Heiße Sachen am Kranhaken

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Heiße Sachen am Kranhaken

Zweiträger-Laufkran mit drei Hubwerken: Zwei Hubwerke, die synchron oder unabhängig voneinander arbeiten, ver- und entsorgen das Zinkbad. Ein drittes Hubwerk mit doppeltem Seilablauf hebt und senkt die Einhausung (Bild Demag)
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Für bessere Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter und eine bessere Umwelt investierte die Verzinkerei Zimmermann in einen Demag-Zweiträger-Laufkran, in eine Filteranlage und in eine absenkbare Einhausung. Der mit drei Hubwerken ausgestattete Kran transportiert das zu verzinkende Material, wickelt den Tauchvorgang ab und ist gleichzeitig für das Schließen und Öffnen der Einhausung zuständig, damit die eigenen Mitarbeiter vor Dämpfen aus dem Zinkbad geschützt sind.

Die österreichische Verzinkerei Zimmermann betreibt als Dienstleister Feuerverzinkungsanlagen in Knittelfeld, Salzburg und Voralberg sowie in Ravensburg, Deutschland. In Knittelfeld erzielt das Unternehmen mit 50 Beschäftigten einen Jahresumsatz von 70 Millionen ATS. Das entspricht einem jährlichen Material-Umschlag von 12 500 Tonnen und einer Tagesproduktion von zirka 60 Tonnen. Zimmermann arbeitet im Zwei-Schicht-Betrieb, den er bei hohem Auftragsvolumen um eine dritte Schicht verlängert.

Das Spektrum der rund 700 Kunden reicht vom kleinen Schlosser bis zum großen Stahlbauer. Der Dienstleister holt die Teile – täglich oder mindestens zweimal pro Woche – von den Auftraggebern ab und bringt sie nach dem Verzinken wieder zurück.
Krananlage muss extremen Umwelteinflüssen standhalten
Obwohl es hinsichtlich des Schutzes der Werker vor den Dämpfen keine Umweltauflagen gab, wünschten die Inhaber die Installation der Systeme, weil sie die Akzeptanz der Anlage und das Image der Verzinkerei erhöhen wollten. Alle anderen Werke der Gruppe waren bereits mit entsprechender Technik ausgerüstet.
Die Krananlage, die extremen Umwelteinflüssen standhalten muss, wurde von einem Schweizer Büro geplant, das auf Verzinkereien spezialisiert ist. Zimmermann benötigte einen Kran, der stufenlos geregelt, in verschiedenen Geschwindigkeiten fahren kann. Schließlich wählte der Betreiber einen Zweiträger-Laufkran von Demag, mit einem Spurmittenmaß von 11 000 mm.
Der Ablauf beginnt damit, dass ein Werker das Material in einen Transportkäfig hängt. Nach der Vorbehandlung und der Grundierung folgt ein mit einer Temperatur von 80 °C betriebener Ofen. Im Anschluss an die Trocknung hebt der Kran den Käfig aus dem Ofen, bringt ihn zum Zinkbad und senkt ihn in die Wanne ab, die mit 250 Tonnen geschmolzenen Zinks gefüllt ist.
Waagerechtes und schräges Eintauchen
Diesen Vorgang übernehmen zwei Hubwerke, die wahlweise synchron oder unabhängig voneinander arbeiten. Daher lassen sich die Teile sowohl waagerecht als auch schräg in das Bad tauchen, so dass das Zink problemlos in das Material einströmen kann. Und beim Herausheben fließt überflüssiges Zink vollständig ab.
Neben den zwei schon erwähnten Hubwerken läuft auf dem Kran ein weiteres mit einer Tragfähigkeit von 4,5 Tonnen. Dieses mit einem doppelten Seilablauf versehene Hubwerk senkt die Einhausung über die Wanne. Dadurch wird automatisch auch die Absaugung verriegelt und aktiviert, damit der Verzinkungsprozess in einem geschlossenen Raum stattfindet.
Erst die Einhausung, dann der Käfig
Die Verweilzeit im Zinkbad richtet sich nach der Materialstärke und den daraus resultierenden Schichtstärken von 50 bis 150 µ. Sobald diese bei einer Temperatur von 450 °C ablaufende Verfahrensstufe beendet ist, hebt der Demag-Kran zu-nächst die Einhausung an und dann den Käfig wieder aus dem Bad. Abschlie-ßend transportiert er den Käfig zu einer Station, an der die Teile kommissioniert, gewogen und für den Warenausgang vorbereitet werden.
Da Zimmermann den Kran per Funk steuert, ist es dem Mitarbeiter bei angehobener Einhausung immer möglich, sich stets in sicherer Entfernung der Last und von den austretenden Dämpfen aufzuhalten. Ferner ist er in der Lage, die Anlage weiträumig zu umgehen und dabei zu kontrollieren, ob die Last richtig geführt wird.
– mav 262
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