Nachbarland bietet in 2013 gute Chancen für Maschinenexport

Marktpotenzial in Polen ist noch nicht ausgeschöpft

Anzeige
Die jüngsten Nachrichten bestätigen es zum wiederholten Mal: Der Export ist für den Maschinen- und Anlagenbau von großer Bedeutung. Ein hohes Interesse an deutschen Werkzeugmaschinen signalisiert seit Jahren auf solider Basis auch das Nachbarland Polen.

Polen präsentiert sich gleich aus mehreren Gründen als ein interessanter und strategisch wichtiger Absatzmarkt für deutsche Zerspanungsmaschinen:

  • Der polnische Import von Werkzeugmaschinen erreichte 2011 einen Anteil von über 50 Prozent aller nach Polen importierten Maschinen.
  • Polen nimmt hinsichtlich des Umfangs der industriellen Verarbeitung innerhalb der EU-Länder eine Spitzenrolle ein. 2012 entfallen auf die industrielle Verarbeitung 17 Prozent des polnischen Bruttoinlandsproduktes. Lediglich Holland sowie die bevölkerungsreichsten Länder der EU wie Deutschland oder Frankreich erreichen ein höheres Volumen der Industrieproduktion.
  • Auch die Größe des polnischen Binnenmarktes spricht für sich: Mit ca. 40 Millionen Konsumenten ist das Marktvolumen Polens größer als das der sieben anderen mittelosteuropäischen Reformstaaten zusammen, die 2004 in die EU eingetreten sind.
  • Nach wie vor verzeichnet Polen einen überdurchschnittlichen Zuwachs des Bruttosozialprodukts.
  • Seit dem Beitritt Polens zur EU 2004 herrscht eine große Investitionsbereitschaft, die besonders in der Metallverarbeitungsmaschinen – und hier vor allem der Zerspanungsmaschinen
Deutsche Werkzeugmaschinenbauer schätzen in erster Linie das gute Preis-Leistungs-Verhältnis des polnischen Marktes. Das bestätigt auch Matthias Rohwer, Mitarbeiter für den Export des international aufgestellten Unternehmens Knuth Werkzeugmaschinen GmbH aus Wasbek. Das Unternehmen, das in Polen mit einer eigenen Niederlassung bei Krakau vertreten ist, setzt auf dem polnischen Markt erfolgreich Werkzeugmaschinen ab. Rohwer betont: „Der Absatz vor allem von konventionellen Werkzeugmaschinen verläuft in Polen sehr gut, der dortige Markt bleibt für uns auch 2013 interessant“.
Die Stimmung der polnischen Investoren ist gut
Als eine Folge der Wirtschaftskrise von 2008 und 2009 sanken kurzzeitig die Importzahlen für Polen. Allerdings konnte dieser negative Trend bereits ab 2011 wieder umgekehrt werden. Selbst vor dem Hintergrund der aktuellen Krisenerwartung bleibt die Stimmung der polnischen Investoren gut.
Auch wenn allenthalben von einer zu erwartenden Krise gesprochen wird, muss sich dies nicht zwangsläufig in vollem Umfang auf den polnischen Markt auswirken
Mit Sicherheit spielt für die Stabilisierung des polnischen Marktes die Tatsache eine Rolle, dass die Sättigung insgesamt noch nicht abgeschlossen ist und mit dem technologischen Fortschritt in der polnischen Industrie nach wie vor anhalten sollte. Dies ist ein Faktor, der sich zumindest teilweise stabilisierend auf die Nachfrage in einer sich verschlechternden Konjunktur auswirken sollte.
Mehr deutsche Teilnehmer an polnischen Fachmessen
Die anhaltende Nachfrage nach Werkzeugmaschinen spiegelt sich in der steigenden Bedeutung polnischer Fachmessen. Nach Angaben der Polnischen Kammer für Messewirtschaft haben im Jahr 2011 an den polnischen Messen für Werkzeugmaschinen und Werkzeuge 50 Prozent mehr Aussteller als noch 2009 teilgenommen. Für 2012 wird sogar noch einmal ein Zuwachs um 20 Prozent erwartet. Auch der Anteil deutscher Aussteller ist in den vergangenen Jahren gewachsen.
Auch 2013 scheint dieser Trend noch nicht am Ende angekommen zu sein. Pawel Pawelec, Objektleiter für die Messe STOM-TOOL im März im zentralpolnischen Kielce: „Wir können einen erneuten Zuwachs bei der Zahl der Aussteller verzeichnen, auch aus Westeuropa. 2012 stellten auf der STOM-TOOL über 200 Firmen auf mehr als 5000 m2 Ausstellungsfläche aus. Was viele Aussteller an dieser Messe schätzen, ist die hohe Qualität der Fachbesucher.“
Die verstärkte Präsenz deutscher Unternehmen auf polnischen Fachmessen kann aber auch als eine Reaktion auf die Wirtschaftskrise von 2008 verstanden werden. So sieht es zumindest Dr. Zbigniew Siemiatkowski, Dekan des Instituts für Maschinenbau an der Technischen Hochschule Radom und Mitglied des Beirats der Messe STOM/Kielce. Er führt den steigenden Anteil deutscher Anbieter auf die Krisenerfahrung der vergangenen Jahre zurück: „Die Umbrüche auf dem Markt, und damit auch auf dem Gebiet der Metallverarbeitung, im Jahre 2009 mündeten in einem Rückgang beim Kauf neuer Maschinen. Dies hat meines Erachtens dazu geführt, dass die Hersteller ihre Absatzchancen durch eine größere Präsenz auf Messen, durch bessere Ausstellungen und Präsentationen, zu sichern versuchten.“
Ob als Reaktion auf die Krise oder aus guter Erfahrung heraus – für deutsche Werkzeugmaschinenhersteller stellt der polnische Markt auch 2013 mit Sicherheit einen chancenreichen Markt für den Export dar.
Anzeige

Aktuelle Ausgabe

Titelbild mav Innovation in der spanenden Fertigung 10
Ausgabe
10-2019
LESEN
ARCHIV
ABO

Newsletter

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

CHIRON Präzisionstage

Führende Hersteller präsentieren an zwei Tagen Lösungen für die Mikromechanik, an einem Ort, in konzentrierter Form. Am 27.11.steht die Uhren-/ Schmuckindustrie im Fokus, am 28.11. die Medizintechnik. Profitieren Sie von dieser Kompetenz und verschaffen Sie sich wertvolle Wettbewerbsvorteile!

INDEX Technologie Campus

Sie sind herzlich eingeladen! Besuchen Sie das Event „Verzahnen: Flexibel und hocheffizient“ am 5. November 2019 auf dem INDEX Technologie Campus in Esslingen. Jetzt schnell anmelden!

Neue Fachzeitschrift additive

KUKA: Smarte Automatisierung

KUKA Roboter Hochschule Karlsruhe

Smarte Automatisierung mit KUKA im Überblick

Trends

Aktuelle Entwicklungen in der spanenden Fertigung

Alle Webinare & Webcasts

Webinare aller unserer Industrieseiten

Alle Whitepaper

Whitepaper aller unserer Industrieseiten

Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de