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Profi-Bobsport braucht Profi-Zerspantechnik

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Profi-Bobsport braucht Profi-Zerspantechnik

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Speziell im Bobsport kommt es auf die perfekte Kombination aus Feeling des Menschen, Nutzung von High-Tech-Materialien, exakter Formgebung und feinfühliger Bearbeitung an. Die Bob-Goldmedaillen- und Weltcup-Gewinnerin Sandra Kiriasis setzt deshalb u. a. auf die Iscar Germany GmbH als Partner für die Präzisions-Fräsbearbeitung ihrer Sieger-Kufen.

Am 12. 10. 2006 erhielt die Iscar Germany GmbH im Stammhaus in Ettlingen einen nicht alltäglichen (Arbeits)Besuch. Sandra Kiriasis, die mit ihren 31 Jahren schon so ziemlich alles gewonnen hat, was man in der internationalen Wintersportart Bob so gewinnen kann, gab sich die Ehre und wollte persönlich mit dabei sein, wenn im Technikum der Iscar die Kufen für ihren Zweierbob gefertigt werden. Sandra Kiriasis, das ist vor allem sehr sympathische Frauenpower und Team-Leadership. Denn zum „BobTeam Sandra Kiriasis“ (Pilotin) gehören auch die Bremserinnen Anja Schneideheinze und Berit Wiacker, das Trainer-Duo Wolfgang Hoppe und Bernd Lehmann sowie natürlich „der“ Bob. Damit Sandra Kiriasis und ihrem Zweierbob-Team auch in Zukunft der Erfolg erhalten bleibt, wird permanent an technischen Verbesserungen gefeilt, was sich aber seit dem Sommer 2006 in der Praxis nicht mehr so ganz einfach gestaltet. Denn der Internationale Bobsportverband FIBT hat vor kurzem die Regeln für das Material und auch die Beschaffenheit der Kufen verschärft. Was wohl nicht anders zu verstehen ist, als der Dominanz des deutschen Zweierbob-Damenteams, das seit 2001 insgesamt 56 nationale und internationale Medaillen heimgefahren hat, mit Hilfe von Regeländerungen ein bisschen Einhalt zu gebieten.

Gesucht: Metall- bearbeitungs-Profis
Durfte früher jedes Team selbst ausprobieren und festlegen, welcher Stahl in welcher Härte und in welcher Bearbeitung eingesetzt wird und wie die Kufen zu präparieren sind, so ist jetzt auf internationaler Ebene nur noch die Verwendung von einheitlichem Material erlaubt, und es sind bestimmte Grundmaße vorgeschrieben. Für Sandra Kiriasis und ihre Team-Player hat das durchaus Folgen, denn die lange erprobten Siegerkufen, von denen es für unterschiedliche Temperaturen verschiedene Ausführungen gibt, dürfen so nicht mehr zum Einsatz kommen. In der Konsequenz bedeutete dies, die in vielen Rennen bestens bewährte Kufenform auch im neuen Einheitsmaterial darzustellen und mittels möglichst genauer Übernahme der Geometrie und 3D-Konturen quasi 1:1 zu übertragen. Aus diesem Grund suchte das „BobTeam Sandra Kiriasis“ professionelle Hilfe in Gestalt eines „Metallbearbeitungs-Dienstleisters“, was in der Folge eine ganze Reihe von Technologie-Unternehmen auf den Plan rief. Zunächst galt es, die Form der „alten“ Kufen präzise einzuscannen und zu digitalisieren. Die digitalen Messdaten mussten dann in ein NC-Programm umgewandelt und für die CNC-Bearbeitung auf einem Bearbeitungszentrum aufbereitet werden. Das Einscannen und Digitalisieren der alten Kufen wurde von Renishaw organisiert und durchgeführt, das NC-Programm erstellten die Programmier-Spezialisten von Sescoi, die Aufbereitung für die CNC-Bearbeitung oblag Siemens, und das Fräsen erfolgte auf einem 5-Achsen-CNC-Bearbeitungszentrum von DMG vom Typ DMU 125 P mit Siemens-Steuerung 840 D.
Gefunden: High-Tech-Spezialistenteam
Die eigentliche Hauptarbeit, nämlich das Fräsen der Rohmaterialstäbe zu präzisen Kufen, verantworteten aber die Zerspanwerkzeuge-Spezialisten von Iscar, die dafür auf das vor allem im Werkzeug- und Formenbau etablierte MultiMaster-System zurückgriffen. Auf Basis der MultiMaster-Werkzeuge, mit einigen wenigen Schäften und diversen auswechselbaren Schneidköpfen, konnten dann die formgebenden Schrupp- und Schlichtarbeiten unter Aufsicht von Sandra Kiriasis erfolgreich und zu ihrer vollsten Zufriedenheit durchgeführt werden. Dazu äußerte sie sich wie folgt: „Die alten Kufen waren so gut, dass wir auch bei den neuen Materialien möglichst nah an die vielfach bewährte Idealform herankommen wollten. Das Einscannen und Digitalisieren der alten Form, und die somit exakte Übertragung der Geometrie und des so genannten Sprungs der letzten Kufenversion auf das neue Material, sind für uns von elementarer Bedeutung, weil wir sonst von vorne anfangen und uns mühsam wieder an die Idealform herantasten hätten müssen.“ Einer der Mit-Initiatoren der „konzertierten Aktion“ für die Herstellung der neuen Kufen, Kurt Brenner, Technischer Leiter Iscar Germany GmbH, hob die unkomplizierte Gemeinschaftsaktion der beteiligten Partner Siemens, Renishaw, Sescoi und Iscar hervor: „Nach einem Aufruf in der Fachzeitschrift Industrieanzeiger, das BobTeam von Sandra Kiriasis zu unterstützen, meldeten sich über 20 Interessenten. Letztlich erteilte man aber uns den Zuschlag für das prestigeträchtige Projekt, weil wir zusammen mit den Partnern eine komplette Lösung aus einer Hand offerierten.“ Die Operation „Kufen-Fräsen“ darf als rundum geglückt bezeichnet werden, zumal Sandra Kiriasis und ihre beiden Team-Kolleginnen jetzt „nur“ noch ihr Finish durchführen müssen. Was im Klartext heißt, vor jedem Lauf die Kufen rund zwei Stunden von Hand zu schleifen und dabei vielleicht doch der einen oder anderen Kontur buchstäblich den letzten Schliff zu geben.
Iscar Germany GmbH Tel. 07243/99080, Fax 07243/990893 www.Iscar.de
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