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Europas Werkzeugmaschinenproduktion wächst um 6 Prozent

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Europas Werkzeugmaschinenproduktion wächst um 6 Prozent

Cecimo-Präsident Martin Kapp: „Die kurzfristigen Wachstumsaussichten der europäischen Werkzeugmaschinenindustrie beruhen auf einem hohen Auftragseingang von außerhalb Europas und einer hohen Nachfrage aus Asien sowie Nord- und Südamerika.”
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Die europäischen Werkzeugmaschinenhersteller können 2012 mit einem Produktionsvolumen von 22 Milliarden Euro rechnen, so die Prognose des Dachverbands Cecimo. Das entspricht einem Zuwachs von über 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Aufgrund der schwachen Binnenmärkte beruhen die kurzfristigen Wachstumsaussichten der europäischen Werkzeugmaschinenindustrie auf einem hohen Auftragseingang von außerhalb Europas und einer hohen Nachfrage aus Asien sowie Nord- und Südamerika”, stellt Cecimo-Präsident Martin Kapp klar.

In Anbetracht der bereits schwachen Nachfrage in Europa könnte eine weitere Verschlechterung der weltweiten Konjunkturbedingungen das Exportvolumen und die Wachstumsaussichten für die Werkzeugmaschinenproduktion jedoch gefährden. Der Verband fordert deshalb proaktive Maßnahmen der Regierungen, um das Wachstum im Fertigungssektor zu fördern. Dabei spiele die Handelspolitik der EU eine entscheidende Rolle. Die Cecimo-Exporte in Länder außerhalb Europas machten 2011 fast 50 Prozent der Gesamtexporte aus – Tendenz steigend. Damit diese Dynamik erhalten bleibt, sei ein freier und fairer Handel vonnöten. So hätten die Verzögerungen beim Abschluss des Freihandelsabkommens zwischen der EU und Indien Wettbewerbsnachteile für europäische Werkzeugmaschinenhersteller zur Folge, da Staaten wie Korea und Japan bereits Abkommen mit Indien unterzeichnet haben.
Darüber hinaus hängt das zukünftige Wachstum der Werkzeugmaschinenindustrie laut Cecimo von der Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte ab. Trotz der herrschenden Rekordarbeitslosigkeit in der EU hätten die europäischen Werkzeugmaschinenhersteller Schwierigkeiten, freie Stellen zu besetzen. Der Verband begrüßt daher die jüngste Mitteilung der Europäischen Kommission zur Industriepolitik, in der diese einen ambitionierten Plan zur Förderung von Investitionen, Innovation und der Entwicklung des Humankapitals in der Fertigungsindustrie darlegt. Es werden konkrete Initiativen angekündigt, mit denen Qualifikationsbedarf in spezifischen Sektoren frühzeitig festgestellt und das Ausbildungsangebot an die verfügbaren Positionen angepasst werden soll.
„Die Kommission hat sich zum Ziel gesetzt, den BIP-Anteil des Fertigungssektors in der EU bis zum Jahr 2020 von 16 auf 20 Prozent zu steigern, und damit das europäische Reindustrialisierungsziel in Zahlen gefasst“, erläutert Kapp.- „Sie unterstreicht damit ihre langfristige Verpflichtung, zur Schaffung der zukünftigen Basis für den europäischen Fertigungssektor beizutragen.” Cecimo appelliert an die EU und ihre Mitgliedstaaten, die für die Implementierung der neuen Industriestrategie nötigen Maßnahmen in koordinierter Form umzusetzen und solidarisch sowie in uneingeschränkter Partnerschaft mit der Industrie auf die Umsetzung der gemeinsamen industriepolitischen Ziele hinzuarbeiten.
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