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Ziel der Nachhaltigkeitsstrategie von Ceratizit ist das Erreichen des sogenannten Net Zero bis 2040

Führungsrolle in der Hartmetall- und Zerspanungsindustrie
Ceratizit stellt Nachhaltigkeitsbericht vor

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Auf der 20. AMB Mitte September 2022 stellte Thierry Wolter (li.) die ehrgeizigen Nachhaltigkeitsziele von Ceratizit vor. Bild: Ceratizit

Ceratizit will bis 2025 in der Hartmetall- und Zerspanungsindustrie die Führungsrolle im Bereich der Nachhaltigkeit übernehmen. Seine Nachhaltigkeitsstrategie hat das Unternehmen anlässlich der AMB 2022 in Stuttgart vorgestellt.

Auf der AMB in Stuttgart Mitte September 2022 verkündete Vorstandsmitglied Thierry Wolter die ehrgeizigen Nachhaltigkeitsziele von Ceratizit, die die gesamte Lieferkette betreffen und verändern werden. „Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit und erfordert auch von der Industrie ein Umdenken in vielen Bereichen“, so Wolter. Damit auch die Kunden von Ceratizit nachhaltiger produzieren können, habe sich das Unternehmen ehrgeizige Ziele für die eigenen Produkte und Dienstleistungen gesetzt. „Unsere Vision ist es, bis 2025 in der Hartmetall- und Schneidwerkzeugindustrie führend im Bereich Nachhaltigkeit zu sein“, so Wolter weiter.

Um unternehmensweit wirklich nachhaltig zu werden, will Ceratizit hinsichtlich Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien, kurz ESG, künftig die gesamte Wertschöpfungskette in den Blick nehmen und dabei auch die Zusammenarbeit mit Partnern einbeziehen.

Drei Hebel für mehr Nachhaltigkeit: Rohstoffe, Strom und Wasserstoff

In einer ersten Phase gilt der Fokus jenen Aspekten, die die größte Hebelwirkung haben.

Um den eigenen CO2-Fußabdruck schnell drastisch zu reduzieren, setzt das Unternehmen zunächst bei drei großen Hebeln an. Ein entscheidender Faktor ist die Erhöhung des Einsatzes sekundärer Rohstoffe auf über 95 %. Deren Aufbereitung benötigt verglichen mit primären Rohmaterialien aus Erz 70 % weniger Energie und senkt den CO2–Ausstoß um 40 %. Ein positiver Nebeneffekt ist die Absicherung der Lieferkette für Rohstoffe.

Ebenso im Fokus steht die Stromversorgung. Das Unternehmen plant, die Stromversorgung aller Standorte in den nächsten Jahren auf grünen Strom aus Wind-, Solar- und Wasserkraft umzustellen.

Eng verbunden mit dem Wechsel der Stromversorgung ist das Thema Wasserstoffversorgung. Als Produktionsmittel wird er in der Hartmetallindustrie insbesondere für die Herstellung des Wolframpulvers benötigt. Bisher wird dieser Wasserstoff vor allem durch Steam Reforming aus Erdgas gewonnen, sogenannter „grauer“ Wasserstoff. Für die Zukunft plant das Unternehmen mit dem Einsatz von blauem Wasserstoff, der durch Elektrolyse mit grünem Strom aus Wasser gewonnen wird. Hierfür wird Ceratizit sowohl mit den bisherigen Lieferanten kooperieren als auch eigene Elektrolyseanlagen aufbauen.

Etappenziel: CO2-neutral bis 2025

Erster Meilenstein in der Umsetzung der neuen Strategie ist 2025. Bis dahin plant Ceratizit nicht nur CO2 neutral zu sein. Ziel ist es auch, die tatsächlich anfallenden Emissionen bis dahin gegenüber dem Referenzjahr 2020 um 35 % zu reduzieren. Die zweite Etappe, 2030, sieht mit Hilfe weiterer Maßnahmen eine Reduktion um 60 % gegenüber 2020 vor. Das ehrgeizigste Ziel ist jedoch das Erreichen von „Net zero“ bis 2040 –ein Ziel das vom Pariser Klimaabkommen erst für 2050 vorgesehen.

„Die CO2-Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette bis 2040 um mindestens 75 % zu senken ist ohne Frage eine Herausforderung. Wir sehen diesen Weg mit Blick auf künftige Generationen aber als alternativlos an und freuen uns, durch Produkte wie unsere „GreenCarbide“-Hartmetallstäbe, unseren prämierten SilverLine-Fräser mit Nachhaltigkeitsformel sowie eine breite Dienstleistungspalette auch unsere Kunden daran teilhaben zu lassen“, erklärt Wolter die Motivation des Unternehmens. (eve)



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