt die investitionsfeindlichen Signale durch die Ankündigung protektionistischer Maßnahmen, die Informationsgesetzgebung in China oder die britischen Austrittsverhandlungen aus der EU. Mittelfristig gehen wir aber von einer Beeinträchtigung des Investitionsklimas aus.“

Für das laufende Geschäftsjahr geht Trumpf trotz der unsicheren geopolitischen Rahmenbedingungen von einer erneuten Steigerung bei Auftragseingang und Umsatz aus. „Das erste Quartal ist vielversprechend angelaufen“, sagte Leibinger-Kammüller. „Wir sind deshalb optimistisch, in diesem Jahr ein Umsatzwachstum im höheren einstelligen Prozentbereich erzielen zu können.“ Für die Zukunft setzt Trumpf unter anderem auf die Trendtechnologie Additive Manufacturing. Beim 3D-Metalldruck sei man mittlerweile in der industriellen Serienfertigung angekommen, so der stellvertretende Trumpf-Chef Peter Leibinger. In den kommenden sieben Jahren wolle man einen Marktanteil von 20 Prozent erreichen, was rund 500 Millionen Euro Umsatz entspreche. Allein in diesem Jahr sollen weitere 100 neue Mitarbeiter eingestellt werden.

In den vergangenen 12 Monaten waren nach Deutschland (622 Millionen Euro Umsatz) die USA (421 Millionen Euro Umsatz) erneut der zweitstärkste Einzelmarkt für Trumpf, gefolgt von China (404 Millionen Euro). Positiv entwickelten sich die Geschäfte auch in Südkorea. Hier stieg der Umsatz um 58 Prozent auf 211 Millionen Euro. Südkorea war im abgelaufenen Geschäftsjahr damit der viertgrößte Einzelmarkt für Trumpf weltweit. Positiv entwickelten sich die Märkte in Westeuropa. Vor allem Italien (+ 28 Prozent gegenüber Vorjahr) und die Niederlande (+ 55 Prozent) erzielten hohe Einzelumsätze.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 318,3 Millionen Euro. Dies entspricht einer Steigerung um 7,5 Prozent gegenüber Vorjahr. Auch die Entwicklung des Digitalgeschäfts sowie die bauliche Erweiterung von Standorten wurden vorangetrieben. So stiegen die Investitionen um 45 Prozent auf 200,4 Millionen Euro, davon die Hälfte in Gebäude. Als Beispiele nannte Trumpf neben der Fertigstellung des Produktionsgebäudes in Neukirch/Sachsen das neue Logistikzentrum am Stammsitz in Ditzingen mit einer Bausumme von rund 40 Millionen Euro, das 19. Oktober 2017 in Beisein von Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) eingeweiht wurde.

Bereits im September hatte Trumpf über die Eröffnung einer Industrie 4.0-Demonstrationsfabrik in Chicago berichtet. Die Investitionen in Gebäude und technische Ausstattung dort betrugen 26 Millionen Euro.

Für das laufende Geschäftsjahr geht Trumpf trotz der unsicheren geopolitischen Rahmenbedingungen von einer erneuten Steigerung bei Auftragseingang und Umsatz aus. „Das erste Quartal ist vielversprechend angelaufen“, sagte Leibinger-Kammüller. „Wir sind deshalb optimistisch, in diesem Jahr ein Umsatzwachstum im höheren einstelligen Prozentbereich erzielen zu können.“

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