Forschungskooperation entwickelt Anschlusslösungen für die vernetzte Produktion „Plug & Produce“ macht Fertigung flexibel

Forschungskooperation entwickelt Anschlusslösungen für die vernetzte Produktion

„Plug & Produce“ macht Fertigung flexibel

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Die Stuttgarter Lapp Gruppe arbeitet mit dem Deutschen Forschungsinstitut für künstliche Intelligenz (DFKI) in der Technologie-Initiative Smart Factory KL e.V. zusammen. Der Spezialist für Kabel- und Verbindungstechnik übernimmt dabei die Modulpartnerschaft für ein Produktionsmodul der Forschungs- und Demonstrationsplattform, in dessen Rahmen innovative Verkabelungs- und Anschlusslösungen für Datenleitungen getestet werden.

Die Smart Factory KL ist eine Demonstrationsfabrik, in der Forscher des DFKI die Technologien für die „vierte industrielle Revolution“ in einer realitätsnahen Produktionsumgebung einsetzen (siehe Kasten). Mit den gewonnenen Erkenntnissen möchte man der Vision der Industrie 4.0 näher rücken, in der wandlungsfähige Fabriken stark individualisierte Produkte herstellen. Flexibilität und Fertigung mit Losgröße 1 sind die Hauptziele der Industrie 4.0, in der Unternehmen ressourceneffizient und ergonomisch produzieren und ihre Kunden und Geschäftspartner dynamisch in die Wertschöpfungsprozesse integrieren.

Technologische Grundlage dieser Vision ist das Internet der Dinge. Es verbindet cyber-physische Systeme, also intelligente Objekte mit eingebetteter Hardware und Software, in einem globalen Netzwerk. Nach Ansicht der Forscher wird sich die stark elektrotechnisch und hierarchisch geprägte Welt der Fabrikautomatisierung zu smarten Fabriknetzwerken mit untereinander kommunizierenden Produktionsanlagen wandeln. Die Lapp Gruppe sieht diesen Trend und forscht daher aktiv an der Entwicklung und Erprobung wegweisender Produkte und Lösungen für die steigenden Anforderungen eines sich wandelnden industriellen Umfelds.
Kommunikation wird immer wichtiger
„Die Smart Factory KL freut sich sehr, die Lapp Gruppe als Partner begrüßen zu können und so das wichtige Thema Konnektivität optimal zu besetzen“, so Prof. Dr. Detlef Zühlke, Wissenschaftlicher Direktor des DFKI. „Anlagen werden künftig per Plug and Play wie Bausteine aufgebaut werden. Dazu bedarf es innovativer Lösungen in der multifunktionalen Verbindungstechnik.“ Kommunikation werde eine immer größere Rolle in industriellen Fertigungsprozessen spielen und in Feldgeräten sowie insbesondere in Sensoren und Aktoren Anwendung finden. In diesem Kontext würden neue Verkabelungs- und Anschlusslösungen für Datenleitungen erforderlich.
„Industrie 4.0 wird aus Sicht der Verkabelungstechnik unter anderem bedeuten, dass Ethernet-Verbindungen zunehmend auch bis in die Sensor-Aktor-Ebene vordringen“, bestätigt Ralf Moebus, Produktmanager Automation & Networks bei der Lapp Gruppe. „Damit gehen neue Anforderungen an die Belastbarkeit der Verbindungstechnik einher. Für manche Anwendungsfälle haben wir heute schon komplette Anschlusslösungen – zum Beispiel unsere Etherline FD Cat.6A-Leitung in Verbindung mit dem X-codierten M12-Datensteckverbinder für hochauflösende Kameras in bewegten Anwendungen.“
Antriebsssysteme werden dezentral
Ein anderer starker Trend geht laut Moebus hin zu dezentralen Antriebssystemen. Dafür seien zunehmend Hybridleitungen gefragt, die Spannungsversorgung und Datenübertragung zugleich übernehmen. „Und schließlich ergeben sich mit der umfassenden Vernetzung auch neue Möglichkeiten etwa für die Wartung. Wir könnten zum Beispiel RFID-Chips in unsere Kabel integrieren. Im Fall eines Austauschs könnte der Servicetechniker direkt die genauen Daten des Kabels einscannen und über unseren E-Shop die entsprechende Bestellung auslösen.“
U.I. Lapp GmbH www.lappkabel.de
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) www.dfki.de

Demo-Fabrik für Visionäre
Die Smart Factory KL ist eine in Europa einzigartige Technologieplattform, die eine Brücke zwischen akademischer Forschung und wirtschaftlicher Anwendung moderner Industrieanlagentechnik schlägt. Der Technologieinitiative gehören derzeit neun Industrie- und drei Forschungspartner an. Daneben unterstützen diverse Sponsoren aus der Industrie die Initiative mit Komponenten und Dienstleistungen. Als erste herstellerneutrale, europäische Demo-Fabrik dient sie der Entwicklung, Anwendung und Verbreitung innovativer Industrieanlagentechnik in unterschiedlichen Wirtschaftsbranchen. Dazu steht neben einer professionellen Plattform eine hybride Demonstrationsanlage auf 200 qm zur Verfügung.
Die Vision der Smart Factory KL ist:
beliebig modifizierbar und erweiterbar (flexibel),
verbindet beliebige Komponenten verschiedener Hersteller (vernetzt),
ermöglicht ihren Komponenten kontextbezogene Aufgaben selbstständig zu übernehmen (selbstorganisierend) und
legt Wert auf die Nutzerfreundlichkeit der Systeme (nutzerorientiert).
Weitere Informationen unter www.smartfactory-kl.de
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