Startseite » Allgemein »

Zwei starke Typen auf gleicher Basis

Allgemein
Zwei starke Typen auf gleicher Basis

Anzeige
Rückbesinnung auf alte Tugenden bringt oft Erfolg. Traub ist mit der Renaissance seiner fast schon sagenhaften Langdrehautomaten in den letzten Jahren mit voll CNC-gesteuerten Maschinen neue Wege gegangen und glänzt jetzt mit einem konsequenten Baukastensystem.

Traub, jetzt eine 100 %ige Tochter von Index, führt seine alten Traditionen fort. Eine der Stärken, die besonders gepflegt werden, sind zweifellos die Langdrehautomaten.

„Oldtimer“ und nicht nur diese erinnern sich an die kurvengesteuerten Traub/ Strohm-Automaten, die oft genug noch heute treu und brav ihren Dienst tun. Die heutigen Traub-Langdreher sind allesamt voll CNC-gesteuert.
Brandneu und erst ab Anfang 2000 lieferbar sind zwei Typen, die auf der gleichen Maschinenbasis entwickelt wurden. Es handelt sich um den Langdrehautomat TNL 26, der mit bis zu 26 mm Stangendurchmesser die TNL-Baureihe nach oben ergänzt, sowie um den Kurzdrehautomat TNK 28/36, welcher Stangen bis 36 mm verarbeiten kann.
Der kleine Unterschied
Von außen unterscheiden sich diese beiden Maschinen auch auf den zweiten Blick lediglich durch die Typenbezeichnung und durch den spiegelbildlichen Anbau der Stangenführung. Selbst im (aufgeräumten) Inneren sieht man nur mühsam den kleinen Unterschied. „Schon als wir vor gut eineinhalb Jahren die TNL 12 erfolgreich auf den Markt brachten, begannen wir ein größeres Modell, die TNL 26 zu entwickeln“, erläutert Vertriebsleiter Helmut Höger. „Es war unser erklärtes Ziel, aus einem Maschinensystem gleich zwei verschiedene Drehautomaten zu entwickeln. Das ergab schließlich gleichzeitig den Kurzdrehautomat TNK 28/ 36.“ Wie schon gesagt, von außen sind diese Maschinen eineiige Zwillinge. Beide Maschinen haben gleiche Haupt- und Gegenspindeln, gleiche Front- und Rückseitenapparate, gleiche Revolverköpfe, und sie setzen die gleichen Werkzeughalter ein.
Revolver mit Y-Achse
Die Unterschiede sind nahezu marginal. So übernimmt beim Langdreher der Spindelstock den Hauptvorschub, was beim Kurzdreher der Revolver tut. Daher sitzt auch beim Langdreher die Führungsbüchse, das Herzstück bei Langdrehautomaten, vor der Spannzange. Sie gibt es natürlich in verschiedenen Varianten, ist in der Regel aber mitlaufend. Interessanterweise hat bei der TNL 26 der untere Revolver serienmäßig (also im Grundpreis) bereits eine Y-Achse. Eine Besonderheit bei der Traub-TNL-Baureihe ist der obere Revolver. Als Option kann er mit einer Z-Achse, die 100 mm Arbeitsweg hat, geliefert werden. „Es gibt Werkstücke, bei denen ganz außen Gewinde zu strehlen sind“, meint Höger dazu. „Durch die Gratbildung kann es beim Rückfahren zu Problemen mit der Führungsbüchse kommen. Mit diesem zweiten Revolver können wir neben klassischem Langdrehen mit dem beweglichen Spindelstock wahlweise bei stehendem Spindelstock fliegend oder abgestützt drehen.“
Erstmals mit Motorspindel
Erstmals besitzen derartige Maschinen bei Traub Motorspindeln. Haupt- und Gegenspindel haben den gleichen Motor. Dadurch ist die Gegenspindel absolut gleichwertig. „Absolut neuartig bei Drehmaschinen ist der Antrieb der Querachse, auf welcher der Frontapparat und die Gegenspindel sitzen“, erklärt der Vertriebsleiter. „Dort ist ein Linearmotor eingesetzt. Damit erzielen wir sehr kurze Nebenzeiten und zusätzlich sehr hohe Positionsgenauigkeiten.“
