Durchgängige Steuerungstechnik in Ausbildung und Produktion

Kernkompetenz Betriebsmittelbau

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Mit gut strukturierten Fertigungsprozessen beliefert der Betriebsmittelbau bei Blum die Produktion. Der Hersteller von Möbelbeschlagsystemen setzt dabei auf fortschrittliche Ausbildung sowie eine durchgängig digitale Abbildung aller Arbeitsabläufe. Im Maschinenhersteller Kunzmann sowie im Steuerungsspezialisten Heidenhain haben die Österreicher die passenden Partner dafür gefunden.

„Werkzeuge kann man nur gut bauen, wenn man es selbst beherrscht“, so Gerhard Gorbach, Leiter des Betriebsmittelbaus der Blum GmbH mit Sitz in Höchst am Bodensee. Der Hersteller von Möbelbeschlagsystemen sorgt dafür, dass alles getan wird, damit die technologische Kompetenz sowohl erhalten als auch gesteigert wird. Dazu spielen mehrere Faktoren mit: Eine fortschrittliche Ausbildung, eine straffe Organisationsstruktur mit durchgängig digitaler Abbildung aller Arbeitsabläufe und Partner, die dazu passen. Blum setzt für die Ausbildung unter anderem Fräsmaschinen der Firma Kunzmann ein und hat sich für den durchgängigen Einsatz von Heidenhain-Steuerungen im Bereich Fräsen entschieden.

