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Zuverlässigkeit ist der beste Service

Drehmaschinen: Fruchtbare Partnerschaft von Mechanik und Steuerung
Zuverlässigkeit ist der beste Service

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Auf höchste mechanische Präzision und Zuverlässigkeit setzt der spanische Drehmaschinenhersteller CMZ Machinery Group SA. Dafür leistet er sich eine Fertigungstiefe von 82 Prozent – und baut bei den restlichen 18 Prozent nur auf Top-Zulieferer. Angesichts dieser Philosophie „bleibt uns gar keine andere Wahl, als Steuerungen von Fanuc einzusetzen“, betont Olaf Süßmann, Geschäftsführer der neu gegründeten deutschen CMZ-Niederlassung.

Von Stuttgart aus betreuen Olaf Süßmann und sein Team die deutschen Kunden in Sachen Service und Vertrieb. Dass CMZ diese Aufgaben nun selbst übernommen hat, nachdem man 14 Jahre auf die Zusammenarbeit mit einem Partner setzte, passt zur Qualitätsphilosophie des spanischen Familienunternehmens. „Wenn der Service sich in fremden Händen befindet, ist das immer eine zusätzliche Schnittstelle, die auch Zeit kostet“, erklärt Geschäftsführer Süßmann. „Das passt nicht zu unserem Anspruch, dem Kunden ein Ersatzteil möglichst innerhalb von 24 Stunden direkt aus dem Werk in Spanien liefern zu können.“

