Lohnfertiger Berger erhöht die Reaktionsfähigkeit mit Rotationsladesystem

Große Effizienz für kleine Serien

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Die Automation einer Kleinserienfertigung stellt spezielle Anforderungen hinsichtlich Arbeitsprozess, Logistik und Verfügbarkeit. Die Berger-Gruppe hat mit der Einführung des Liebherr-Rotationsladesystems (RLS) am Standort Wertach reagiert. Damit ist der Lohnfertiger in der Lage, die Bedürfnisse der Kunden flexibler, schneller und wirtschaftlicher zu erfüllen.

„Die Märkte sind schnelllebiger geworden“, erklärt Werksleiter Helmut Berger. „Deshalb müssen wir uns im Sinne der Kunden immer kurzfristiger auf sich ändernde Marktsituationen einstellen.“ Die Bauteile – komplexe Komponenten für innovative Hydraulikaggregate – sind dabei mit unterschiedlichen Bohrungen und Gewindeauslegungen überaus variantenreich. Auch der Fertigungsprozess selbst gestaltet sich anspruchsvoll.

Am überwiegend im Auftrag von Maschinenbauern fertigenden Standort in Wertach (Allgäu) erkannte man das Potenzial, das eine passende Automationslösung bieten könnte. Das Unternehmen beschloss, bei der Produktion von Kleinserien und Einzelstücken auf das Rotationsladesystem RLS 800 von Liebherr zu setzen. Mit 24 möglichen Speicherplätzen verfügt das System über eine besonders hohe Speicherdichte pro Aufstellfläche – bei geringem Platzbedarf. Zusätzlich erlaubt die Form des Speichermoduls das Andocken eines weiteren Bearbeitungszentrums. Dank des modularen Baukastensystems kann die Automatisierungseinrichtung schnell auf die jeweils aktuellen Bedürfnisse in der Produktion angepasst werden.
„Unser Fokus lag vor allem auf der Reduzierung von kostspieligen Rüstzeiten“, erklärt Abteilungsleiter Philipp Schneider. „Maschinenseitig ging es um den deutlichen Ausbau des Werkzeugmagazins.“ So wurde das Werkzeugmagazin auf Wunsch von 80 auf insgesamt 320 Plätze erweitert. Darüber hinaus sollten es die modularen, je nach Anforderung auslegbaren Regalspalten ermöglichen, selbst individuelle Kundenwünsche zeitnah zu bedienen.
Kooperation in beide Richtungen
Die Vorrichtung wurde universell gestaltet, um möglichst flexibel zu sein. Beim Anbinden an die Bestandslösung arbeitete man intensiv mit dem Fräsmaschinenhersteller Heckert zusammen. Gemeinsam klärte man so die Schnittstellen zwischen beiden Systemen. Bis heute besteht ein enger Kontakt zwischen dem Standort und dem Liebherr-Team.
Für die Mitarbeiter war die Einführung des RLS ein Meilenstein, denn die Bediener arbeiten gerne an ihrem neu gestalteten Arbeitsplatz. Weil der integrierte Rüstplatz gleich neben der Bedienerseite der Maschine liegt, entfallen viele unnötige Wege. Das spezielle Design des Automationssystems macht es gut zugänglich. Durch die intuitive Steuerung lassen sich per Drag-and-Drop die gewünschten Funktionen bequem aufrufen. Wie das gesamte System ist auch die Software modular aufgebaut. Auf dem Grundpaket satteln verschiedene weitere Zusatzpakete auf. Neue Anwendungsfälle kann Liebherr daher prozesssicher realisieren – ohne besonderen Änderungsbedarf beim Rechner.
Rüstzeiten deutlich reduziert
Die Umstellung auf das RLS bei Kleinfertigungen zahlt sich für Berger besonders in Sachen Effizienz, Kundenorientierung und Lieferfähigkeit aus. So ist das Unternehmen aufgrund der neu gewonnenen Flexibilität in der Lage, selbst auf sehr kurzfristige Nachfrageveränderungen direkt zu regieren.
Das RLS hat zudem Rüstzeiten deutlich gesenkt. Die Optimierung der Prozesskette erlaubt bessere Planbarkeit und damit einen gezielteren Einsatz von Ressourcen. Der Bediener kann die Laufzeit der Maschine für andere Aufgaben in der Produktion nutzen – die Rüstkosten gehen daher nicht in den Maschinenstundensatz ein. Auch eine mannlose dritte Schicht wäre problemlos möglich. Zudem konnte Berger seine Lagerbestände verringern. Unter dem Strich wird sich die Anschaffung bereits in vergleichsweise kurzer Zeit amortisiert haben. ■
Liebherr Verzahntechnik GmbHwww.liebherr.com AMB Halle 8 Stand C71
Berger Holding GmbH & Co. KGwww.aberger.de

Big Player bei Präzisionsteilen
1955 von Alois Berger gegründet, hat sich die Berger Gruppe zum weltweit größten Hersteller von Präzisionsdreh- und Frästeilen im Familienbesitz entwickelt. Heute beliefert Berger namhafte Unternehmen aus aller Welt mit hoch präzisen, komplexen, einbaufertigen Dreh-, Fräs- und Schleifteilen – von 2 bis 1800 mm Durchmesser und bis zu einer Länge von 3000 mm – sowie Baugruppen, Kugelgewindetriebe und Motorspindeln. Als global agierender Full-Service-Lohnfertiger verfügt die Berger Holding mit Firmensitz in Memmingen über einen hochmodernen Maschinenpark mit über 800 Maschinen/Anlagen und beschäftigt 2400 Mitarbeiter in zehn Werken in fünf Ländern.


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