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Wässrige Reinigungsanlage macht Pumpenteile wieder clean

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Wässrige Reinigungsanlage macht Pumpenteile wieder clean

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Bei dem Pumpenhersteller Lutz Pumpen GmbH in Wertheim müssen die Bearbeitungsöle und -emulsionen vor dem elektrochemischen Polieren restlos von den Pumpenteilen entfernt werden. Dafür wurde eine wässrige Einkammer-Reinigungsanlage installiert.

Das mittelständige Familienunternehmen Lutz Pumpen GmbH in Wertheim vertreibt weltweit Pumpen. Die Kernkompetenzen liegen in der Herstellung von elektrischen Fass- und Behälterpumpen, Durchflusszählern, Doppelmembran- und Zentrifugalpumpen. Für die Entfernung von Öl- und Emulsionsrückständen auf den Pumpenbauteilen setzt Lutz seit September 2004 eine wässrige Einkammer-Reinigungsanlage Typ REFT der Firma Karl Roll GmbH & Co. KG, Mühlacker ein.

Die Reinigung von Pumpwerksrohren aus nicht rostendem Stahl, Motorgehäusen aus Aluminium sowie weiteren Pumpenteilen unterschiedlicher Materialzusammensetzung findet in einer für die Sonderkorbabmessungen (1400 mm x 480 mm x 300 mm) konstruierten Arbeitskammer statt. Diese ist mit mehreren seitlichen Sprührohren und einer stirnseitigen Sprühleitung zur Reinigung der Rohre von außen sowie von innen ausgestattet. Damit eine absolute Fett- und Ölfreiheit der Teile vor dem elektrochemischen Polieren garantiert werden kann, findet die Reinigung teileabhängig mit unterschiedlichen Programmen statt. Insgesamt werden 9 Programme verwendet.
„Die bisherige Reinigung in einer umgebauten wässrigen Tauchanlage war sehr umständlich, da das Reinigungsgut über einen Kran von Becken zu Becken umgesetzt werden musste. Dies fällt, dank der Beschickung der neuen Anlage über eine Rollenbahn und eine Hubeinrichtung, heute weg“, äußerte sich der Betriebsleiter Helmut Lutz.
Die Durchsatzleistung beträgt bei einem maximalen Chargengewicht von 150 kg ca. 5 Chargen pro Stunde. Dabei wird die Arbeitskammer mit Reinigungsflüssigkeit aus dem Vorratsbehälter 1 befüllt. Als Reinigungsunterstützung ist ein Drehen oder Schwenken des Korbes um die Längsachse möglich. Gleichzeitig wird die Reinigungsflüssigkeit über die Druckumfluteinheit mit ca. 7 bar in die geflutete Arbeitskammer eingedüst. Durch den hohen Druck und die große Menge entstehen Turbulenzen, die eine optimale Reinigung der Pumpenteile gewährleisten.
Die Pumpenrohre werden dabei von außen über die seitlichen Sprührohre und von innen in Längsrichtung über das stirnseitig angeordnete Sprührohr mit Reinigerflüssigkeit beaufschlagt. Aus einem zweiten Vorratsbehälter folgt ein Spülschritt durch Fluten der Arbeitskammer mit heißer wässriger Lösung. Dadurch wird die auf der Teileoberfläche noch befindliche Reinigerlösung abgespült.
Über eine Absaugung mit vorgeschaltetem Tropfenabscheider wird anschließend der Wasserdampf aus der Arbeitskammer abgesaugt.
Die Pumpenteile werden nach Beendigung des Spülens noch warm und benetzt aus der Arbeitskammer herausgeholt. Eine Trocknung der Teile in der Anlage ist nicht erforderlich, da als nächster Arbeitsschritt ein elektrochemisches Polieren folgt.
Arbeitskammer sicher verschlossen
Ein Pluspunkt bei der Reinigung mit einer Roll-Anlage ist zum einen die sicherheitstechnische Ausführung. Durch eine doppelte O-Ring-Abdichtung der Arbeitskammertür, die über einen pneumatisch betätigten Zylinder mit Kniehebel verschlossen wird, ist ein leckagefreier Anlagenbetrieb sichergestellt. Selbst bei Druckluftausfall im laufenden Anlagenbetrieb bleibt die Arbeitskammer verschlossen und ein Austreten von Reinigungs- oder Spülmedium wird sicher verhindert.
Badstandzeit verlängert
Ein weiterer Vorteil steckt in den Badstandzeitverlängerungsmaßnahmen der Anlage. Über einen Schwerkraftölabscheider wird das eingebrachte Öl – im Gegensatz zu einem einfachen Öl-Skimmer – effektiver aus der Anlage entfernt. In dem Vorratsbehälter 1 befindet sich eine Badabflutung, die das eingeschleppte, aufschwimmende Öl sowie Reinigungsflüssigkeit in eine Überlauftasche und anschließend in den im System integrierten Schwerkraftölabscheider leitet. Dort trennen sich in dem strömungsfreien Bereich Öl und Reinigungsmedium von einander. Das Öl wird in einen separaten Behälter abgelassen, während das Reinigungsmedium über eine Pumpe zurück in den Vorratsbehälter geleitet wird.
Des Weiteren sorgt eine Vollstrom-Filtrationseinrichtung bei dem Zurückpumpen der Reinigungsflüssigkeit aus der Arbeitskammer in den Vorratsbehälter 1 für die Abscheidung von Partikelverunreinigungen. Um eine Vermischung der unterschiedlichen Flüssigkeiten weitestgehend zu vermeiden, ist die Anlage mit zwei separaten Medienkreisläufen ausgestattet. In den Bereichen, beispielsweise in den Sprührohren in der Arbeitskammer, wo es zwangsläufig zu einer Doppelnutzung kommt, ist durch eine konstruktive Lösung für ein optimales Auslaufen der Leitung gesorgt und eine Minimierung der Verschleppung garantiert.
Durch diese Maßnahmen konnte eine Badstandzeit von ca. sechs Monaten erreicht werden.
Einfache Bedienung und Wartung der Anlage
Über eine flexible SP-Steuerung mit Klartextanzeige können die Reinigungs-Programme unkompliziert erstellt bzw. angewählt werden. Dabei besteht die Möglichkeit, 99 unterschiedliche Programmvarianten zu hinterlegen. Ebenso wie die Bedienung ist auch die Wartung der Anlage problemlos durchführbar. „Die Wartung der Anlage ist recht einfach und gut in der Betriebsanleitung geschildert. Die Zugänglichkeit zu den einzelnen Aggregaten ist ebenfalls sehr gut“, erläutert Helmut Lutz. Die eindeutige Kennzeichnung der Handschieber dient dem Personal als zusätzliche Unterstützung und Hilfestellung bei der Instandhaltung sowie während des laufenden Anlagenbetriebes.
Die Reinigungsanlage läuft seit 18 Monaten ohne Probleme und zur vollsten Zufriedenheit der Firma Lutz. „Seit der Inbetriebnahme der Roll-Anlage hat sich die Badstandzeit deutlich verlängert und der Durchsatz verdoppelt“, bemerkt Helmut Lutz. „Wir sind mit den Reinigungsergebnissen sowie mit der gesamten Anlagentechnik sehr zufrieden.“
Karl Roll Reinigungssysteme Tel. 07041/8020, Fax 07041/802113 www.roll-reinigungssysteme.de
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