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Kammerfluten verbessert Reinigung von Hydraulikkomponenten

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Kammerfluten verbessert Reinigung von Hydraulikkomponenten

Späne vor allem aus den tiefen Sackbohrungen komplett abzureinigen, dies stand bei der Firma Weidemann Hydraulik ganz oben auf der Anforderungsliste. Realisiert wird dies seit rund einem Jahr mit einer neuen Ein-Bad-Reinigungsanlage Modell „Java“ aus dem Hause Mafac.

Die Firma Weidemann Hydraulik wurde 1974 von Hans Weidemann gegründet. Seither ist das Spezialunternehmen kontinuierlich gewachsen. Heute sind 30 Mitarbeiter bei Weidemann beschäftigt, die Hydraulikkomponenten, Steuerblöcke und unterschiedliche Ventile herstellen. Mit einer an Einzelstücken bis hin zu Kleinserien orientierten Fertigung besetzt das Straubenhardter Unternehmen einen Nischenplatz auf dem Markt. Die besondere Stärke des in der zweiten Genration geführten Familienbetriebs ist die Schaffung individueller Lösungen, die bei der Konstruktion beginnt und bei der Fertigung endet. Zum Kundenkreis zählen führende Hydraulikunternehmen sowie Pressenhersteller, für die die Komponenten produziert werden.

„Wir haben die „ Mafac-Java“ auch deshalb ausgewählt, um wirtschaftlich reinigen zu können, denn die zu reinigenden Teile werden nach der Reinigung sofort getrocknet“, nennt Eric Weidemann als einen weiteren Grund für die Anschaffung dieser Reinigungsanlage. Bisher erfolgte die industrielle Reinigung in einer Tauchbadanlage. Ein unwirtschaftlicher Prozess, da die Werkstücke nach der Reinigung noch manuell trocken geblasen werden mussten. Darüber hinaus waren es Umweltgründe, die den Ausschlag für die Umstellung auf ein auf wässriger Basis arbeitendes Reinigungssystem gaben. Dabei fiel die Wahl auf das Ein-Bad-System, da die Reinigungskammer der „Java“ teilgeflutet werden kann. Dadurch werde eine bessere Entspanung, also ein für ihre Anforderungen optimales Reinigungsergebnis erzielt, so Eric Weidemann.
Ihr größtes Problem seien die zahlreichen Bohrungen in den einzelnen Werkstücken, die an einen „Schweizer Käse“ erinnerten, führt der Geschäftsführer aus. Mehrere hundert Löcher, zum Teil Sackbohrungen mit einer Tiefe bis 300 mm, befinden sich in den Teilen, die gereinigt werden müssen. Der Umfang der zu reinigenden Teile reicht von Zigarettenschachtelgröße bis hin zu Werkstücken mit einem Gewicht von 100 Kilogramm. Exemplarisch seien Steuerblöcke mit Maßen von 200 mal 200 mal 300 Millimeter zu nennen. Als Werkstoff wird zu 80 % Stahl sowie Stahlguss und zu 20 % Aluminium verarbeitet.
Individuell eingestellte Spritzdüsen
Das Reinigen ist wie bei allen Reinigungsanlagen der Firma Mafac in eine Nass- und eine Trocknungsphase untergliedert. Während der Nassphase kommt das allseitig wirkende Spritz-Reinigungs-System zum Einsatz, das auch ein Abreinigen im Frontbereich ermöglicht. Dabei steht das Beschickungssystem, in dem sich die mit Spezialvorrichtungen fixierten Werkstücke befinden, während das mit individuell eingestellten Spritzdüsen ausgestattete Spritzsystem rotiert. Anschließend wird die Reinigungskammer teilgeflutet. Das Spritzsystem spritzt und rotiert weiterhin sowohl in der Unter- als auch in der Überwasserphase. Aufgrund dieser Teileflutung, die ein für ihre Ansprüche optimales Reinigungsergebnis sicherstelle, könne man auf das Spritzreinigen verzichten, so Eric Weidemann. Diese Verfahrenstechnik ermöglicht, dass das Spritzsystem gegenläufig zu dem ebenfalls rotierenden Beschickungssystem rotiert.
Trocknungsprozess
Beim Weidemann`schen Einsatzfall spielt die Trocknung eine wesentliche Rolle. Sie umfasst etwa 50 Prozent der gesamten Reinigungszeit. Nachdem die Teile abgeblasen sind, kommt das Impulsblassystem zum Einsatz. Mittels Warmluft werden die Werkstücke impulsartig abgeblasen. Das Trocknungssystem, das auf einem parallel zum Spritzsystem angelegten Prozesskanal verläuft, ist mit individuell eingestellten Trocknungsdüsen versehen. Es rotiert ebenso wie das Spritzsystem in der Nassphase um das stehende Beschickungssystem.
Reinigungsprogramme
Insgesamt fünf Programme sind bei Weidemann in der Anlage eingespeichert. Ihre Dauer liegt zwischen fünf und zwölf Minuten und werden über ein Display aktiviert.
Seit gut einem Jahr ist die „Java“ bei Weidemann ganz ohne Badwechsel in Betrieb. Grund für die lange Standzeit ist die Ausstattung des Reinigungsbades, das mit einem Koaleszenzabscheider versehen ist. So werden die an der Badoberfläche abgeschöpften Öle und Fette in einem separaten Becken gesammelt. Eine Rücklauffiltration mit großdimensioniertem Unterwasserfilter garantiert, dass die Späne restlos ausgetragen werden.
Mafac Ernst Schwarz Maschinenfabrik GmbH & Co. KG Tel. 07444/95090, Fax 07444/4171 www.mafac.de
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