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Lokal produzieren – Weltweit agieren

Anlagenbauer fertigt mit Erfolg anspruchsvolle Teile auf relativ einfachen Maschinen
Lokal produzieren – Weltweit agieren

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Mit Spannbeton lässt sich fast alles überall auf der Welt bauen. Entsprechend ist auch der Hersteller von mobilen Betonfertigwerken, Weiler, weltweit tätig. Vom Okzident über den Orient bis nach Fernost stellt der Betonspezialist seine Anlagen auf. Auch Afrika und Amerika haben die Rheinland-Pfälzer auf dem Plan. „Wir verkaufen nach Mexiko, Usbekistan, die Mongolei, Südafrika, Brunei, Russland, Kasachstan, Libyen und im Irak geht auch immer was“, fasst Matthias Holzberger, Geschäftsführer und Eigentümer von Weiler, das weltweite Engagement schnell zusammen. „Wir ticken eben etwas anders als andere. Die nächsten Anlagen bauen wir zum Beispiel in Angola und der Elfenbeinküste. Die Zustände in diesen Ländern sind zwar bei weitem nicht so schlimm wie man denkt, aber eine gewisse Abenteuerlust bei unseren Monteuren gehört schon dazu.“

Dass in der Firma Weiler nicht alles so läuft wie in anderen zerspanenden Betrieben, bemerkt man schon beim Betreten des sehr weitläufigen Areals. Das 1954 gegründete Unternehmen hat im vergangenen Jahrzehnt einen steilen Aufstieg hingelegt. „Ein Wachstum von 20 Prozent im Durchschnitt war für uns in den letzten Jahren schon die Regel“, sagt Holzberger, und diesen Schwung spürt man auch bei den Mitarbeitern.
Mit dem Erfolg der letzten Jahre im Rücken packen die Betonexperten auch die Zukunftsprojekte an, wie die Weiterentwicklung der eigenen spanenden Fertigung. „2007 haben wir begonnen, unsere mechanische Fertigung auf den aktuellen Stand zu bringen“, erinnert sich Holzberger. „Mit den alten konventionellen Drehmaschinen waren einfach keine befriedigenden Resultate mehr zu erzielen.“
Anspruchsvoller Werkstoff
Gefertigt werden in der mechanischen Werkstatt ausschließlich Teile für die eigenen Anlagen zur Betonweiterverarbeitung. Da die mineralischen Bestandteile im Beton, vor allem der zugesetzte Sand, extrem abrasiv wirken, müssen die Anlagenteile aus einem sehr harten Material sein. Zum Einsatz kommt das verschleißbeständige Gusseisen Ni-Hard. Da die Anlagen auch große Mengen an Beton verarbeiten und sehr robust konstruiert sind, fallen die Werkstücke zudem groß und schwer aus. Die schwersten Bauteile haben ein Gewicht von 50 bis 60 Kilogramm und können einen maximalen Durchmesser von 350 mm aufweisen. Des weiteren ist das Zerspanvolumen pro Teil ungewöhnlich hoch.
Bei der Suche nach dem richtigen Maschinentyp für diese anspruchsvollen Bearbeitungen wurden rein ökonomische Aspekte herangezogen. „Wir suchten zunächst ganz klar die Maschine mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis“, resümiert Thomas Dickenscheid, zuständig für die Arbeitsvorbereitung bei Weiler, den Findungsprozess. „Wir hatten sehr klare Vorstellungen und wollten mit einer geringeren Investition starten.“ Unter diesen Vorgaben wurde man bei dem US-Hersteller Haas fündig.
Maschine hat sich bewährt
„Wir haben selten Kunden, die mit so klaren Anforderungen zu uns kommen“, ergänzt Bernd Katzenmeier, Geschäftsführer der Katzenmeier Maschinen-Service GmbH, dem zuständigen Haas Factory Outlet (HFO). „Die erste Maschine, eine CNC-Drehmaschine TL 2, die wir geliefert haben, war wahrlich mit unter 30 000 Euro sehr kostengünstig. Zugeben muss man allerdings auch, dass wir bei dem zu bearbeitenden Material mit diesem Einsteigermodell doch etwas Bauchschmerzen hatten.“
Nach nun rund sieben Jahren, die die Maschine täglich im Einsatz ist, haben sich die Zweifel jedoch zerschlagen. „Die Maschinen halten den Belastungen anstandslos stand“, erklärt Dickenscheid. „Wir hatten weder mit den Führungen noch mit anderen Bauteilen Schwierigkeiten. Auch mussten die Serviceintervalle nicht verkürzt werden.“ Aufgrund der sehr guten Erfahrungen mit der ersten Maschine wurde zur Kapazitätserweiterung jedes Jahr eine neue Haas-Maschine hinzugekauft. „Mittlerweile haben wir sieben Maschinen im Einsatz“, sagt Holzberger. „Darunter sind auch ein vertikales Bearbeitungszentrum VF 7 und ein Drehzentrum ST 30.“
Doppelt gerechnet
Der Umstieg auf moderne CNC-Maschinen hat sich für die Baustoffexperten gleich zwei Mal gelohnt. „Zum einen haben wir die Qualität der Teile erheblich erhöhen können, und zum anderen konnten wir die Werkzeugstandzeiten wesentlich verbessern“, resümiert Holzberger. Letzteres deshalb, weil die Haas-Maschinen mit der integrierten Sensorik die Werkzeugbelastung automatisch reduzieren. Allein aufgrund dieser Einsparungen hätten sich die Maschinen bereits nach wenigen Jahren amortisiert.
Auch beim Thema Schulungen hat sich das HFO als guter Partner erwiesen. „Unsere Schulungen können wir entweder in unserem HTEC (Haas Technical Education Centre) in Stuttgart, in unserem Betrieb oder direkt beim Kunden durchführen“, sagt Katzenmeier. „In diesem besonderen Fall führen wir die Schulungen allerdings immer beim Kunden durch.“
Auch plant man weiterhin für die Zukunft. So ist neben dem Zukauf weiterer CNC-Maschinen von Haas auch eine automatisierte Lösung für mannlose Nachtschichten angedacht. „Wir denken über ein Drehzentrum ST 30 mit Stangenlader nach, damit würden wir in den Geisterschichten die sehr zeitintensiven Teile bearbeiten“, sagt Dickenscheid.
Weiler GmbH www.weiler.net
Haas Automation Inc. www.haascnc.com

Das Angebotsspektrum von Weiler
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