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Fanuc: Robocut-Drahterodiermaschinen verbessert

Drahterodiermaschinen mit überarbeitetem Maschinenkonzept und neuer Kinematik
Fanuc zeigt Innovationen für die Robocut

Zwei Maschinen aus der neuen Robocut CiC-Baureihe von Fanuc haben im September ihre AMB-Premiere gefeiert. Die Drahterodiermaschinen basieren auf einem überarbeiteten Maschinenkonzept und neuer Kinematik. Dank dieser und einer Reihe weiterer Innovationen bietet die Robocut α-CiC Serie ein höheres Niveau an Zuverlässigkeit, Schnittgeschwindigkeit, Oberflächengüte und Maßgenauigkeit.

Anhand von zwei Live-Demonstrationen stellte Fanuc auf der Messe zusammen mit Systempartnern Leistungsfähigkeit und Einsatzvielfalt vor. In der Sonderschau „Smart Factory“ am Eingang Ost wurden Maschinen mit Robotern und CNC-Systemen als integraler Bestandteil einer kompletten Prozesskette gezeigt.

Eine konstruktive Neuerung fällt erfahrenen Robocut-Nutzern auf: die veränderte Anordnung von X- und Y-Achse. Diese Achsanordnung hat zwei Vorteile. Zum einen lassen sich die Achsen platzsparender anordnen, zum anderen konnte konstruktiv der Stick-Slip-Effekt reduziert werden. Damit arbeitet die Robocut präziser als bisher schon. Die zweite Änderung ist nicht „sichtbar“, denn für die Maschinen dieser Baureihe wurde ein steiferer Guss für das Maschinengestell verarbeitet. Auch durch die damit verbesserte Grundsteifigkeit lassen sich höhere Genauigkeiten erzielen.

Höhere Schnittgenauigkeit und Zuverlässigkeit

Diese Neukonfiguration des Robocut-Designs verringert Schwingungen und fördert eine bessere Stabilität – was wiederum zu einer höheren Schnittgenauigkeit und Zuverlässigkeit der Maschine führt. Ein weiteres Plus bei der Präzisionsbearbeitung ist die Matrixkompensation, die sich schon in der CiB-Serie bewährt hat. Dabei sorgt ein spezielles, werksseitig kalibriertes Kompensationsgitter für die Korrektur von Steigungsfehlern über die gesamte X-Y-Ebene – anstelle eines einzigen zentralen Punktes – und bietet so einen deutlichen Vorteil bei der Werkstückgenauigkeit. Es spielt keine Rolle mehr, wo sich das Werkstück auf der Arbeitsfläche befindet, es wird stets das gleiche Maß mit optimaler Präzision erreicht.

Ein weiterer Fortschritt ist die verbesserte Genauigkeit bei der Konikbearbeitung sowie die einfachere Konikjustage, bei welcher der Anwender intuitiv über die Bedieneroberfläche geführt wird.

Zusammen mit den konstruktiven Verbesserungen bekommen die neuen Robocut-Maschinen als Bedieneinheit ein Panel iH Pro. Die neue und verbesserte Benutzeroberfläche mit ihrem 15″-Multitouch-LCD-Bildschirm ermöglicht eine intuitivere Bedienung – auch für diejenigen, die relativ neu im Drahterodieren sind.

Drahterosives Abrichten von Schleifscheiben

Am Messestand von Fanuc zeigte der Systempartner und -integrator CNC Häberle, Laichingen, das Profilieren einer CBN-Schleifscheibe auf einer Robocut α-C400iC mit Achserweiterung. Damit steht für metallisch gebundene CBN- und Diamantschleifscheiben eine neue Abrichtstrategie zur Verfügung: das drahterosive Abrichten. Diese berührungslose Abrichtstrategie erlaubt die Umsetzung genauester Rundlaufanforderungen bei höchster Profiltreue.

Beim funkenerosiven Abrichten von Schleifscheiben per Drahterosion wird ausschließlich die Bindung der Schleifscheibe bearbeitet. Die Schleifkörner bleiben vom Prozess unangetastet und behalten somit ihre natürliche Form und Schärfe. Das Verfahren ermöglicht die Herstellung komplexer Profile für Scheiben bis 330 mm Durchmesser.

Der Systemintegrator Carat Automation, Schwäbisch Gmünd, zeigte in einer zweiten Robocut-Zelle mit der größeren Drahterodiermaschine Robocut α-C600iC, wie ein PKD-Werkzeugrohling für die Werkzeugindustrie geschnitten wird. Dabei assistierte ein Leichtbauroboter CRX-10iA auf einer mobilen Plattform. Gedacht ist diese Zelle für kleine bis mittlere Losgrößen, um beispielsweise auch die Produktivität durch Überbrückung einer mannlosen Schicht oder am Wochenende zu verbessern.

Fanuc Deutschland GmbH
www.fanuc.de



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