Immerhin werden mit diesem Linearantrieb Eilgänge bis zu 60 m/min gefahren. Gegenüber den kurvengesteuerten Langdrehern hatten CNC-gesteuerte (noch) einige Zeitnachteile. Erst mit der TX 8i, Traubs anerkannt superschneller 64-bit-Steuerung, hat sich das geändert. Das kleine Modell TNL 12, dort wurde die TX8i erstmals eingesetzt, hatte schon kürzeste Nebenzeiten und ist damit hochproduktiv. Die neue TNL 26/TNK geht durch den Linearmotor noch einen Schritt weiter. Wie es aussieht, ist der jetzt im Frontapparat erstmals eingesetzte Linearmotor lediglich ein erster Anfang.
Kurze Span-zu-Span-Zeiten
Apropos Revolver: Traub hat sich zu den Revolvern bei Langdrehern entschlossen, weil sie besondere Vorteile gegenüber Linearschlitten bieten. „Sie haben eine ganz andere Flexibilität und sind bei der Bearbeitung komplexer Teile überlegen“, sagt Höger. „Wir haben heute Span-zu-Span-Zeiten von 0,3 Sek., sind also vergleichbar schnell. Und, wie schon gesagt, durch die integrierte, serienmäßige Y-Achse können Doppelhalter eingesetzt werden, was das Speichervolumen glatt verdoppelt.“ Nebenbei bemerkt, in den Revolvern können axiale und rotierende Bohrköpfe eingesetzt werden, was entweder einen Frontapparat ersetzen oder zumindest ergänzen kann.
Diese neuen Maschinen bieten wesentlich umfangreichere Bearbeitungen, als es die kurvengesteuerten je konnten. „Denken sie allein an die Komplettbearbeitung“, bemerkt Helmut Höger. „Abgesehen von der vollwertigen Gegenspindel haben wir in jeder Werkzeugstation die Möglichkeit, angetriebene Werkzeuge einzusetzen. In einer TNL 26 können das immerhin 34 sein. Was früher noch auf den Schalttellerautomat mußte, fällt heute ohne Umspannungenauigkeit fertig aus dem CNC-Langdreher.“
Feine Ausbaustufen individuelle Anpassung
Durch die CNC-Steuerung sind aber auch die Rüstvorgänge unvergleichlich kurz. In der Regel reicht der einfache Programmwechsel aus, der minutenschnell passiert, zumal im DNC-Betrieb. Aber auch die Ergonomie ist deutlich verbessert worden. Die TNL 26 und ihre Schwester TNK 28/36 sind von beiden Seiten ungehindert zugängig. Müssen Werkzeuge gewechselt werden, so kann das der Bediener ohne Verrenkungen tun.
In der obersten Ausbaustufe können diese Maschinen höchst komplexe Teile herstellen. Man kann sie aber aus dem umfangreichen Baukasten in kleinen Modulschritten dem jeweiligen Einsatzfall angepaßt ausrüsten. So gibt es die TNL 26 bereits mit drei Achsen. Und es endet bei elf Linear- und zwei C-Achsen. Die TNK 28/36 gibt es ab zwei Achsen und bis maximal acht Linear- und zwei C-Achsen. Die zwei Angaben zum Stangendurchlaß bei der TNK 28/36 bedeuten, daß bei 28 mm Ø das preiswerte Traub-Lademagazin angebaut ist, das gegenüber den anderen marktgängigen Magazinen immerhin um ganze 1500 mm weniger Aufstellänge beansprucht. Der Drehautomat TNK 36 bietet sich auch zur Bearbeitung vorgeformter Teile mit automatischer Zuführung an.
– mav 223
Anzeige
Aktuelle Ausgabe
Titelbild mav Innovation in der spanenden Fertigung 07/08
Ausgabe
07/08-2020
LESEN
ABO
Newsletter

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

Neue Fachzeitschrift additive

Trends

Aktuelle Entwicklungen in der spanenden Fertigung

Alle Webinare & Webcasts

Webinare aller unserer Industrieseiten

Alle Whitepaper

Whitepaper aller unserer Industrieseiten

Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de