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DMG Mori kann Rückgang im Krisenjahr eingrenzen

Maschinenbauer sieht sich strategisch und finanziell gut aufgestellt
DMG Mori kann Rückgang im Krisenjahr eingrenzen

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Dr. Masahiko Mori (r.) und Christian Thönes wollen DMG Mori zukunftsstark ausrichten. Bild: DMG Mori
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Die weltweite Nachfrage nach Werkzeugmaschinen war corona- und konjunkturbedingt signifikant rückläufig. Auch DMG Mori konnte sich diesen Folgen nicht entziehen: Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis lagen deutlich unter dem Rekordjahr 2019. Mit zügig eingeleiteten und konsequent umgesetzten Maßnahmen zur Kostensenkung, Flexibilisierung und Liquiditätssicherung konnten die negativen Auswirkungen der Krise jedoch eingegrenzt werden.

Vorstandsvorsitzender Christian Thönes: „DMG Mori hat seine Prognosen erfüllt, hält Kurs und richtet sich zukunftsstark aus. Die Pandemie hat vieles beschleunigt. Vor allem die Automatisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Mit diesem strategischen Dreiklang sowie unserem globalen Footprint, breiten Maschinenportfolio und weitreichenden Service-Angeboten ist DMG Mori gut aufgestellt.“

Nachfrage weltweit rückläufig

Die Nachfrage nach Werkzeugmaschinen entwickelte sich aufgrund der bereits zuvor schwachen Weltkonjunktur und der Corona-Pandemie signifikant rückläufig. Unter weltweit massiv erschwerten Markt- und Rahmenbedingungen verzeichnete der Maschinenbauer mit 1599,4 Mio. Euro einen Auftragseingang, der deutlich unter dem Rekordjahr 2019 lag (Vorjahr: 2563,1 Mio. Euro).

Im Kerngeschäft mit Werkzeugmaschinen und Services, ohne den Bereich Energy Solutions, betrug der Rückgang -34 %. Im vierten Quartal erreichten die Bestellungen 411,6 Mio. Euro (Vorjahr: 554,7 Mio. Euro). Die Aufträge aus dem Inland beliefen sich im Gesamtjahr auf 462,0 Mio. Euro (Vorjahr: 714,8 Mio. Euro). Die Auslandsbestellungen betrugen 1137,4 Mio Euro (Vorjahr: 1848,3 Mio Euro). Damit liegt der Auslandsanteil bei 71 % (Vorjahr: 72 %).

Folgen der Pandemie eingegrenzt

Auch die Umsatzentwicklung war geprägt durch Corona. Im April 2020 kam es zu einer temporären Teil-Betriebsruhe in den europäischen Produktionswerken von DMG Mori sowie in Teilbereichen ausgewählter Vertriebs- und Servicegesellschaften. Zudem erschwerten die im Jahresverlauf zunehmenden Reiserestriktionen das Service- und Ersatzteilgeschäft. Der Umsatz lag erwartungsgemäß mit 1831,3 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahr (2701,5 Mio. Euro). Das operative Kerngeschäft war mit -27 % rückläufig. Im vierten Quartal betrug der Umsatz 526,0 Mio. Euro (Vorjahr: 808,9 Mio. Euro).

Geschäftsjahr erfolgreich abgeschlossen

Mit zügig eingeleiteten und konsequent umgesetzten Maßnahmen zur Kostensenkung, Flexibilisierung und Liquiditätssicherung konnte der Maschinenbauer die negativen Auswirkungen der Krise eingrenzen. Die Ertragslage entwickelte sich trotz erschwerter Markt- und Rahmenbedingungen erfolgreich: Das EBITDA betrug 156,7 Mio. Euro (Vorjahr: 299,8 Mio. Euro). Das EBIT belief sich auf 81,7 Mio. Euro (Vorjahr: 221,7 Mio. Euro). Somit erzielte DMG Mori eine EBIT-Marge von 4,5 % (Vorjahr: 8,2 %). Das EBT erreichte 74,9 Mio. Euro (Vorjahr: 219,1 Mio. Euro). Zum 31. Dezember 2020 weist der Konzern ein EAT von 52,1 Mio. Euro aus (Vorjahr: 154,4 Mio. Euro).

Auch die Finanzlage war beeinflusst durch die Corona-Folgen. Durch eine stringente Liquiditätssicherung konnte ein Free Cashflow von 15,7 Mio. Euro erreicht werden (Vorjahr: 168,8 Mio. Euro). Insbesondere die positive Entwicklung des Free Cashflows im vierten Quartal mit 81,5 Mio. Euro hat dazu beigetragen (Vorjahr: 53,8 Mio. Euro).

Grüne Maschinen-Produktion im Fokus

Bereits seit Mai 2020 hat DMG Mori eine ausgeglichene CO2-Bilanz. Zudem hat der Maschinenbauer laut eigenen Angaben ein ambitioniertes Nachhaltigkeitsziel erreicht: Alle seit Januar 2021 ausgelieferten Maschinen werden weltweit, vom Rohstoff bis zur Auslieferung, klimaneutral produziert.

Strategisch und finanziell gut aufgestellt

Der weltweite Werkzeugmaschinen-Verbrauch soll sich im Jahr 2021 nach dem starken Rückgang 2020 langsam erholen. Der Verein Deutscher Werkzeugmaschinen (VDW) und das britische Wirtschaftsforschungsinstitut Oxford Economics prognostizieren ein Wachstum von 17,7% auf 64,9 Mrd. Euro (Vorjahr: -23,2%). Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass diese Prognosen aufgrund der weiterhin bestehenden globalen Unsicherheiten sowie der Corona-Pandemie samt Virus-Mutationen unterjährig angepasst werden müssen.

Alle Zahlen sind vorläufig und stehen unter dem Vorbehalt der Abschlussprüfung und Billigung des Abschlusses durch den Aufsichtsrat. (ys)

DMG Mori AG
Gildemeisterstraße 60
33689 Bielefeld
de.dmgmori.com

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