Systematisches Kühlschmierstoff- und Spänehandling beim Zerspanen

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Systematisches Kühlschmierstoff- und Spänehandling beim Zerspanen

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Die im Vorfeld der EMO veranstaltete Hausausstellung des Bad Saulgauer Unternehmens Knoll Maschinenbau informierte über Neuentwicklungen aus den Bereichen Fördern, Filtern und Pumpen und bot gleichzeitig die Möglichkeit, jede Technologie hautnah zu erleben.

Zu den Highlights der Hausausstellung zählte zweifellos die Präsentation der Knoll Systemtechnik, die sich steigender Bedeutung erfreut, wie Geschäftsführer Matthias Knoll feststellt: „Wir haben seit vielen Jahren ein umfangreiches Produktionsprogramm für die Verfahren Fördern, Filtern und Pumpen. Das Systemangebot von kompletten Anlagen mit zentralen und dezentralen Funktionen ist die Konsequenz aus diesen drei Geschäftsfeldern, und Ausweitung auf moderne, flexibel vernetzte Schüttgut-Transportsysteme in Pump- und Saugtechnik erschließt uns weitere Absatzmöglichkeiten.“

Den Beweis, wie erfolgreich solche Schüttgut-Transportsysteme einzusetzen sind, haben die Bad Saulgauer in der eigenen Produktion angetreten. Dort ist ein zentrales, auf Saugtechnik basierendes Spänefördersystem installiert, an das ein Bearbeitungszentrum und zwei Drehmaschinen angeschlossen sind. Kern des Systems ist die Sauganlage mit Seitenkanalverdichter, der einen Unterdruck von 200 bis 300 mbar erzeugen kann. An den Maschinen sind verschiedene Späneförderer sowie Saugstationen mit und ohne Spänezerkleinerer angeschlossen. Auch die zur Anlage gehörende Filtertechnik, Abscheider und Schleusen konnten die rund 400 Besucher live begutachten.
Pumpsystem zur zentralen KSS-Aufbereitung
Bereits mehrere Unternehmen hat Knoll mit einem Pumpsystem zur zentralen KSS-Aufbereitung ausgestattet. Bei der Hausaustellung zeigten die Systemspezialisten auch im eigenen Haus eine solche Lösung System in Betrieb. Besonderes Interesse weckten hierbei neue platzsparend in die Maschine integrierbare Rückpumpstationen, die mit Spänezerkleinerer und Fluidisierung kombinierbar sind.
Jürgen Knoll, Geschäftsführer Technik, fasst die Vorteile solcher Schüttgut-Transportsysteme zusammen: „Ob beim Saugen oder Pumpen, die Späne werden direkt an der Maschine über ein Rohrleitungssystem nach oben weggeführt. Das heißt, es sind keine Spänecontainer im Produktionsbereich notwendig; das spart Platz und dient der Sauberkeit.“
Hans-Peter Ellinger, mitverantwortlich für die Auslegung der Kühlmittelanlagen bei der Gebr. Heller Maschinenfabrik GmbH aus Nürtingen unterstützte diese Meinung: „Da die flexiblen Fertigungszellen aus dem Hause Heller sehr häufig mit Pumpstationen und zentralen KSS-Stationen ausgestattet werden, haben wir aufmerksam die Vorträge zu den Schneidwerken sowie Saug- und Pumpsystemen verfolgt. Unser besonderes Interesse galt jedoch den neu entwickelten Knoll-Produkten wie dem KF- und HL-Filter.“
Trend zur Papierfilteranlage
Derzeit machen die Fertigungsspezialisten von Heller einen eindeutigen Trend zur Papierfilteranlage an Einzelmaschinen aus. Vor diesem Hintergrund sehen Hans-Peter Ellinger und seine Kollegen die neuentwickelten KF- und HL-Anlagen als einen notwendigen und wichtigen Schritt der Firma Knoll in die richtige Richtung: „Wir haben Kunden, die Filterprobleme bei Gussbearbeitung im 3-Schichtbetrieb haben. Unsere hochproduktiven Bearbeitungszentren setzen große Mengen an Spänen sowie Graphitstaub bei der Bearbeitung frei. Eine Reinigung auf Sedimentationsbasis stößt hier an ihre Grenzen. Die neuen Filteranlagen mit Papiervlies versprechen in solchen Fällen bessere Reinigungsergebnisse.“
Diesem Trend stimmt auch Lothar Frick zu, der bei der MTU Friedrichshafen GmbH in der Maschineninstandhaltung als Planer tätig ist und auch bei Neubeschaffungen von Maschinen und KSS-Anlagen mitentscheidet: „Die Firma Knoll ist für uns ein wichtiger Lieferant. Ich wollte mich deshalb über die neuesten Entwicklungen informieren, und ich freue mich, dass Knoll sehr schnell erkannt hat, dass wieder ein Trend in Richtung Verbrauchsstoff, sprich Papierbandfilter geht. Knoll bietet interessante vliesbehaftete KSS-Anlagen, die wir für weitere Projekte diskutieren werden. Eine gute Perspektive haben meiner Meinung nach auch die pfiffigen Lösungen zum Platzsparen durch in die Maschine integrierbare Rückpumpstationen. Diese Technologie habe ich noch nicht gesehen.“
Auch Raimund Grossmann von der Schleifring Service GmbH, Team Mägerle, Stuttgart, ist mit der Firma Knoll seit vielen Jahren bekannt: „Für unsere Hochpräzisionsschleifmaschinen brauchen wir leistungsfähige Kühlmittelreinigungsanlagen, weshalb wir mit der Firma Knoll als Partner arbeiten. Besonders interessant finde ich den neuen Vakuumfilter VL, den wir auch schon bei Kunden im Einsatz haben. Hier in der praktischen Vorführung sieht man, dass der ausgefilterte Schleifschlamm wirklich ganz trocken ist – ein wichtiger Umstand für seine Entsorgung. Gute Ergebnisse liefert außerdem der neue Hydrostatfilter HL, der nach dem gleichen System aufgebaut ist, aber ohne die starke Vakuumleistung. Er ist eine kostengünstigere Alternative, die wir in Zukunft auch zu unseren Maschinen anbieten werden.“
Trockenbearbeitung und Späneentsorgung
Einen weiteren Trend sieht Claus Schmallenbach von der Volkswagen AG Salzgitter, zuständig für die Produktionsplanung mechanische Fertigung: „Viele mechanische Bearbeitungen, für die heute noch Kühlschmiermittel benötigt werden, erfolgen in Zukunft trocken. Daher wird die Spänetrockenentsorgung über Späneförderer und -absaugung – wie Knoll beides anbietet – immer wichtiger. Konkret haben wir vereinbart, Filtertechnik (Einzelversorgungen) für ein laufendes Projekt anzubieten, und auch für künftige Projekte werden wir dieses Unternehmen bei der Anfrage berücksichtigen.“
Knoll Maschinenbau GmbH Tel. 07581/20080, Fax: 07581/2008140 www.knoll-mb.de
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