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Additive Fertigung bietet Potenzial

Studie: Umsatz wird sich in den kommenden zehn Jahren vervierfachen
Additive Fertigung bietet Potenzial

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Das Marktvolumen für additive Fertigung metallischer Strukturen wird sich in den kommenden zehn Jahren mehr als vervierfachen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Roland Berger Strategy Consultants. Die Herstellung von dreidimensionalen Objekten mithilfe von 3D-Druckern für metallische Strukturen (Additive Manufacturing) könnte schon bald in der Serienproduktion eingesetzt werden. Die Kosten, die mit dieser Technologie verbunden sind, werden in Zukunft deutlich sinken. Dadurch wird Additive Manufacturing für viele Anwendungsbereiche wesentlich interessanter.

„Der Einsatz der 3D-Drucker, um Metallprodukte herzustellen, bietet bereits heute ein großes Potenzial für spezielle Komponenten wie etwa Einspritzdüsen, Prothesen oder Werkzeugeinsätze“, meint Martin Eisenhut, Partner von Roland Berger Strategy Consultants. „Entwickler und Hersteller, die diesen Markt zeitig für sich entdecken und entsprechende Lösungen anbieten, können in den kommenden Jahren stark von der wachsenden Nachfrage profitieren.“
Markt noch in den Anfängen
Der Markt für 3D-Printing für metallische Strukturen befindet sich noch in seinen Anfängen: Der weltweite Gesamtumsatz von Additive Manufacturing macht gerade mal ein Prozent Umsatzanteil in der Werkzeugmaschinenindustrie aus. Der Markt für Additive Manufacturing wird allerdings in den kommenden Jahren wesentlich stärker zulegen. „In den letzten zehn Jahren ist die Nachfrage für diese Technologie nur langsam gewachsen, doch das wird sich bald ändern“, erklärt Roland Berger-Experte Bernhard Langefeld. „Bis 2015 wird sich der Umsatz von Additive Manufacturing voraussichtlich vervierfachen – zugunsten deutscher Maschinenbauer. Denn sie machen schon heute knapp 70 Prozent des weltweiten Markts aus.“
Außerdem hat sich inzwischen auch ein Markt für Additive-Manufacturing-Dienstleistungen entwickelt, der die Herstellung, Prozessentwicklung und Designoptimierung abdeckt. Diese Dienstleister suchen häufig die Nähe zu den Hightech-Herstellern in der Luftfahrtindustrie oder Formel 1.
Sinkende Prozesskosten als Wachstumstreiber
Der erwartete Aufschwung wird vor allem einer deutlichen Preissenkung dieser Technologie zu verdanken sein. Sind die Kosten für das 3D-Printing von Metallprodukten derzeit mehr als zehn Mal so hoch wie bei konventionellen Fertigungsmethoden, so werden die Materialkosten für diese Technologie in den kommenden fünf Jahren um 50 Prozent sinken. In den darauffolgenden fünf Jahren werden sie voraussichtlich um weitere 30 Prozent nachlassen. „Noch mehr Unternehmen aus verschiedenen Industriebereichen werden daher die großen Vorteile dieser Technologie für sich entdecken“, sagt Berger-Partner Eisenhut.
Wettbewerbsfähig in In Luftfahrt und Zahntechnik
Trotzt der noch hohen Kosten werden die Vorteile des Additive Manufacturing bereits in zahlreichen Industriesektoren geschätzt. Wettbewerbsfähig ist diese Technologie schon heute, wenn sich aufgrund verfahrensspezifischer Designlösungen Produktlebenszykluskosten – vor allem Treibstoffverbrauch – einsparen lassen. Dank dieser Technologie können z. B. Flugzeughersteller das Gewicht von Verschlüssen für Sicherheitsgurte erheblich senken: Über die gesamte Einsatzdauer eines Flugzeugs lassen sich so über 3 Millionen Liter Kerosin bzw. rund zwei Millionen Euro einsparen. Aufgrund der Geometriefreiheit dieses Verfahrens sind künftig auch optimierte Einspritzdüsen für Flugzeugtriebwerke möglich, die eine effizientere Verbrennung ermöglichen.
Auch in der Zahntechnik wird Additive Manufacturing erfolgreich eingesetzt: Mit seiner Hilfe können täglich 450 Kronen pro Anlage produziert werden, während ein Zahntechniker pro Tag nur etwa 40 Kronen produzieren kann. „Der Vorteil der 3D-Scans liegt in der Möglichkeit, Produkte passgenau herzustellen“, sagt Berger-Spezialist Langefeld. „Mit dem Verfahren lassen sich neue Geometrien, Leistungsmerkmale und integrierte Funktionen in metallischen Bauteilen realisieren, die mit konventionellen Maschinen gar nicht möglich wären – und das bei Kosten, die nicht von der geometrischen Komplexität und Losgröße des Bauteils abhängen. Solche Perspektiven werden dieser innovativen Technologie zu einem echten Durchbruch verhelfen.“
Roland Berger Strategy Consultants www.rolandberger.com
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