Wir brauchen eine Bildungsoffensive und die Rückbesinnung zur Leistungsgesellschaft

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Wir brauchen eine Bildungsoffensive und die Rückbesinnung zur Leistungsgesellschaft

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Kaum gibt es die Green Card für IT-Spezialisten, macht der DGB auf den sich abzeichnenden Facharbeitermangel aufmerksam, den es gelte, durch Zuwanderung zu decken. Die Handwerkskammern beklagen den Mangel an brauchbaren Handwerkern und fordern Bleiberecht für Bürgerkriegsflüchtlinge. Der Hotel- und Gaststättenverband ruft nach Ausnahmeregelungen für die Beschäftigung von Ausländern im Gastgewerbe. Arbeitgeberpräsident Hundt fordert Arbeitserlaubnis für Asylbewerber und der neue VDW Vorstand und Geschäftsführer der Gebr. Heller Werkzeugmaschinenfabrik, Berndt Heller, verweist in unserem Interview (S. 38) auf den drohenden Mangel an Produktionsingenieuren, der zur Verlagerung von Arbeit ins Ausland führen könne.

Es lässt sich nicht mehr beschönigen. Weite Teile unserer Bevölkerung haben sich vom Leistungsgedanken verabschiedet, sind zur Konsumgesellschaft verkommen und ziehen die soziale Hängematte dem eher anstrengenden Arbeitsleben vor. Deutschland verfügt aber nicht über die Ressourcen eines Ölscheichtums, die es uns erlauben würden, andere für uns arbeiten zu lassen und dabei zuzuschauen. Ich meine, es wird Zeit, einen parteiübergreifenden, gesellschaftlichen Konsens herbeizuführen, der zum Ziel hat, den Willen und die Fähigkeit weiter Teile der Bevölkerung zur Arbeitsleistung endlich wiederzuerwecken. Vor diesem Hintergrund war der CDU-NRW-Wahlkampfslogan „Kinder statt Inder“ zu kurz gedacht. Es reicht nicht aus, in Bildung zu investieren. Wir müssen auch den Willen zur Leistung beleben. Konsumorientierte Eltern, die ihre Kids schon in den Kindergarten mit Designerklamotten schicken oder ihnen beibringen, wie man sich mit möglichst wenig Aufwand durch die Schule mogelt, müssen lernen, dass sie ihren Kindern damit nichts Gutes tun.
Was das alles mit dem Branchenereignis Metav, dem fast die ganze Ausgabe dieser mav gewidmet ist, zu tun hat? Nur ein Jahr nach der EMO in Paris gibt es wieder ein Feuerwerk an technischen Innovationen zu sehen. Dank modernster Entwicklungstools geschaffen von einer hochmotivierten Elite. In den Betrieben, in denen es gilt, diese modernen Fertigungssysteme mehrwertschaffend und produktionssteigernd einzusetzen, fehlen aber immer öfter die erforderlichen qualifizierten Facharbeiter, Techniker und Ingenieure. Eine Bildungsoffensive ist erforderlich, diesen Mangel zu beheben. Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen müssen so geändert werden, damit das alte Sprichwort „ohne Fleiß kein Preis“ wieder gilt.
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