Avir Walze übernimmt insolventen Traditionsbetrieb

SHW Precision Casting findet Investor

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Rettung in letzter Sekunde: Beim Königsbronner Traditionsbetrieb SHW Precision Casting Technology soll es nun doch weitergehen. Bild: SHW Precision Casting Technology
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Die insolvente SHW High Precision Casting Technology hat einen Investor gefunden: Die Avir Walze Holding übernimmt über ihre Beteiligungsgesellschaft Hüttenwerke Königsbronn GmbH den Geschäftsbetrieb der Traditionsunternehmens. Die Hüttenwerke Königsbronn GmbH soll mit rund 80 Mitarbeitern zum 1. Mai 2019 die Geschäftsbereiche Herstellung und Lieferung von (Druckguss-)Walzen sowie Servicedienstleistung für (Druckguss-)Walzen der SHW HPCT am Standort Königsbronn wieder aufnehmen.

An der Avir Walze Holding werden auch die übernommenen Mitarbeiter mit einem Drittel der Anteile beteiligt sein. So sollen nicht nur Arbeitsplätze erhalten werden; vielmehr sollen die Mitarbeiter auch am künftigen Erfolg des Unternehmens partizipieren. Der Unternehmenskaufvertrag steht noch unter diversen Vollzugsbedingungen, wie dem Eintritt in die bestehenden Leasing- und Mietverträge, dem Abschluss von Vereinbarungen mit den Hauptkunden über eine künftige Zusammenarbeit etc. ab. Diese will die Avir Walze Holding bis Ende April erfüllen.

SHW High Precision Casting Technology hat sich als Gießerei auf die Produktion von Walzen u. a. für die Papierindustrie, die Lebensmittel- und Beschichtungsindustrie sowie auf Verschleißgussteile für die Zermahlungsindustrie spezialisiert. Die gefertigten Gussteile wiegen zwischen 100 kg und 120 t. Zum Leistungsportfolio gehören auch technische Dienstleistungen wie Walzenberechnung, -auslegung und -konstruktion, Werkstoffauswahl und Simulation.

Bereits 2013 und 2017 war das Unternehmen in eine wirtschaftliche Schieflage geraten und hatte Insolvenz anmelden müssen. Im Oktober 2018 wurde der Gießereibetrieb in Königsbronn wegen fehlender finanzieller Mittel eingestellt; nachdem eine Rettungsaktion unter Einbeziehung der Hauptkunden gescheitert war, stellte die Geschäftsführung im Dezember 2018 erneut einen Insolvenzantrag. Im Rahmen der dritten Insolvenz wurde zunächst die Stilllegung des Geschäftsbetriebs des Unternehmens eingeleitet.

„Ich bin froh, dass es nun aller Voraussicht nach doch noch in letzter Sekunde gelungen ist, für die SHW HPCT eine Lösung zu finden“, erklärt Insolvenzverwalter Martin Mucha von der Stuttgarter Kanzlei Grub Brugger. „Vor allem freue ich mich für die 80 Mitarbeiter, deren Arbeitsplätze erhalten bleiben sollen. Den neuen Eigentümern wünsche ich viel Erfolg.“

Die SHW High Precision Casting Technology GmbH entstand aus den Gießereiaktivitäten der Schwäbischen Hüttenwerke. Die Wurzeln der Eisenerzeugung gehen zurück bis in das Jahr 1365, als Mönche auf der Schwäbischen Alb mit der Eisengewinnung begannen. SHW ist einer der ältesten Industriebetriebe Deutschlands.

SHW High Precision Casting Technology GmbH
www.shw-hpct.de

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