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1000 Schneidkanten pro Borste

Keramikbürsten für saubere und gratfreie Oberflächen
1000 Schneidkanten pro Borste

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Innovative Entgratlösungen sind das Spezialgebiet von Kempf. Mit den Keramik-Faserbürsten aus Al2O3 bietet der Werkzeugexperte ein Werkzeug zum Entgraten und Polieren von Werkstückoberflächen an. Im Einsatz zeigen die Keramik-Faserbürsten ihre Stärken: Sie entgraten schneller, erreichen glattere Oberflächen und haben dabei auch längere Standzeiten als andere Bürstenlösungen.

Entgraten und Abrunden von Werkstückkanten sowie Schleifen, Polieren und Säubern von Werkstückoberflächen sind die Einsatzgebiete der Keramik-Faserbürsten von Kempf. Dabei erledigt das Werkzeug die Entgrat- und Finishbearbeitung in nur einem Arbeitsgang. Rund 1000 Keramikfasern mit einem Durchmesser von 5 bis 25 µm bilden einen einzelnen Faserstab. Werden diese zu einer Bürste gebündelt, entstehen Kraftpakte mit 1000 Schneidkanten in jeder Borste. Die flexiblen Faserstäbe passen sich während der Bearbeitung schonend der Oberfläche an, so dass sich die geometrische Form des Werkstücks nicht verändert.

Mit den drei Varianten der Keramik-Faserbürste, rot, weiß und blau, bietet der Werkzeugexperte für jede Anwendung das passende Werkzeug. Die rote Bürste eignet sich besonders gut für die Bearbeitung von Aluminium, für Feingratbearbeitung sowie das Schleifen und Polieren von Oberflächen. Die weiße Bürste ist abrasiver als die rote und besteht aus mehreren Filamenten. Das macht sie perfekt für umfangreiches Entgraten von Aluminium-Guss- und Stahl-Werkstücken. Durch die nochmal erhöhte Schleifleistung sind schwer zerspanbare Materialien das bevorzugte Einsatzgebiet der blauen Bürste. „Entgraten die Bürsten unter gleichen Bedingungen, trägt die weiße Bürste doppelt so viel ab wie die rote und die blaue sogar viermal so viel“, erklärt Peter Hedrich, Geschäftsführer der Kempf GmbH. Die Bürsten entgraten verschiedenste Werkstücke mit Härtegraden bis 57 HRC. Wichtig ist nur, dass der Grat an der Kante der Oberfläche oder Tangente liegt, damit die Spitze der Bürste vertikal und konstant in Kontakt mit der zu entgratenden Fläche ist. „Mitunter müssen die Parameter angepasst werden. Beim Bearbeiten von horizontalen Graten, wie sie beim Planfräsen entstehen, ist beispielsweise eine Schnitttiefe von einem Millimeter optimal, bei vertikalen Graten, wie durch Schaftfräsen, 0,5 Millimeter“, ergänzt Hedrich.
Gleichmäßige Schleifwirkung garantiert
Die Keramik-Faserbürsten erreichen auch sehr gute Oberflächengüten. Die Regel lautet: Mit jedem Arbeitsgang halbiert sich ungefähr die Oberflächenrauheit (Rmax). Zum Beispiel lag vor der Bearbeitung eines Werkstücks aus einer Aluminiumlegierung mit einer weißen Bürste Rmax bei 33,5 µm und Ra bei 5,1 µm. Nach vier Arbeitsgängen reduzierte sich Rmax auf 2,8 µm und Ra auf 0,3 µm.
Durch den Selbstschärfeffekt erzeugt die Bürste immer wieder neue Schneidkanten und garantiert so eine gleichmäßige Schleifwirkung. Und dabei sind die Standzeiten sehr hoch. Zum Beispiel beim Entgraten eines plangefrästen Werkstücks aus Aluminium-Guss (Gratwurzelstärke 0,1 mm, Bearbeitungsweg pro Werkstück 1000 mm, Drehzahl 4000 min-1, Vorschub 2400 mm/min, Schnitttiefe 1 mm): hier schafft die rote Bürste 10 000 Werkstücke.
Im Gegensatz zur Nylonbürste verformt sich die Keramik-Faserbürste während der gesamten Einsatzdauer nicht und kann so mit einer stabilen Performance aufwarten. Bessere Oberflächengüten sind ein weiterer Vorteil: Nach 180 sec erreicht die Keramikbürste Ra u003C 0,1 µm, die Nylonbürste dagegen Ra u003E 0,3 µm. Zudem ist bei bis zu 20-facher Schleifleistung die Standzeit der Faserbürste doppelt bis zehnmal länger als die der Nylonbürste. Die Folge sind weniger Maschinenstopps und kürzere Rüstzeiten.
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