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Heidenhain-CNC TNC7 weiterentwickelt

TNC7 bietet neue Funktionen und mehr Bedienkomfort für die werkstattorientierte Fertigung
Heidenhain treibt CNC-Entwicklung voran

Auf der AMB 2022 in Stuttgart hat Heidenhain die nächste Entwicklungsstufe seiner neuen CNC-Steuerungsgeneration TNC7 präsentiert. Die Software-Version 17 bietet weitere Funktionen, die das Arbeiten in der Werkstatt schneller, sicherer und angenehmer machen.

Intuitive, aufgabenorientierte und individuelle Bedienung zeichnet die TNC7 aus. Dafür sorgen viele smarte Funktionen, die die werkstattorientierte Fertigung in eine neue Dimension führen und die Heidenhain noch einmal weiterentwickelt hat.

Grafisches 6D-Einrichten von Werkstücken

Die TNC7 bietet neben dem grafischen Einrichten der Spannmittel jetzt auch die Möglichkeit, beliebige Werkstücke bis hin zu komplexen Freiformteilen mit Hilfe einer neuen Antastfunktion in kürzester Zeit grafisch einzumessen. Die CNC visualisiert dabei den gesamten Maschinenraum – mit Maschinenkomponenten, Spannmitteln, Werkzeugen und Werkstücken – für das einfache, prozesssichere Einrichten. Denn mit der kompletten 3D-Darstellung der Situation im Arbeitsraum unterstützt die Steuerung den Anwender während des Einrichtens bestmöglich.

Mit dem neuen grafischen 6D-Einrichten für Werkstücke muss der Anwender nicht mehr wissen, welche Antastfunktionen er in welcher Reihenfolge einsetzen muss. Die TNC7 unterstützt ihn beim Einmessen Schritt für Schritt. Der Anwender spannt zuerst in der Realität das Werkstück in sein Spannmittel ein. Anschließend wählt er an der Steuerung ein passendes 3D-Modell seines Werkstücks aus und positioniert es virtuell grob in der Spannvorrichtung. Schon während dieses Arbeitsschritts zeigt die CNC an, dass der Taster das Werkstück erkennt.

Die TNC7 führt den Anwender dann anhand des virtuellen Abbilds auf dem Touchscreen mit Hilfe von Pfeilen durch die einzelnen Antastvorgänge. Ein grüner Pfeil auf dem Bildschirm signalisiert dem Anwender, dass er einen sinnvollen Antastvorgang starten kann. Er muss dann nur noch die NC-Start-Taste drücken. Außerdem zeigt eine einfache Ampelgrafik an, ob die tatsächliche Position des Werkstücks einschließlich Drehungen bereits vollständig erfasst ist und der Bezugspunkt gespeichert werden kann. Ist das Werkstück komplett erfasst kann die Bearbeitung gestartet werden.

Diese neue Funktion ermöglicht es so einerseits auch weniger erfahrenen Bedienern, ein einfaches Rohteil schnell und sicher einzurichten. Andererseits können auch komplexe Roh- und Freiformteile, bereits vorbearbeitete Frästeile, Guss- oder Schweißteile ausgerichtet werden. Möglich wird dies, weil Rundachsen nun auch innerhalb der Antastfunktion verstellt werden können.

Komfortabel programmieren mit NC-Bausteinen

Für komfortables Arbeiten sorgen die neuen NC-Bausteine der TNC7. Mit ihnen kann der Anwender beliebige Abschnitte aus NC-Programmen, die er häufig verwendet, speichern und diese jederzeit ganz einfach wieder in neue Programme einfügen. Das können z. B. die notwendigen Sätze sein, um „Bearbeitungsebene schwenken“ zu aktivieren, aber auch komplette Funktions- oder Technologieabschnitte. So kann der Anwender für OCM (Optimized Contour Milling), das Wirbelfräsen der nächsten Generation, Kombinationen aus verschiedenen Zyklen und Werkzeugen hinterlegen und jederzeit wieder abrufen. Das erleichtert und beschleunigt die alltägliche Programmierung in der Werkstatt deutlich.

Aber auch Technologiedaten, z. B. für das Erstellen von Gewinden, kann der Anwender als NC-Bausteine ablegen – inklusive Werkzeugen und Zyklus. Dazu markiert er einfach in einem erstellten NC-Programm den gewünschten Teil und speichert ihn durch den Befehl „NC-Baustein anlegen“ unter einem frei wählbaren Dateinamen ab. Wenn sich Prozesse verändern, können so erstellte NC-Bausteine jederzeit erweitert und angepasst werden.

Intelligentes Programmieren

Die TNC7 ergänzt die vertraute Programmierung im Klartext um smarte Funktionen sowie um die neu entwickelte grafische Programmierung. Der Anwender zeichnet Konturen direkt am Touchscreen. Die Steuerung übersetzt und speichert die Zeichnung in der dialoggeführten TNC-Programmiersprache Klartext. Auch Zyklen und bestehende Konturprogrammierungen sind weiter nutzbar – natürlich ebenso vorhandene NC-Programme.