Höchste Performance kommt aus dem mechanischen Kern der Maschine
Für CMZ beginnt der Service sogar schon früher, nämlich damit, den Kunden Maschinen zu liefern, die höchste Verfügbarkeit garantieren. Dafür sorgen rund 170 Mitarbeiter, die in den Werken nahe Bilbao nach dem Firmenleitspruch arbeiten: „Höchste Performance kommt aus dem Kern der Maschine“. Dahinter, so erläutert Süßmann, stehe die Philosophie des klassischen Maschinenbauers: „Viele Ungenauigkeiten, die heutzutage mit Elektronik kompensiert werden könnten, lassen wir durch traditionelle Arbeitsweise gar nicht erst entstehen. Wir schaben etwa ein Führungsbahnsystem so lange, bis die Geometrie perfekt und keine Elektronik nötig ist, um aus einer Wellenlinie eine Gerade zu machen.“
Um das zu erreichen, verlässt sich die Inhaberfamilie Zumarraga fast ausschließlich auf eigene Kompetenz. „Wir erreichen eine Fertigungstiefe von 82 Prozent“, hebt Süßmann hervor. „Wir stellen beispielsweise unsere Revolver und Spindeln komplett selbst her. Überhaupt gibt es kein einziges kubisches Bauteil und kein Drehteil an unseren Maschinen, das wir nicht selbst fertigen.“
Garantiert höchste Verfügbarkeit
„Wenn wir überhaupt Zulieferer benötigen, so finden sie bei uns stets nur die absoluten Top-Produkte der erstklassigen Hersteller weltweit. Denn letztendlich ist für uns Verfügbarkeit das höchste Gut.“ Diese Strategie brachte CMZ auch Mitte der 90er Jahre mit Fanuc zusammen. Heute finden sich in den Drehmaschinen aller vier CMZ-Produktlinien ausschließlich die Fanuc-Steuerungen der Serie 30i.
Süßmann beschreibt das sehr eindringlich: „Wenn man bis zu einer Woche an Leisten schabt, wenn man sich die Arbeit macht, jedes einzelne Segment so aufzubauen, dass es wirklich perfekt ist, dann bleibt uns gar keine andere Wahl, als Fanuc einzusetzen. Denn wir können unsere hohe Qualität nicht mit einer Steuerung konterkarieren, die nicht die erforderliche Genauigkeit, nicht die Schnelligkeit, die Rechenkapazität und anderes mehr bringt. Zudem besitzt Fanuc statistisch die beste Verfügbarkeit.“
Wir bauen Drehmaschinen – nichts als Drehmaschinen
Ein extrem wichtiges Feld ist für CMZ die Präzision der Maschinen. Süßmann betont: „Unsere Prüfprotokolle würden viele Kunden überraschen. Denn wir erzielen fast unglaubliche Genauigkeiten durch das perfekte Zusammenspiel von Mechanik, Steuerung und Antriebstechnik.“ Dazu tragen viele Details bei. CMZ setzt beispielsweise in den TC-Maschinen ein Kühlsystem ein, das nicht nur die Hauptspindel kühlt, sondern auch die Lagerungen beziehungsweise die Kupplungen zwischen Kugelrollspindel und Motor. Das sichert eine hohe thermische Stabilität, die wiederum hohe Genauigkeiten ermöglicht.
Die Qualitätsphilosophie spiegelt sich auch im Produktprogramm von CMZ wider. Das Familienunternehmen handelt nach der Leitlinie „wir bauen Drehmaschinen, und nichts anderes“. Schon von Dreh-/Fräszentren nimmt man Abstand, da der Markt für solche universelle Maschinen laut Süßmann nicht sonderlich groß sei. Daher wolle man als Familienunternehmen nicht die hohen Entwicklungsaufwendungen „stemmen“, die erforderlich wären, um auch in diesem Feld die eigenen Qualitätsansprüche zu erfüllen. Zumal CMZ darauf achte, keine Schulden zu machen und alle Entwicklungen und Investitionen aus dem Cashflow zu finanzieren.
Anspruchsvolles Einsteigermodell
Aktuell verfügt CMZ über vier Produktlinien. Bei der TB-Reihe handelt es sich um eine relativ einfache Maschine mit Linearführungen. „Diese Technik verwenden wir nur, um ein Modell zu bieten, das preislich in die Nähe deutlich billigerer Wettbewerber kommt“, argumentiert Süßmann. Aber selbst bei dieser Maschine setzt sich CMZ von anderen Herstellern ab. So wird zum Beispiel die Z-Achse auf kompletter Länge verkeilt, und es werden sehr groß dimensionierte Linearführungen eingesetzt, um qualitativ das Möglichste herauszuholen.
Zudem sind etliche Komponenten identisch mit jenen in großen Maschinen: der gleiche eigene Revolver, das gleiche Spindelprinzip, das gleiche Steuerungsprinzip, HVI-Motoren – und selbst die günstigste Maschine besitzt eine CNC-Steuerung aus der Serie 30i, konkret eine 32i-TA. CMZ liefert auch die kleine Maschine grundsätzlich mit der Werkstattprogrammier-Software Manual Guide i aus.
Hinter der Entscheidung, die Maschinen ausnahmslos mit dem intuitiven Programmiersystem Manual Guide i auszustatten, steht in erster Linie der Kundennutzen. Denn Manual Guide i bietet eine komfortable Dialogprogrammierung, unterstützt die Programmierung in DIN ISO und lässt auch das Arbeiten mit Makros zu. So kann jeder Anwender – je nach Anforderung und individuellen Kenntnissen – die optimale Programmierart wählen. Zudem lassen sich die verschiedenen Verfahren beliebig untereinander kombinieren. Sogar bereits vorhandene DIN ISO-Programme können eingefügt und weiterbearbeitet werden. Für CMZ sei Manual Guide i einer der wesentlichen Gründe gewesen, ausschließlich auf Fanuc-Steuerungen zu setzen, betont Süßmann.
Durchgängige Standards und Kontinuität
In der Strategie, bestimmte Standards in allen Baureihen einheitlich zu verwenden, sieht CMZ mehrere Vorteile: Die Kunden müssen sich beim Wechsel von einer Baureihe auf eine andere nur wenig umstellen. Die Einheitlichkeit macht es auch den Service-Mitarbeitern einfacher, den Kunden schnell zu helfen. Und schließlich lassen sich bei den „Gleichteilen“ höhere Stückzahlen und mithin Skaleneffekte realisieren. Daher setzt CMZ auch darauf, die Baureihen während der Produktlaufzeit von zwölf bis 15 Jahren nur in Details zu verändern, was sich zudem in sehr hoher Zuverlässigkeit niederschlägt.
So wird beispielsweise die nächstgrößere Baureihe TL seit Mitte der 90er Jahre gefertigt: eine Maschine mit oder ohne Gegenspindel in Flachführungsbauweise mit handgeschabten Gegenführungen, handgeschabten Leisten etc. „Eine Maschine, die, obwohl sie in die Jahre gekommen ist, immer noch zu den genauesten auf dem Markt zählt“, lobt Süßmann. „Einige CMZ-Kunden können auf zehn Jahre alten Maschinen dieser Reihe noch auf 2 mü genau hartdrehen.“
Über der TL-Reihe folgt die universelle Baureihe TC, deren Stärke in der Schwerzerspanung liegt. Die Maschinen gibt es in 800er oder 1350er Version. Je nach Ausführung bieten sie einen Spindeldurchlass von 46 bis 95 mm. Die Leistungen reichen von 15 bis 48 kW. Verfügbar sind die TC-Maschinen mit oder ohne Gegenspindel, mit oder ohne Y-Achse, mit 16- oder 12fach-Revolver.
TX-Modellreihe mit bis zu drei Revolvern
Im Herbst zur AMB wird CMZ mit den TX-Maschinen die neueste Baureihe vorstellen: In der letzten Ausbaustufe kann eine TX-Maschine bis zu drei Revolver und drei Y-Achsen mit Gegenspindel besitzen und ist mit Roboterladung über eigens entwickelte Gantry-Systeme ausgestattet. Süßmann kündigt an: „Die Maschine wird durch die Fanuc-High- end-CNC-Steuerung der Serie 30i-TA kontrolliert, die mit ihrer Leistungsfähigkeit für solch komplexe Maschinen prädestiniert ist.“
Alle Baureihen gibt es auch in automatisierter Version mit selbst entwickeltem Portalroboter. Im Gantry sind wiederum Fanuc-Motoren verbaut, die sich über die Fanuc-Steuerung relativ einfach mit Makros programmieren lassen. „Das Schöne ist, dass ich das einfach über Softkeys auf dem Bildschirm darstellen kann. Wenn ich einen zweiten Kanal brauche, lege ich einen zweiten Kanal dahinter“, hebt der CMZ-Deutschland-Chef hervor. Durch diese Kombination entstehe „ein komplettes, für den Bediener unglaublich einfaches Paket“.

Spanischer Marktführer baut Deutschland-Geschäft aus
Die CMZ Machinery Group SA mit Sitz im spanischen Zaldibar stellt ausschließlich CNC-Drehmaschinen her und gilt als Marktführer in Spanien. Gegründet wurde das Unternehmen 1948 als Hersteller mechanischer Bauteile. Es folgte die Ausweitung auf Werkzeugmaschinen für die metallverarbeitende Industrie. 1985 folgte die erste CNC-Maschine, seit 1990 fertigt CMZ ausschließlich hochwertige CNC-Drehmaschinen. Aktuell wird das Unternehmen in dritter Generation von der Familie Zumarraga geführt. In den Werken nahe Bilbao sind etwa 170 Mitarbeiter tätig, weitere rund 50 Personen betreiben die Niederlassungen in Frankreich, Großbritannien und – neuerdings – in Deutschland (Stuttgart). Dort sind derzeit sieben Mitarbeiter in Service und Vertrieb beschäftigt.
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