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EMO Hannover 2023 setzt neue Schwerpunkte

Einladung und Anmeldeunterlagen verschickt
EMO Hannover 2023 mit neuen Schwerpunkten

Weltleitmesse_Pause_2023
Nach vier Jahren Pause findet die Weltleitmesse der Produktionstechnologie 2023 wieder in Deutschland statt Bild: Deutsche Messe

In diesen Tagen werden die Einladung und Anmeldeunterlagen zur EMO Hannover 2023 in rund 60 Länder verschickt. Nach vier Jahren Pause findet die Weltleitmesse der Produktionstechnologie 2023 wieder in Deutschland statt. Mit neuem Konzept, neuem Claim, neuem Ausstellungsbereich, neuen Formaten und Themenschwerpunkten will die Neuauflage frischen Wind in die Branche bringen.

„Wir haben in den vergangenen Wochen und Monaten sehr intensiv daran gearbeitet, die Messe weiterzuentwickeln und dabei den neuen Gegebenheiten nach der Corona-Pandemie Rechnung zu tragen“, sagt EMO-Generalkommissar Carl Martin Welcker. Erste Eindrücke sind auf der neuen Internetseite der EMO Hannover bereits zu besichtigen.

Treffpunkt für Hersteller und Anwender

Seit 2021 tritt die EMO Hannover mit dem Claim Innovate Manufacturing in Erscheinung. Er adressiert sowohl die Industrie, Aussteller wie Besucher, als auch die EMO Hannover selbst. Mit den so genannten Future Insights – Future of Business, Future of Connectivity und Future of Sustainability in Production – werden drei Handlungsfelder definiert, die aktuell die Diskussion in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft der meisten Industrieländer bestimmen. Die Produktionstechnologie leistet ihren Beitrag zu Lösungen in allen drei Feldern.

„Auf keiner anderen Veranstaltung weltweit kommt die internationale Community der Produktionstechnologie sowohl von Hersteller- wie von Anwenderseite so geschlossen zusammen, wie auf der EMO Hannover. Und wo sollten die aktuellen Trends, Herausforderungen und Lösungen diskutiert und gezeigt werden, wenn nicht hier“, beschreibt Welcker das Selbstverständnis der Branche.

Eigener Ausstellungsbereich IIoT in Production

Innovationen werden in der Produktionstechnologie immer häufiger über Softwarelösungen angestoßen. Deshalb wird die EMO Hannover künftig einen eigenen Ausstellungsbereich IIoT in Production anbieten. Er bündelt IT-Lösungen aller Art – von Data Analytics, Data Management, digitalem Zwilling oder Cloud Services bis zu Process Monitoring, Predictive Maintenance, KI und Cyber Security. Zielgruppe sind internationale IT-Hersteller, die mit ihren Digitalisierungsangeboten verstärkt die Fertigung und den Mittelstand ansprechen wollen ebenso wie die vielen kleinen und mittleren Anbieter von Lösungen rund um die digitalisierte Fertigung.

Sie treffen in Hannover auf Aussteller, die die gesamte Wertschöpfungskette abbilden, von der Produktionsplanung über die Fertigung und Automatisierung bis zur Qualitätssicherung. Die einzelnen Schritte sind in der Fabrik intelligent vernetzt durch IoT-Lösungen. Das umfasst die horizontale Vernetzung zwischen Maschinen, Anlagen, Werkzeugen, Messgeräten etc. auf der einen genauso wie die vertikale Vernetzung vom Shopfloor bis zur Cloud auf der anderen Seite. „Für alle Unternehmen im Umfeld der vernetzten Fertigung bietet die EMO Hannover sowohl von Aussteller- wie Besucherseite großes Kundenpotenzial“, bekräftigt Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des deutschen EMO-Veranstalters VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken).

Fokusthema Nachhaltigkeit in der Produktion

Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um den Klimawandel, rasch steigende Preise für fossile Energien, die Reanimation von Kohle- und Atomkraftwerken, den Green Deal der EU, den Ausbau regenerativer Energien oder mehr Resilienz in den Lieferketten, ringt auch die Industrie um ihren Beitrag für mehr Nachhaltigkeit. Nachhaltigkeit ist derzeit eines der Megathemen, die Wirtschaft und Gesellschaft noch auf viele Jahre beschäftigen werden und deshalb zu den Future Insights der EMO Hannover 2023 gehören.

Als Enabler für mehr Nachhaltigkeit in der Industrie steht die Produktionstechnologie im Zentrum des notwendigen Transformationsprozesses. Technische Lösungen in der Maschine, um den CO2-Ausstoss zu minimieren, sind die eine Seite der Medaille, mehr Energieeffizienz im Produktionsprozess die andere. „Es bedarf einer großen Kraftanstrengung aller Beteiligten, Anbieter wie Anwender, um die angestrebten Einsparziele zu erreichen. Er bietet aber auch Chancen für die Unternehmen“, betont VDW-Geschäftsführer Schäfer. „Wirtschaft und Wissenschaft ziehen da an einem Strang. Deshalb nutzt der VDW in Kooperation mit der WGP die EMO Hannover als Plattform, um mehr Transparenz über die verfügbaren Angebote herzustellen.“

Praktische Lösungen und Trends aus der Forschung

Die Planungen sehen unter anderem einen Sonderstand Nachhaltigkeit vor, der die Energieeffizienzinitiative der WGP, des Zusammenschlusses führender Produktionswissenschafterinnen und -wissenschaftler in Deutschland, vorstellt. Sie soll insbesondere kleine und mittlere Unternehmen dabei unterstützen, rasch Einsparungen durch mehr Energieeffizienz zu erzielen. Darüber hinaus ist ein Gemeinschaftsstand der Wissenschaft vorgesehen, auf dem beispielsweise Projekte zum Thema Sustainability präsentiert werden.

„Es geht auf der EMO Hannover immer darum, praktische Lösungen für die Industrie zu zeigen, aber auch Forschungstrends abzubilden, die als Lösungen von morgen auf den Markt kommen“, sagt Schäfer abschließend. „Deshalb werden alle Aussteller, die etwas zum Thema beitragen, vernetzt und entsprechend bekanntgemacht.“ (jk)



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