Startseite » News »

Igus hält Auftragseingang stabil

Über 100 Neuheiten auf realem Messestand für virtuelle Besucher
Igus hält Auftragseingang stabil

Overhead_shot_of_Businessman_working_on_blank_screen_tablet_in_stylish_workspace_with_computer,_laptop_and_other_office_supplies
Geschützt durch Face Shields beraten Igus-Experten digital auf dem 400 m2 großen Messestand in Köln. Neben der gemeinnützigen Spritzgussproduktion von Kopfbändern spendet Igus auch komplette Gesichtsschilde für alle Kölner Schülerinnen und Schüler. Bild: Igus
Anzeige
Gemischte Signale verzeichnet Igus aktuell aus dem Markt. Während der Umsatz in den ersten vier Monaten aufgrund der Corona-Krise zurückging, blieb der Auftragseingang bisher nahezu stabil. Das Interesse an Motion plastics, die die Technik verbessern und Kosten senken, steige spürbar. Daher haben die Kölner einen realen Messestand aufgebaut, auf dem Kunden digital Innovationen für sich entdecken können.

Im vergangenen Jahr konnte Igus seinen Umsatz trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes um 2 % auf 764 Millionen Euro steigern. Mit der aktuellen Corona-Krise haben sich die Rahmenbedingungen verschärft. Das bekommt auch das Kölner Unternehmen zu spüren. So ging der Umsatz in den ersten vier Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11 % zurück. Der Auftragseingang ist nahezu stabil und derzeit nur bei minus 2 %. „Wir erhalten momentan viele Anfragen und vereinbaren zahlreiche virtuelle Besuchstermine“, erklärt Geschäftsführer Frank Blase. „Das Interesse von Kunden an Lösungen, die die Technik verbessern und dabei Kosten senken, steigt spürbar. Aufgrund von über 50 Jahren Erfahrung in Forschung und Praxis sind wir in der Lage sichere Lösungen aus Kunststoffen anzubieten.“

Ein Beispiel wie das gelingen kann, ist die moderne Produktion eines Herstellers von Verpackungsmaschinen. Hier sollten pro Sekunde zwei Toastbrote geschnitten, verpackt und versiegelt sein. Eine Schwachstelle war bisher das bewegte Kabel für die rasend schnelle Bestückung der Maschine. Auf der Suche nach einer Lösung, bereits vor der aktuellen Corona-Lage, fand das Unternehmen im Internet den Chainflex-Lebensdauerrechner für dynamische Leitungen – und damit das genau passende Produkt für seine hochdynamische Anwendung. Mit dem Zusatz einer intelligenten Smartplastics-Überwachung dieser Leitung erreichte es sein Ziel: Die Verfügbarkeit der Anlage im 24/7-Dauerbetrieb, ein planbarer Leitungsaustausch alle 18 Monate und dadurch hohe Einsparungen von Kosten.

Tribopolymere: Lieferfähig ohne Einschränkungen

Die schnelle und zuverlässige Belieferung mit Tribopolymer-Produkten in der aktuellen Situation aufrechtzuerhalten ist für Igus ein wichtiges Ziel. „Igus liefert zurzeit ohne Einschränkungen“, informiert Geschäftsführer Frank Blase. „Im Durchschnitt sind kleine und mittlere Bestellungen nach 2,5 Tagen auf dem Weg zum Kunden.“ International ist die lokale Versorgung aufgrund von 14 Produktionsstätten sichergestellt. Um die Lieferfähigkeit weiterhin zuverlässig aufrechtzuerhalten, wurden allein am Hauptstandort über 100 Maßnahmen umgesetzt, von fünf neuen Kantinen bis zur Erschwerniszulage für Produktions-Mitarbeiter.

Spendenaktion: Kopfbänder für Face Shields

Darüber hinaus produziert Igus Kopfbänder für „Face Shields“ im Spritzgussverfahren aus recyceltem Iglidur A200. Dadurch ist eine günstige Massenproduktion möglich. Die ersten 100 000 Kopfbänder sind kostenfrei verfügbar, danach soll die Abgabe zu Selbstkosten erfolgen. Auch eine Sonderproduktion von 140 000 kompletten Face Shields läuft derzeit an. Igus versorgt damit alle Kölner Schülerinnen und Schüler – eine Spendenaktion für die Heimatstadt.

Über 100 Neuheiten: Digitale Besuche auf realer Messe

Da derzeit weder Messen noch persönliche Besuche bei den Kunden möglich sind, setzt Igus auf die Vorteile der Digitalisierung: Dreh- und Angelpunkt ist dabei der Messestand, den Igus als Teil des digitalen Supportangebots an die Kunden aufgebaut hat. Der reale Stand ist virtuell begehbar, auch persönliche Führungen, Einzel- und Gruppengespräche am Stand können direkt mit den Experten von Igus vereinbart werden. Unter dem Mottoa „Tech up, Cost down. It’s our job.“ präsentiert Igus dort auf 400 m2 über 100 Kunststoff-Innovationen.