So begleitet die TNC7 den gesamten Fertigungsprozess von der Idee bis zum fertigen Werkstück mit durchdachten Lösungen – etwa mit einem äußerst vielfältigen Zyklenpaket, intelligenten Antastfunktionen und dem grafisch geführten Einmessen von Spannmitteln. Der neue, hoch performante Editor erlaubt die schnelle und sichere Bearbeitung auch komplexer NC-Programme. Die Visualisierung von Werkstück und Arbeitsraum erleichtert dabei den Alltag. Und Programmsimulationen sind ohne Betriebsartenwechsel jederzeit möglich.

Maßgeschneiderte Benutzeroberfläche – jetzt neu mit Dunkelmodus

Die Benutzeroberfläche der TNC7 ist darauf ausgelegt, dass der Anwender im Arbeitsalltag schnell zum bestmöglichen Ergebnis kommt. Damit er z. B. auch bei schwierigen Lichtverhältnissen entspannt an seiner Steuerung arbeiten kann, verbessert der neue Dunkelmodus die Les- und Sichtbarkeit am Touchscreen der CNC. Weil unterschiedliche Aufgaben auch darauf abgestimmte Arbeitsumgebungen erfordern, können Anwender den Bildschirminhalt außerdem ganz nach ihren jeweiligen Wünschen und Vorlieben anpassen, z. B. über individuelle Favoriten und ein eigenes Home-Menü für den Schnelleinstieg. So sind alle Informationen und Funktionen immer genau da, wo sie benötigt werden.

Dabei bietet das formularbasierte und dialoggeführte Nutzer-Interface hohen Bedienkomfort bei optimaler Orientierung. Das Arbeiten geht am Touchscreen präzise und flüssig von der Hand. Dank der hohen Bediendynamik reagiert die Steuerung verzögerungsfrei auf die Eingaben. Eine neu entwickelte Tastatur mit verbesserter Mechanik und optimiertem Druckpunkt macht klassische Eingaben ebenfalls komfortabler und sicherer.

Fortschrittliches Design

Die TNC7 definiert das Design zukünftiger Steuerungsgenerationen von Heidenhain. Dabei ist nicht nur das Look-and-Feel auffallend neu. Neben hochwertigen Hardware-Komponenten bietet die Steuerung vor allem ein fortschrittliches und individuell an die Anforderungen des jeweiligen Anwenders anpassbares Nutzer-Interface. Auch die Bedienung wurde von Grund auf neu entwickelt. Programmerstellung, Einrichten oder Vermessen des fertigen Teils – die TNC7 unterstützt den Anwender in jeder Situation. Und bietet mit einem umfangreichen Funktionenpaket hohe Flexibilität bei der Arbeit.

Dynamische Kollisionsüberwachung DCM: die nächste Generation

Rundumschutz für die Maschine durch die Überwachung von Maschinenelementen, Werkzeugen und Spannmitteln – dafür bietet die TNC7 die nächste Generation der dynamischen Kollisionsüberwachung DCM (Dynamic Collision Monitoring). Diese schützt nicht nur vor Kollisionen zwischen Maschinenteilen und Werkzeugen. Auch Spannmittel können in 3D-Formaten importiert, überwacht und mit einer neuen Funktion grafisch unterstützt eingemessen werden. Diesen Kollisionsschutz bietet die Steuerung sowohl im manuellen als auch im Automatikbetrieb. Mögliche Kollisionen können zudem bereits vor der Bearbeitung im Programmtest erkannt werden. Dazu stellt die TNC7 die Situation im Arbeitsraum mit Werkstück, Werkzeug und Spannmitteln in einer hochauflösenden 3D-Ansicht detailgetreu nach.

TNC-Komponentenüberwachung schützt die Werkzeugmaschine

Die TNC-Komponentenüberwachung ist eine Toolbox, über die Maschinenhersteller umfangreiche Überwachungsfunktionen realisieren können. So bietet sie im laufenden Betrieb z. B. Schutz für das Spindellager vor Überlastung oder erkennt zunehmenden Verschleiß von Komponenten im Antriebsstrang. Außerdem liefert sie wertvolle Daten über die tatsächliche Belastung der Maschine für die Planung von Wartungsmaßnahmen im Rahmen von Predictive Maintenance und für die Bewertung der Prozessfähigkeit. Mit der TNC-Komponentenüberwachung kann beispielsweise der Verschleiß der Kugelumlaufspindel erfasst und angezeigt oder sogar vor Überlastung der Spindel gewarnt werden.

TNC-Prozessüberwachung: zuverlässig fertigen

Die steuerungsintegrierte TNC-Prozessüberwachung erkennt zuverlässig Prozessstörungen anhand von Abweichungen gegenüber einer Referenzbearbeitung. Der Anwender steuert die Überwachung per Klartext-Syntax und über eine intuitive Benutzerschnittstelle. Die Prozessüberwachung kommt ohne zusätzliche Sensorik aus und sorgt für eine gesicherte Prozessqualität. Das ermöglicht eine komfortable Kontrolle des Prozessergebnisses und gleichzeitig die Absicherung der Produktivität durch umfangreiche Reaktionsmöglichkeiten wie das Einwechseln eines Schwesterwerkzeugs.

Dr. Johannes Heidenhain GmbH
www.heidenhain.de



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