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Nur 1 Werkzeug für 15 Prozesse

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Nur 1 Werkzeug für 15 Prozesse

Kommen die Zerspanungswerkzeuge in Zukunft vom Werkzeugmaschinenlieferanten? Das von Mazak zur EMO vorgestellte Flash-Tool könnte einen neuen Trend aufzeigen.

Bisher war es Usus, dass die Werkzeughersteller für die Entwicklung der Werkzeuge und entsprechender Werkzeughalter sorgten, während sich die Werkzeugmaschinenindustrie um geeignete Maschinen bemühte. In der Regel optimierten beide Partner in enger Zusammenarbeit den Fertigungsprozeß hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Prozesssicherheit. Doch je mehr sich Werkzeugmaschinen zu komplizierten multifunktionalen Systemen entwickeln, in denen unterschiedliche Bearbeitungstechnologien zum Einsatz kommen, wächst die Notwendigkeit, Spezialwerkzeuge und -halter einzusetzen, um das den Maschinen jetzt innewohnende Potenzial mit der entsprechenden Produktivität ausreizen zu können.

Standardschneiden für alle Prozesse
Mazak spielt hier Vorreiter für spezielle Werkzeuge, die jetzt – anders als bisher gewohnt – vom Maschinenhersteller entwickelt wurden. Auf der EMO 2001 in Hannover stellten sie erstmals ihren Flash-Tool-Werkzeughalter vor, der nicht weniger als 15 Bearbeitungsprozesse, wie etwa Bohren, Schaftfräsen, Innen-/Außendrehen durchführen kann. Dabei lassen sich die einzelnen Bearbeitungsprozesse miteinander verknüpfen. Neu ist auch, dass dieser Halter jetzt in verschiedenen Durchmessern und Längen angeboten wird.
Diese 15 Bearbeitungsprozesse werden mit Standardschneiden durchgeführt. Zudem verwaltet die hochmoderne CNC-Steuerung Mazatrol Fusion 640 MT CNC ausnahmslos alle Schneiden, die im Mazak Flash-Tool-Werkzeughalter eingespannt werden können. Mit einbezogen sind dabei selbstverständlich auch die Schneidbedingungen sowohl für Fräs- als auch für Dreharbeiten, die automatische Positionierung für die verschiedenen Schneiden, die automatische B-Achsen-Bestimmung für unterschiedliche Bearbeitungsaufgaben und die Standzeit der einzelnen Schneiden, basierend auf der abgespeicherten Standzeit.
Produktivität rauf, Werkzeugzykluszeit runter
Mit dem Einsatz dieses Flash-Tool-Werkzeughalters können die Werkzeugzykluszeiten minimiert werden. Es lassen sich nämlich hiermit verschiedene Bearbeitungsaufgaben ausführen, ohne dass dabei für jeden neuen Bearbeitungsprozess ein eigener Werkzeugwechsel durchzuführen ist. Was sonst bei komplexen Konturen auch bei derInnenbearbeitung zeitraubende Werkzeugwechsel verursachte, lässt sich mit diesen neuartigen Haltern in einem Zug bewerkstelligen. Besonders die Brems- und Beschleunigungszeiten bei schnellen Spindeln fallen dann weg.
Ein weiterer Sprechpunkt bei diesem Flash-Tool-Werkzeughalter ist seine Kompaktheit. Durch die Integralkonstruktion von Werkzeug und Werkzeughalter fallen Schnittstellen weg. Und das bedeutet eindeutig einen beachtlichen Gewinn an Steifigkeit. Das beeinflusst wiederum die Genauigkeit. Es lassen sich hochpräzise Bearbeitungsergebisse erzielen.
Bis zu 6 Schneiden und verschiedene Durchmesser
Interessant ist weiterhin, dass sich große Bohrungen ohne Bohrzyklen bearbeiten lassen. Auch hier sorgt die hohe Steifigkeit dieses neuartigen Werkzeughalters nicht nur für zyklusfreie Schnelligkeit, sondern darüber hinaus ist die erzielbare Präzision auch spürbar besser. Neben dem Standard-Flash-Tool-Werkzeughalter mit 3 Schneiden sind auch Versionen mit 4 und 6 Schneiden im Angebot zu finden. Und das gilt auch für unterschiedliche Nenndurchmesser.
– mav 219
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