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Dr. Stefan Kaufmann MdB, Innovationsbeauftragter des BMBF für „Grünen Wasserstoff“

Dr. Stefan Kaufmann MdB, Innovationsbeauftragter des BMBF für „Grünen Wasserstoff“
„Die Startbedingungen sind gut“

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Dr. Stefan Kaufmann, MdB ist der Vorsitzende der Enquete-Kommission Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt und Obmann der CDU/CSU-Fraktion im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestages. Bild: Kaufmann
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Dr. Stefan Kaufmann ist das Gesicht hinter der Wasserstoffstrategie der Bundesregierung. Als Innovationsbeauftragter des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für „Grünen Wasserstoff“ soll er die Wasserstoffstrategie mit Schwung vorantreiben. Wie mit den bereitgestellten 10 Milliarden Euro eine eigene Industrie entstehen kann, darüber sprach Dr. Kaufmann mit der mav. Das Interview führte: Frederick Rindle

mav: Warum setzt die Bundesregierung auf den Brennstoff Wasserstoff?

Kaufmann: Wasserstoff als Ersatz für Gas und Öl gilt schon heute als der Energieträger der Zukunft. Wenn wir unsere Klimaziele erreichen wollen, gleichzeitig aber Industrie und Hochtechnologiestandort bleiben wollen, ist Wasserstoff eine wichtige Säule der Energiewende, neben den erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz. Insbesondere sog. „Grüner Wasserstoff“, der etwa aus überschüssigem Windstrom produziert werden kann, kann zum Gelingen der Energiewende einen wichtigen Teil beitragen. Wasserstoff hat auch viele Anwendungsbereiche wie Mobilität, Transport oder in der klassischen Industrieproduktion.

Was sind die Kernthemen der „nationalen Wasserstoffstrategie“?

Kaufmann: Wir wollen mit der Wasserstoffstrategie Wasserstofftechnologien als Kernelemente der Energiewende etablieren, um mit Hilfe erneuerbarer Energien Produktionsprozesse zu dekarbonisieren. Deutsche Unternehmen sollen ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken, indem Forschung und Entwicklung gefördert und der Technologieexport rund um innovative Wasserstofftechnologien forciert wird. Wir wollen die zukünftige nationale Versorgung mit CO2-freiem Wasserstoff und dessen Folgeprodukte sichern und gestalten. Für die zahlreichen einzelnen Maßnahmen stellt der Bund über 10 Milliarden Euro zur Verfügung.

Wie soll Deutschland die Nummer 1 beim Wasserstoff werden?

Kaufmann: Die Startbedingungen sind gut. Schon seit vielen Jahren wird in Deutschland intensiv an der Technologie geforscht. Im Bereich der Automobilindustrie zählt die Firma Daimler zu den Pionieren. Universitäre und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sind international gut aufgestellt. Die sehr gut ausgestatteten Programme werden unseren Unternehmen helfen, Technologien nach Corona schneller als anderswo zu etablieren – beispielsweise indem wir den raschen Bau von Demonstratoren planen.

Wo kann Wasserstoff außerhalb des Mobilitätssektors eingesetzt werden?

Kaufmann: Hier ist natürlich die Energiewirtschaft und die klassische Industrieproduktion in der Chemie- und Stahlindustrie als erstes zu nennen.

Ist „Wasserstoff“ jetzt die Nummer 1 bei den alternativen Antriebskonzepten?

Kaufmann: Nein, aber eine weitere wichtige Säule. Neben PKWs denke ich insbesondere an Nutzfahrzeuge, aber auch Züge und Schiffe.


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