Startseite » News »

Corona: Stresstest für den Maschinenbau

Zukunftsfähige Strategie und Organisationsgestaltung sind gefragt
Corona: Stresstest für den Maschinenbau

Anzeige
Aus der Schockstarre in den Schüttelfrost: Corona ist der Stresstest für den Maschinenbau. Die zukunftsfähige Strategie und Organisationsgestaltung ist jetzt Führungsauftrag Nummer 1.
 
Autoren: Dr. Andreas Wieland, Experte für Organisationsentwicklung/Change Management, Wolf Hirschmann, Unternehmer, renommierter Berater für Strategie und Zukunftsmanagement

Angst und Unsicherheit führen nicht selten zu Stress – und davon gibt es in der gesamten Maschinenbaubranche derzeit mehr als genug. Kein Unternehmen kann sich den wirtschaftlichen Herausforderungen entziehen. Dies zeigt sich auch in der 5. Blitzumfrage des VDMA zum Coronavirus: Danach sind 98 % der Maschinenbauer von der Corona-Krise beeinträchtigt. Kein Wunder also, dass 82 % der Maschinenbauer bereits Kapazitätsanpassungen vorgenommen haben und Personalabbau in immer mehr Unternehmen anzutreffen ist. Man wechselt quasi aus der Schockstarre in den Schüttelfrost.

Fakt ist, dass diese Zeit alle Firmen aus ihrer Komfortzone der letzten Jahre heraus geschubst hat. Es ist auch völlig ungewiss, was die Rezession mit uns allen kollektiv und individuell machen wird. Nur eines ist klar: Eine Rolle rückwärts in bisherige Arbeitswelten wird es nicht mehr geben und Gestaltungskraft sowie Zusammenhalt werden sehr gefordert sein.

Um die Überlebensfähigkeit der eigenen Firma sicherzustellen mögen harte Schnitte zwar wichtig sein, aber parallel dazu müssen unbedingt auch die Weichen für neue Geschäftsmodelle und neues Wachstum gestellt werden. Zugegeben sind Rasenmäheraktionen – alle 20 % weniger – zwar auf den ersten Blick der leichtere Weg, benötigen weniger Rechtfertigungsanstrengungen und sind rasch mit Druck zu erreichen. Diese Vorgehensweise kann jedoch die Zukunftsfähigkeit von Organisationen gefährden. Das Gebot der Stunde liegt in der Entwicklung eines wirksames Organisationsdesigns, das beiden Ansprüchen gerecht wird. Das Arbeiten an der Strategie und deren Umsetzung, am System, wird für Manager zur zentralen Kernaufgabe.

Dazu braucht es auch einen ehrlich geführten Führungskräftedialog zu Fragestellungen wie zum Beispiel: Welche Chancen gilt es jetzt zu ergreifen? Welche Risiken sind gemeinsam aus dem Weg zu räumen? Warum müssen, wollen, sollen wir uns jetzt verändern? Was passiert wenn nichts passiert?

In diesem Kontext kommt es darauf an, wie sehr die Führungskräfte in ihren Führungsbeziehungen den Ansatz von PERMA (Positive Emotionen, Engagement, Relationships = Beziehung, Meaning = Sinn und Accomplishment = Leistung) bereits gefördert haben. Auch braucht es eine neue Kultur und den Mut die Einwegkommunikation zu verlassen, den Change als offenen Dialog mit den Betroffenen zu gestalten. Wie will man sonst die Mitmachenergie der Menschen stärken? Dazu ist eine Investition in die Vertrauenskultur erforderlich. Mitarbeiter müssen das Vertrauen haben, offen und ehrlich ihre Perspektiven, Meinungen und Kritikpunkte einbringen zu können ohne persönliche Konsequenzen zu befürchten. So besteht keine Gefahr „the window of opportunity“ zu verschlafen und es schafft die Basis für den Dissens als Motor der Weiterentwicklung von Organisationen.

Von Schockstarre und Schüttelfrost zur Aufbruchstimmung

Entscheiden Sie sich für ein Zukunftsmanagement, einen Strategieprozess und die Entwicklung eines neuen Organisationsdesigns. Daraus bildet sich eine Art unsichtbares Gewebe – dies umspannt das Unternehmen und formt das Zusammenspiel aller relevanten Kriterien, vom Geschäftsmodell bis zu den MitarbeiterInnen. Damit lassen sich Strukturen, Abläufe und Entscheidungsprozesse wirksam markt- und kundengerecht gestalten. Auch werden Verhaltensleitlinien definiert und Regeln dort festgelegt, wo sie benötigt werden. Letztendlich wird dadurch auch die Marke des Unternehmens entscheidend mitgeformt.

Übrigens, selbst der beharrendste Tradionalist oder der härteste Gewerkschafter in einer Firma hat durch Corona inzwischen wohl begriffen, dass ein Arbeitgeber ohne Zukunftsangebote keine Einnahmen erzielen kann und bald kein Arbeitgeber mehr ist. Daher gilt: Nie war die Akzeptanz für Änderungen größer!

Wolf Hirschmann
Geschäftsführender Gesellschafter
SLOGAN GmbH Strategieberatung
Postfach 4166
D-70794 Filderstadt
E-Mail: wolf.hirschmann@slogan.de
Internet: www.slogan.de


Die Autoren

Dr. Andreas Wieland, Salzburg – Experte für Organisationsentwicklung/Change Management.

Wolf Hirschmann, Filderstadt – Unternehmer, renommierter Berater für Strategie und Zukunftsmanagement.

Die beiden Spezialisten sind zertifizierte Coachs und kooperieren. Sie sind seit Jahrzehnten im Investitionsgüterbusiness zuhause und bieten ihren Mandanten einen messbaren Mehrwert. (www.andreaswieland.at bzw. www.slogan.de).

Erfolgsrezepte für die Zukunft


Mehr zum Thema Corona-Krise
Anzeige
Aktuelle Ausgabe
Titelbild mav Innovation in der spanenden Fertigung 9
Ausgabe
9-2020
LESEN
ABO
Newsletter

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

Neue Fachzeitschrift additive

Trends

Aktuelle Entwicklungen in der spanenden Fertigung

Alle Webinare & Webcasts

Webinare aller unserer Industrieseiten

Alle Whitepaper

Whitepaper aller unserer Industrieseiten

Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de