SFO übernimmt insolventen Werkzeugmaschinenbauer SHW findet Investor

SFO übernimmt insolventen Werkzeugmaschinenbauer

SHW findet Investor

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Im Mai hatte das schwäbische Traditionsunternehmen SHW Insolvenz angemeldet – jetzt hat man einen Investor gefunden. Bild: SHW
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Der insolvente Werkzeumaschinenbauer SHW hat einen Investor gefunden. Insolvenzverwalter Martin Mucha von der Kanzlei Grub Brugger hat den Geschäftsbetrieb des schwäbischen Traditionsunternehmens sowie die zugehörigen Betriebs- und Verwaltungsimmobilien erfolgreich an die SFO Gruppe, eine Holding einer Unternehmerfamilie aus München veräußert. Das Unternehmen bleibt damit in der Hand süddeutscher Kapitalgeber. Die gesamte Belegschaft sowie die deutsche Tochtergesellschaft SHW Bearbeitungstechnik GmbH wurden übernommen.

Die SHW Werkzeugmaschinen GmbH entwickelt und produziert hauptsächlich spanabhebenden Großbearbeitungszentren mit extrem langen Verfahrwegen. Das Unternehmen beschäftigt in der Gruppe rund 280 Mitarbeiter am Hauptsitz Aalen-Wasseralfingen sowie in Vertriebs- und Serviceniederlassungen in China, Indien und den USA. Trotz guter Auftragslage hatte SHW im Mai einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens stellen müssen, nachdem alle Verhandlungen über eine weitere Durchfinanzierung mit den Gesellschaftern und den finanzierenden Banken gescheitert waren.

Insolvenzverwalter Mucha hat die Zeit seit Insolvenzantrag genutzt, den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren und die bestehenden Kundenprojekte fortzusetzen. Erfreulicherweise konnten während des laufenden Insolvenzverfahrens auch neue Aufträge akquiriert werden. Große Unterstützung hat SHW in dieser Zeit auch von ihren Mitarbeitern und Lieferanten erfahren. Die allseitige Unterstützung machte es möglich, mit einer Vielzahl von Investoren Gespräche über eine Übernahme des Unternehmens zu führen und so der nachhaltigsten Sanierungslösung den Zuschlag zu erteilen.

Am Ende hat die SFO-Gruppe den Zuschlag erhalten, die über langjährige Erfahrung in der Restrukturierung von mittelständischen Unternehmen im Maschinenbau verfügt. Die Übernahme erfolgte pünktlich zum Start der AMB 2018 in Stuttgart.

Veräußert wurden neben dem operativen Geschäftsbetrieb der SHW Werkzeugmaschinen GmbH, der SHW Werkzeugmaschinen Service GmbH und der SHW Bearbeitungstechnik GmbH auch die Betriebsimmobilien in Aalen-Wasseralfingen. Der Käufer möchte langfristig an diesem Standort festhalten, um das wertvolle Know-how und die Erfahrung der Mitarbeiter des Maschinenbauers zu sichern. Aus diesem Grund wurde auch die gesamte Belegschaft der Wasseralfinger SHW Gruppe übernommen.

„Die eingeleiteten intensiven Sanierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen der letzten Monate haben Früchte getragen und zu einem für alle Seiten erfolgreichen Ergebnis geführt“, betont Mucha. „Mit Wolfgang Schepp und Dr. Boris Liffers von der SFO Gruppe übernehmen zwei ausgewiesene Experten des Maschinen- und Anlagenbaus das Ruder bei der SHW.“

Sanierungsgeschäftsführer Bernd Grupp ergänzt: „Die Übernehmer haben sich in einem hochkompetitiven, internationalen M&A-Prozess durchgesetzt und schnell verstanden, wo die Stellhebel im Geschäftsmodell der SHW Werkzeugmaschinen liegen. Wir, das Management und die Belegschaft, freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit.“

Wolfgang Schepp, Geschäftsführer der Familienholding, äußert sich begeistert von der Technologiekompetenz, der Strahlkraft der Marke und dem ungeheuren Zukunftspotenzial, das im Geschäftsmodell von SHW Werkzeugmaschinen stecke. „Ein Urgestein der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie im Portfolio zu haben, macht uns sehr stolz.“

Sein Partner Dr. Boris Liffers ergänzt: „Wir kennen uns mit Käufen aus der Insolvenz aus und wissen, dass wir das Unternehmen nun zunächst stabilisieren müssen. Gemeinsam mit der motivierten Belegschaft und den namhaften Kunden möchten wir jedoch schnell wieder in einen normalen Geschäftsgang kommen und arbeiten deshalb gemeinsam mit der Insolvenzverwaltung mit Hochdruck am Vollzug des gestern geschlossenen Unternehmenskaufvertrags.“

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