Schwerkraft räumt die Probleme anderer Bauformen aus dem Weg

Vorteile horizontaler BAZ

Seit jeher hat sich Samag im Bereich Machine Tools auf mehrspindlige horizontale Bearbeitungszentren spezialisiert. Die MFZ-Baureihe ist in zwei Versionen jeweils als zwei-, drei- und vierspindlige Ausführung verfügbar
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Horizontale, mehrspindlige Bearbeitungszentren sind das Metier von Samag im Geschäftsbereich Machine Tools. In den zwei Versionen der Baureihe MFZ bietet das Saalfelder Unternehmen jeweils eine zwei-, drei- und vierspindlige Ausführung an. Die horizontale Konstruktion weist zahlreiche Vorteile auf; deshalb hat sich dieses Prinzip in Saalfeld schon lange durchgesetzt und ist heute eines der Markenzeichen des Werkzeugmaschinenherstellers.

Der wichtigste Vorteil einer horizontalen Spindelanordnung besteht darin, dass die Späne nach unten wegfallen. Was im ersten Moment banal klingt, ist allerdings mehr als die Wirkung der Schwerkraft; es räumt in der Folge zudem einen Großteil der Probleme anderer Bauformen aus dem Weg. Die Gravitation hilft hier nicht nur beim Auffangen der Späne, sondern diese können die Bearbeitung auch nicht behindern. Dadurch erhöht sich unmittelbar die Prozesssicherheit: Ohne Späne- rückstände im Bearbeitungsprozess ist eine höhere Genauigkeit möglich. Eine horizontale Maschine ist prinzipbedingt sauberer als eine mit vertikaler Spindelausrichtung. Dieser Aspekt ist auch wichtig, wenn Automatisierungsprozesse zugeschaltet werden sollen. Die einfache Tatsache, dass die Späne nach unten fallen und die Bearbeitung nicht mehr beeinträchtigen, erlaubt eine komplexere Gestaltung der Maschine. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit zur Minimalmengenschmierung, die in vertikal aufgebauten Maschinen nicht funktioniert, weil hier der Kühlschmierstoff zum Späneabtransport benötigt wird.

In einem horizontalen Bearbeitungszentrum ist der Kraftfluss kürzer und günstiger als in vertikalen Anlagen, wo die Kraft in einem C-förmigen Bogen von unten nach oben und wieder hinunter geleitet werden muss. Dieser Kraftfluss wird mit steigender Werkstückgröße zunehmend instabiler. Zusätzlich entstehen bei schwerer Bearbeitung in vertikalen Maschinen starke Schwingungen. Da eine Maschine mit horizontal angeordneten Spindeln ohnehin ein Gegengewicht zur Stabilisierung benötigt, ist sie besser geeignet, mit den Vibrationen schwerer Bearbeitung fertig zu werden. Somit sind horizontale Bearbeitungszentren gerade für schwere Zerspanung mit hohen dynamischen Kräften besonders geeignet und realisieren ein optimales Bearbeitungsergebnis. Mit diesem Aufbau sind hohe Werkzeugstandzeiten zu erreichen, die die Wirtschaftlichkeit der Maschine erhöhen.
Die Maschinenbetten von Samag sind wie die im Kraftfluss befindlichen Teile auch nach der Finite-Elemente-Methode optimiert worden und zeichnen sich durch besonders hohe Steifigkeit aus. Das mit Hydropol gefüllte Maschinenbett weist zudem eine extrem hohe dynamische und vor allem thermische Steifigkeit auf, womit ein idealer Grundstock für die Maschinenstruktur geschaffen ist.
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