Partner realisieren neuartige Universalschleifmaschine zur Bauteil-Komplettbearbeitung Schleiftechnik nach Maß für präzise Spindelkomponenten

Partner realisieren neuartige Universalschleifmaschine zur Bauteil-Komplettbearbeitung

Schleiftechnik nach Maß für präzise Spindelkomponenten

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Der Präzisionsspindelhersteller Weiss aus dem bayerischen Maroldsweisach investiert für die Produktion nach höchsten Qualitätsstandards kontinuierlich in innovative Fertigungstechnik. Ein aktuelles Beispiel dafür ist eine Universalschleifmaschine zur Komplettbearbeitung von Spindelkomponenten, die in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit der Werkzeugmaschinenfabrik Wema Glauchau GmbH und den Spezialisten von Siemens AG, Division Digital Factory, entstand.

Die technologische Herausforderung bestand in der Entwicklung eines Maschinenkonzeptes für präzises und wirtschaftliches Bearbeiten verschiedener komplexer Bauteile in unterschiedlichen Losgrößen. „Eine Standardlösung konnte diese Ansprüche nicht erfüllen“, beschreibt Andreas Müller, Leitung Einkauf und Logistik beim Siemens-Unternehmen Weiss Spindeltechnologie GmbH, den Kooperationsprozess. „Deshalb haben wir uns nach einem Partner umgesehen, der dieser komplizierten Aufgabe gewachsen war, und sind bei der Wema Glauchau fündig geworden.“

Die Wema Glauchau GmbH, ein Unternehmen der international agierenden Niles-Simmons-Hegenscheidt (NSH) Group mit Hauptsitz im sächsischen Chemnitz, verfügt über eine rund 90-jährige Erfahrung in der Schleifmaschinenproduktion. Seine hohe Entwicklungs- und Fertigungskompetenz für Universalschleifmaschinen und komplette Schleifbearbeitungszentren konnte die Wema bereits in mehreren Projekten für anspruchsvolle kundenspezifische Lösungen unter Beweis stellen.

„Mit der Entwicklung von Universalschleifmaschinen, die Innen- und Außenschleifprozesse schlüssig kombinieren sowie über integrierte automatische Werkzeugwechsel- und Messsysteme verfügen, haben wir in den letzten Jahren gezeigt, dass die hochpräzise Komplettbearbeitung komplexer Werkstücke in nur einer Aufspannung möglich ist“, so Wema-Geschäftsführer Ronald Krippendorf. Aus einem Baukasten heraus werden mechanische und elektrische Maschinenkomponenten kundenspezifisch konstruiert und zum Teil auch direkt im Unternehmen gebaut: „Gemeinsam mit dem Auftraggeber definieren wir Bedarfe und Einsatzgebiete. Damit wird jede Maschine zu einem kundenspezifischen System, welches sich mit einem optimalen Kosten-Nutzen-Verhältnis perfekt in vor- und nachgelagerte Prozesse integrieren lässt.“

Sichere Steuerungstechnik vereinfacht
Arbeitsprozesse

Die spezifische Schleif-Software für die Maschinen kommt ebenfalls aus dem eigenen Haus. Dabei setzen die Sachsen auf Automatisierungs- und Steuerungstechnik von Siemens. „Wir sind einer der Top-Schleifmaschinenhersteller, welcher die High-End-Steuerung von Siemens, Sinumerik 840D sl, einsetzt. Darauf sind wir stolz“, sagt Krippendorf. „Die Steuerung ist sehr sicher, hoch funktionell und nachhaltig.“ Besonders lobt der Firmenchef die Möglichkeit, die Steuerung weitgehend frei zu programmieren und somit eine eigene, für das Rundschleifen optimale Benutzeroberfläche zu schaffen, die dann auch noch kundenspezifisch variiert werden kann – eine große Arbeitserleichterung für den Endanwender.

„Als Umrichter, auf dessen Hardware die Steuerung bekanntlich läuft, kommen Sinamics S120 zum Einsatz“, berichtet Thomas Schott, Vertriebsingenieur bei Siemens in Chemnitz und Betreuer der Wema. Für die vielfältigen Aufgaben der Maschinen werden Servomotoren Simotics S-1FT7 der neuesten Generation eingesetzt. „Ein Kernelement des Antriebssystems Sinamics S120 ist die Systemschnittstelle Drive-Cliq“, so Schott. „Diese Schnittstelle ermöglicht die digitale Verbindung der Umrichterkomponenten mit den Motoren und Geber-Systemen. Ebenso sind die verbauten Weiss-Spindeln mit Drive-Cliq über die SMI24-Schnittstelle in das System mit eingebunden.“

Diese moderne Komponente kommt bei den Rundschleifmaschinen ebenso zum Tragen wie die integrierte Sicherheitstechnologie Safety Integrated von Siemens. „Die Schaltschränke übrigens bauen wir komplett bei Siemens in Chemnitz nach den Plänen von Wema“, ergänzt Schott, „und in der Regel können wir die Stückliste von Wema direkt aus unserem Baukasten umsetzen.“ „Die Zusammenarbeit mit Siemens läuft sehr gut“, bestätigt Krippendorf, „das betrifft auch den Service und die Ersatzteilversorgung. Wo immer wir einen neuen Markt betreten, Siemens ist schon da. Das ist für uns ein Mehrwert, auf den wir gerne zurückgreifen.“

Erfolgreich durch partnerschaftliche
Zusammenarbeit

Diese gewachsene Kooperation hat sich auch beim Projekt für Weiss wieder bewährt, welches auf Basis der Wema-Baureihe Wotan S3 U konzipiert wurde. Neben den bereits skizzierten Anforderungen war hier noch eine besondere Bedingung zu erfüllen. Sämtliche Spindeln in der Maschine sollten von Weiss sein. Insgesamt sind in der Anlage sieben Spindeln verbaut: die hydrostatisch gelagerte Werkstückspindel, die beiden Außenrundschleifspindeln sowie die Innenrundschleifspindel und die direktangetriebene Abrichtspindel.

„Selbstverständlich wurden diese Spindeln zur besseren Überwachung mit der SMI24-Schnittstelle ausgestattet“, so Georg Sauer, Business Development bei Weiss. All diese Entwicklungs- und Projektierungsaufgaben wurden in partnerschaftlicher Zusammenarbeit realisiert. „Wir haben von Wema eine Lösung zur Komplettbearbeitung in einem Umfang erhalten, den es in dieser Form kaum noch ein zweites Mal am Markt geben dürfte“, betont Andreas Müller, Leitung Einkauf und Logistik bei Weiss. „Zugleich steht die Maschine auch als Referenz für unsere eigene Arbeit.“

Siemens AG
www.siemens.com
AMB Halle 2 Stand B03

Weiss Spindeltechnologie GmbH
www.weissgmbh.com

Werkzeugmaschinenfabrik (Wema)
Glauchau GmbH
www.wema-glauchau.de
AMB Halle 6 Stand A51

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