Kernkompetenz aufzubauen, beginnt schon bei der Ausbildung. Die logische Konsequenz: Das eigene Know-how an Auszubildende weiterzugeben und sich damit eine gute Zahl an qualifizierten Facharbeitern sichern. Denn im Betriebsmittelbau werden die Fachkräfte mit besonders vielfältigen Fertigungsaufgaben konfrontiert. Der Einsatz der Heidenhain-Steuerungen in der Ausbildungswerkstatt sowie im Werkzeugbau ist dabei Konzept: Vom Einstieg mit der „kleinen“ TNC 124 Streckensteuerung in der Ausbildung bis zur Werkstattprogrammierung an einer iTNC 530 im Betriebsmittelbau bleiben die Mitarbeiter in der Heidenhain-Welt. Die Durchgängigkeit macht es den Maschinenbedienern leicht, mit komplexen Fertigungsaufgaben umzugehen.
Top Performance mit perfekten Strukturen
Die Ausbildung ist fachlich-organisatorisch an den Betriebsmittelbau angegliedert. Beide Abteilungen verfügen über die gleiche Struktur. So lernen die Auszubildenden gleich den typischen Arbeitsablauf: Arbeitspläne lesen, Zeitrückmeldungen machen, genauso wie die Facharbeiter das im Betriebsmittelbau tun. Heidenhain-Steuerungen unterstützen die schnelle und flexible Teilefertigung und sorgen für eine klare Linie. Sowohl der einfache Wechsel von Klartext-Programmierung auf DIN/ISO-Programmierung als auch die unkomplizierte Handhabung der Steuerung passt in die vielfältige Struktur der Fertigungsprozesse.
Der mit 270 Mitarbeitern recht starke Betriebsmittelbau ist wie ein Produktionsbetrieb organisiert, muss aber im Kern wie ein Werkzeugbau funktionieren. „Wir betreiben Einzelteilfertigung“, erklärt Gorbach, „arbeiten aber von der Konzeption her wie eine Serienfertigung, was die Automation betrifft.“ So aufgestellt kann sehr schnell gefertigt werden, denn die Durchlaufzeit ist der entscheidende Faktor. Mit den hier gefertigten Teilen wird die Produktion bedient, und die darf nicht zum Stehen kommen.
Klare Steuerungs-Entscheidung
Mitte 1999 fiel die Grundsatzentscheidung für Heidenhain. Die 5-Achs-Bearbeitung im Betriebsmittelbau von Blum schritt voran, da war eine Steuerung gefragt, die es dem Maschinenbediener einfach macht, mit der Komplexität des Zerspanungsprozesses umzugehen. BMB-Leiter Gorbach spricht von „sympathischen Vorteilen“. Die Heidenhain TNC 426, die damals eingesetzt wurde, machte das Einrichten und Vermessen des Werkstücks im Bearbeitungsraum besonders einfach. Außerdem überzeugte die Bedienerfreundlichkeit der Klartext-Programmierung, besonders in der Ausbildung.
Der Wunsch nach Durchgängigkeit führte dazu, dass nach und nach alle Fräsmaschinen, von der Ausbildungsabteilung angefangen bis zum Werkzeugbau, durchgängig mit Heidenhain-Steuerungen ausgestattet wurden. „Das passt in unsere Struktur“, betont Gorbach. Heute holt eine Heidenhain-Steuerung mit ihrer abgestimmten Bewegungsführung alles aus dem NC-Programm. Damit stimmen die Qualität der Oberflächen und die geforderte Maßhaltigkeit der Werkstücke. Heidenhain-Steuerungen sind offen für jegliche in CAM-Systemen erstellten NC-Programme. In die mit Camworks erstellten Programme müssen die Facharbeiter immer mal wieder eingreifen, wenn es um technologische Optimierungen während der Bearbeitung geht. Da kommt es den Werkern gerade recht, wenn die Bedienerführung einfach und der Zeitgewinn groß ist.
Bei der Prototypenfertigung im Betriebsmittelbau werden knifflige Bearbeitungsaufgaben gestellt. Die Facharbeiter erleichtern sich die Programmerstellung mit den speziellen Funktionen der iTNC 530 und reizen damit die Leistungsfähigkeit der Steuerung voll aus. Der Werker Rupert Wilhelmi erklärt an einem Beispiel, wie einfach Teilkonturen, die z. B. aus CAM-Systemen generiert werden, direkt an der iTNC 530 mittels Q-Parameter-Programmierung zu neuen Programmen vervollständigt werden können: Bei der Fertigung eines speziellen Zahnrades wird nur ein Teil des CAM-generierten NC-Programms benötigt, in diesem Fall eine einzelne Zahnflanke. Über die Klartext-Programmierung werden nur noch Geometrie- und Nullpunktdaten eingegeben, und die Steuerung errechnet das vollständige Zahnrad. Das spart enorm Zeit. Bei flexiblen Geometrieänderungen, die im Musterbau an der Tagesordnung sind, werden wiederum nur Teilprogramme ausgetauscht, den Rest erledigt die Steuerung. Sympathisch sind ihm auch die Bearbeitungszyklen, wie die SL-Zyklen, weil in der Werkstatt die Programmerstellung von komplexeren Konturen dadurch deutlich vereinfacht wird.
Mit Motivation gelingt Außergewöhnliches
Blum bildet im Ausbildungszentrum Höchst jedes Jahr ca. 60 Jugendliche aus, die schon ab dem zweiten Halbjahr ihrer Lehre dem Betriebsmittelbau zuarbeiten. Die Auszubildenden zu motivieren, ist Blum wichtig. Denn hohe Motivation führt zu außergewöhnlichen Leistungen: Zum Beispiel die Teilnahme an den zweijährlich stattfindenden Berufsweltmeisterschaften, den World Skills. Einen hervorragenden 5. Platz errang dieses Jahr in London Patrick Fröwis, Polymechaniker im 4. Lehrjahr. Gefräst wurde auf einer WF 400 M Universal Fräs- und Bohrmaschine der Firma Kunzmann, ausgestattet mit einer Heidenhain TNC 124. An dieser Maschine wird auch in der Ausbildung gearbeitet. Für diesen Wettbewerb sponserte der süddeutsche Maschinenhersteller Kunzmann 11 Maschinen – ein bemerkenswertes Engagement für ein mittelständisches Unternehmen.
„Wir sind schnell und zuverlässig“, so das Fazit von BMB-Leiter Gorbach. Mit gut strukturierten Fertigungsprozessen beliefert der Betriebsmittelbau bei Blum die Produktion. Werkzeuge und Betriebsmittel werden taggenau geliefert. Das gelingt, wenn viele Parameter stimmig zusammenkommen: Eine vollständig digital abgebildete Organisation, engagierte Facharbeiter und die Konzentration auf Zerspanungs-Technologien. Im Mittelpunkt stehen dabei die bedienerfreundlichen Heidenhain-Steuerungen, die zu genauen Fertigungsergebnissen führen.
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