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Ressourceneffizienz als Wettbewerbsvorteil

Kosten mit Minimalmengenschmierung reduzieren
Ressourceneffizienz als Wettbewerbsvorteil

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Die gut besuchte Veranstaltung bildete Beiträge aus Wissenschaft, Industrie und Politik ab. Bild: Atelier Arnold
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Bei der Veranstaltung „Ressourceneffiziente und innovative Zerspanung“ des Vereins Zukunftsorientierte Zerspanung e.V. standen Kühlschmiermittel und die Minimalmengenschmierung im Fokus. Der Gastgeber HPM Technologie zeigte mit seinem Neubau, wie ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen außerdem aussehen kann. Autor: Yannick Schwab

Der Verein Zukunftsorientierte Zerspanung (ZoZ) hat im April beim Mitglied und Spezialisten für Minimalmengensprühauftrag sowie Schmierstoffe, der HPM Technologie, die Veranstaltung „Ressourceneffiziente und innovative Zerspanung“ ausgerichtet.

75 Teilnehmer informierten sich in acht Vorträgen aus Forschung und Industrie über aktuelle Themen der Zerspanung und begutachteten das Technikum des Gastgebers. Andree Fees, Vorstandsvorsitzender des Vereins und Leiter F&E bei HPM, sah eine „sehr gute Veranstaltung mit einer hohen Fachkompetenz und viel Networking.“

Den Eröffnungsvortrag hielt Dr. Michael Gerstenmeyer vom wbk Institut für Produktionstechnik aus Karlsruhe. Er referierte über den Einfluss des Kühlschmierkonzepts auf die Zerspanung und die Ressourceneffizienz. Außerdem präsentierten die Gesellschaft für Fertigungstechnik und Entwicklung Schmalkalden (GFE) sowie das Institut für Werkzeugtechnik (IfW) der Universität Stuttgart aktuelle Forschungsergebnisse. Auf der weiteren Agenda standen Vorträge von Rosswag Engineering, Gühring, Grob, der Landesagentur Umwelttechnik BW und dem Hausherrn HPM. Meist lag der Fokus auf den Kühlschmierstoffen (KSS) und im Besonderen auf der Minimalmengenschmierung (MMS). Aber auch die Themen Energieeffizienz und Additive Fertigung wurden behandelt.

MMS bietet Einsparpotenziale

Bei einem Großteil der Kühlschmierstrategien werden Bauteil und Werkzeug mit mehreren Tausend Litern KSS regelrecht überflutet, wohingegen die MMS nur bis zu 50 ml Schmierstoff pro Stunde benötigt. Das ist effizient und schont Ressourcen, bringt aber auch Herausforderungen mit sich: Im Gegensatz zur konventionellen Kühlung werden weder die Späne weggespült noch das Bauteil gekühlt. Dies kann zu Qualitätsverlusten und Standzeitproblemen führen. Außerdem werden für die Homogenität des Luft-Öl-Gemisches hohe Drücke benötigt, was häufig den Einsatz eines Druckboosters erfordert, um den Druck in der Anlage punktuell zu erhöhen.

Allerdings entfallen rund 8–16 % der Herstellkosten eines Werkstücks auf die KSS. Zum Vergleich: Auf das Werkzeug werden nur rund 4 % der Kosten zugeteilt. Das zeigt, dass auch ökonomisches Potenzial hinter einer Einsparung mittels MMS steckt. Schlussendlich hängt die Wahl des Kühlschmierkonzepts aber von den vorhandenen Prozesskräften, der Bearbeitungstemperatur, der Bauteilgeometrie und dem Werkzeug ab. So stellt Hans-Peter Mögele von Grob klar: „Werkzeuge mit einer Spannlage eignen sich sehr gut für MMS-Anwendungen.“

Dass dem Gastgeber HPM Nachhaltigkeit ein wichtiges Anliegen ist, erkennt man nicht nur an seinen Schmierstoffen und der Partnerschaft mit der Nachhaltigkeitsinitiative Blue Competence des VDMA, sondern auch an seinem im vergangenen Oktober bezogenen Neubau. Dabei wurde in eine ressourceneffiziente Holzbauweise und ein nachhaltiges Energiemanagement mit Photovoltaik investiert – so generiert das Unternehmen 90 % seines Strombedarfs selbst. Steffen Hoffmann, Mitglied der Geschäftsleitung bei HPM: „Ressourcen- und Energieeffizienz sind keine Option, sondern ein Wettbewerbsvorteil.“

Zukunftsorientierte Zerspanung e.V.
www.zukunftsorientierte-zerspanung.de

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