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Fünf Muttern und Bolzen in einem Hub

Hohe Produktivität gepaart mit Bedienkomfort und Sicherheitsstandards
Fünf Muttern und Bolzen in einem Hub

Verarbeitende Industrien und deren Zulieferer setzen heute bevorzugt auf Komplettlösungen aus einer Hand – vor allem in der Automobilbranche. Aus diesem Grund hat sich der Systemanbieter FFT Produktionssysteme eine Stand-alone-Lösung von Tox Pressotechnik ins Haus geholt, die sich durch eine hohe Prozesssicherheit bei gleichzeitig hoher Produktivität auszeichnet.

Um den immer komplexer werdenden Anforderungen in der verarbeitenden Industrie gerecht werden zu können, vereinen sich bei der Tox Pressotechnik GmbH & Co. KG sämtliche Disziplinen für komplette Produktions- und Montagelösungen. Angefangen von der Rund-Punkt-Blechverbindungstechnik über Verfahren zum Setzen von Nieten und Einbringen von Funktionselementen bis hin zu pneumohydraulischen sowie elektromechanischen Presskraftantrieben und weitergehend kompletten Pressen- und Produktionsmaschinen. Es wird, inklusive Steuerungen, Produktionsüberwachungstechnik und Software, alles geboten, um Anwender aus einer Hand komplett bedienen zu können.

Davon ließ sich auch die FFT Produktionssysteme GmbH & Co. KG überzeugen, als es um eine Fertigungsanforderung für einen asiatischen Automotive-Hersteller ging. Die knifflige Aufgabe lautete, in der Serienfertigung von PKW-Stirnwänden in einem Arbeitsgang fünf Muttern und Bolzen einzupressen.

Kompatible Standardkomponenten

Die Ingenieure von Tox Pressotechnik griffen dafür tief in ihren Baukasten und offerierten auf Basis einer Standardpresse eine Komplettlösung als Stand-alone-Arbeitsplatz. Diese besteht aus einer 4-Säulen-Presse MAG 200 mit geführter 4-Säulen-Stößelplatte, einem pneumohydraulischen Antrieb Tox-Kraftpaket X-K 170 und einem Tox-Universal-Untergestell zur Aufnahme des Pressensystems sowie der Versorgungs- und Steuerungseinheiten. Ferner einem 5-Punkt-Einpresswerkzeug, einer Sprüheinrichtung, einer Sicherheitssteuerung STE-328 und schließlich fünf Einpressüberwachungen EPW 400.

Die Presse bietet zwischen den Säulen einen Werkzeugeinbauraum von 1500 mm (x-Achse) bzw. 650 mm (y-Achse) sowie bei eingebautem Werkzeug eine Werkzeugöffnung von 190 mm. Damit ist gewährleistet, dass die PKW-Stirnwände und die zu setzenden Muttern und Bolzen ungehindert und schnell ins jeweilige Ober-/Unterwerkzeug eingelegt werden können. Das Unterwerkzeug des eingebauten 5-Punkt-Werkzeugs ist mit Bauteil-Einweisern, Bauteil-Aufnahmen und Bauteil-Abfragesensoren sowie u. a. drei Matrizenaufnahmen, Matrizen für Einpressbolzen und zwei Matrizenaufnahmen plus Matrizen für Einpressmuttern ausgestattet. Das Oberwerkzeug besitzt zwei Vakuum-Elementaufnahmen für Einpressmuttern sowie drei Stempelaufnahmen und Druckstempel für Einpressbolzen.

Für das Einbringen der Muttern und Bolzen in die PKW-Stirnwände mit 0,8 mm Dicke stellt der pneumohydraulische Presskraftantrieb max. 1627 kN (bei 6 bar Luftdruck) zur Verfügung, sodass genügend Reserven für weitere Einpress- oder Bearbeitungsoperationen vorhanden sind. Der kompakte Antrieb vom Typ Tox-Kraftpaket X-K 170 arbeitet zudem mit einer Eilkraft von 40 kN (Gesamthub 200 mm, davon 190 mm schneller Zustellhub und 10 mm Krafthub) sowie einer Rückstellkraft von 25 kN, wobei er beim Rückhub zusätzlich von zwei pneumatischen Rückhubzylindern unterstützt wird, um die unproduktiven Nebenzeiten so gering wie möglich zu halten.

Produktivität, Bedienkomfort und Sicherheit

Für eine höchstmögliche Prozesssicherheit ist das 5-Punkt-Werkzeugsystem mit einer Sprühvorrichtung versehen und die fünf Einpressstationen weisen jeweils eine eigene Sensorik zur Prozessüberwachung auf. Die Einpressüberwachung EPW 400 bietet sechzehn digitale Eingänge und acht digitale Ausgänge, sodass die Messdaten und Informationen der fünf dezentralen Messstationen in nur einem System verarbeitet werden können. Das gesamte Pressensystem ist dreiseitig eingehaust und vor dem Zugang von Drittpersonen geschützt; die Belade-/Entnahmeseite ist durch Schutzabdeckungen und ein begehbares Lichtschutzgitter gesichert. Die Systemsteuerung und -überwachung übernimmt die Sicherheitssteuerung STE-328, die über die beiden Betriebsarten Einhandstart und Tippbetrieb/Einrichtbetrieb individuell zu bedienen ist.

Das gesamte Pressensystem wurde mit Originalmaterial zunächst im Werk Weingarten abgenommen. Nach der Auslieferung erfolgten vor Ort die Inbetriebnahme und Schulung.

Tox Pressotechnik GmbH & Co. KG
www.tox-pressotechnik.com



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