Wie Kunden Kosten sparen und ihre Technik verbessern können zeigt beispielsweise die Energiekette Autoglide 5 mit Seil-Bodenführung, durch die sich in der Intralogistik und bei Krananlagen 88 % Montagezeit sparen lassen und das bei Gesamtkosten inklusive Leitungen ab 49 Euro pro m.

Neu ist auch die Drylin-Polymer-Teleskopschiene, mit der sich unter anderem Schubladen, Sitz- und Kopfverstellung einfach verstellen und ausziehen lassen. Außerdem ist sie 64 % leichter als metallische Führungen.

Zentral für die Produktentwicklung sind die Versuche im hauseigenen 3800 m2 großen Testlabor. Dadurch ist Igus in der Lage, auf das Standard-Energieketten-Programm wie auch auf Chainflex-Leitungen eine einzigartige 36-monatige Garantie zu vergeben. Das Markenversprechen „Igus 36-month chainflex cable guarantee and service life calculator based on 2 billion test cycles per year” wurde jetzt erfolgreich von der Testorganisation UL zertifiziert. Igus setzt dabei verstärkt auf die Einbindung seiner Motion plastics in eine Circular Economy. Mit Initiativen wie „chainge Recycling“, „plastics2oil“ und der Zertifizierung nach ISO 14001.

Im „chainge Recycling“ Programm nimmt Igus ausrangierte Kunststoff-Energieketten („e-chains“) herstellerunabhängig zurück, recycelt sie und zahlt einen Kilopreis per Gutschein. Einen Schritt weiter geht die 4,7-Millionen-Euro-Investition in Mura Technology. Die Firma will Anlagen errichten, in denen Kunststoffabfälle energieschonend in Öl umgewandelt werden. Das Umweltzertifikat ISO 14001:25 wurde Mitte April an Igus Deutschland vergeben, im Mai an Igus Korea. Energiesparziele von mindestens 10 % sind der nächste Schritt.

Kosten sparen, Technik verbessern, Digitalisierung pushen

Auch wenn man sich bei Igus bewusst ist, dass Planungen derzeit schwierig sind, hält das Unternehmen an langfristigen Investitionen weiter fest, wie Frank Blase betont: „Die Umsatzeinbußen und Kosten bei der Bewältigung der Krise sind heftig. Eine generelle Wende zum Besseren ist derzeit schwer vorher zu sagen. Allerdings haben wir ein hohes Eigenkapital für solche Ausnahmezeiten angespart. Und wir packen alle Kosten an.“ Kurzarbeit wurde in einigen Ländern angemeldet – in Deutschland nicht. „Wir möchten die Auswirkung auf unsere Mitarbeiter so weit wie möglich minimieren. Und wir müssen entscheidende Zukunftsinvestitionen weitertreiben.“ Dazu zählen beispielsweise der derzeitige Tunnelbau und die Erschließung des neuen Geländes für einen zusätzlichen Neubau am Kölner Standort.

Auch die hohen Investitionen in die Digitalisierung gehen weiter. Acht zusätzliche Lebensdauer-Simulatoren und Online-Tools brachte das Unternehmen allein 2019 ins Web, beispielsweise für Zahnräder, Rollen und Wellen, sowie die Plattform RBTX für Low-Cost-Robotik. Inzwischen sind 38 Online-Tools registrierungs- und kostenfrei nutzbar. Frank Blase stellt heraus: „Beide Beispiel-Projekte, Neubau wie Digitalisierung, haben einen gemeinsamen Fokus: der Kunde soll schnell, einfach und zuverlässig an seine Lösungen kommen. Gerade jetzt ist das ein wichtiges Ziel, das wir in unseren täglichen Krisenmeetings immer wieder hervorheben.“

Igus GmbH
www.igus.de

Igus GmbH
Spicher Str. 1a
D-51147 Köln
Telefon: +49 2203 9649 0
E-Mail: info@igus.de
Internet: www.igus.de


Mehr zum Thema Corona-Krise
Anzeige
Aktuelle Ausgabe
Titelbild mav Innovation in der spanenden Fertigung 6
Ausgabe
6-2020
LESEN
ABO
Newsletter

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

12. mav Innovationsforum Böblingen

Jetzt Ticket sichern zum 12. mav Innovationsforum in Böblingen.

Neue Fachzeitschrift additive

Trends

Aktuelle Entwicklungen in der spanenden Fertigung

Alle Webinare & Webcasts

Webinare aller unserer Industrieseiten

Alle Whitepaper

Whitepaper aller unserer Industrieseiten

Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de