Allgemein

Ejektoren saugen schnell und sicher

Anzeige
Nicht nur bei der Bearbeitung von kobalthaltigen Werkstoffen kommt es einerseits auf den Schutz der Mitarbeiter vor gesundheitsgefährdenden Feinststäuben, andererseits auf die möglichst vollständige Rückgewinnung der hochwertigen Stäube und Späne, welche bei der Zerspanung entstehen, an. Realisieren läßt sich jetzt diese Aufgabenstellung mit einem neuen Spezial-Industriesauger.

Dipl.- Ing. Thomas Ramme, Volkmann Vakuumtechnik GmbH

Für Anwender in der verarbeitenden Industrie wird es immer wichtiger, in geschlossenen Systemen zu arbeiten. Betrachtet man nicht nur den Hartmetallbereich, sondern beispielsweise auch die Absaugung von leicht brennbaren Spänen oder explosiven Stäuben, die bei der Zerspanung von Werkstoffen wie Magnesium entstehen, wird deutlich, daß konventionelle Industriesauger schnell ihre Einsatzgrenzen erreichen.
Sollen darüber hinaus auch noch so hochwertige Stoffe wie Palladium-Asche oder Strontium-Ferritpulver abgesaugt werden, müssen neue innovative Lösungen erarbeitet werden (Abb. 1). Der Schwerpunkt der Entwicklung liegt dabei in drei Bereichen:
• leistungsstarke Sauglufterzeuger,
• moderne Abscheidebehälter und
• wartungsfreie Filtersysteme.
Verschleißarmer Betrieb
Hinter den einfachsten physikalischen Prinzipien verbirgt sich häufig ein ungeahntes Potential zur Lösung produktionsbezogener Aufgabenstellungen.
Unter Berücksichtigung der teilweise hochkomplizierten und aufwendigen Konstruktionen zur Erzeugung von Unterdruck, ist das Funktionsprinzip der mehrstufigen Multi-Ejektor-Vakuumpumpen geradezu einfach (Abb. 2).
Insbesondere um die laufenden Betriebskosten zu senken, werden ausschließlich druckluftbetriebene Vakuumpumpen eingesetzt. Diese, auf dem Venturi-Prinzip basierende Art der Sauglufterzeugung bietet zahlreiche Vorteile. Zunächst ergibt sich durch die mehrstufige Konstruktion ein bisher für Ejektoren nicht zu erreichender, hoher Wirkungsgrad.
Neben diesem Plus an Effizienz ist es außerdem entscheidend, daß Multi-Ejektoren keine drehenden Teile besitzen, keine Schmierung und Wartung benötigen und im Betrieb auch keine Wärme entwickeln. Folglich ergibt sich eine längere Lebensdauer gegenüber konventionellen Gebläsen oder Pumpen.
Weitere Synergieeffekte werden durch die Mehrstufigkeit erzielt, da der Multi-Ejektor zunächst bei freier Einsaugung enorm hohe Saugluftmengen erzeugt und darüber hinaus in der Lage ist, bis zu 90% (-900 mbar) Vakuum aufzubauen. Folglich wird auch noch in so hohen Vakuumbereichen Saugluftmenge erzeugt, bei denen herkömmliche Industriesauger schon längst ihre Saugtätigkeit eingestellt haben.
Darüber hinaus bauen Multi-Ejectoren das Vakuum schlagartig auf und ab, ohne Anlaufzeiten. Diese Arbeitsweise spart zum einen zusätzlich Energie und harmoniert zum anderen mit den vorhandenen NC/CNC-Steuerungen der Bearbeitungsmaschinen, so daß wirklich nur dann abgesaugt wird, wenn tatsächlich zerspant oder geschliffen wird.
Modularer Aufbau
Um die steigenden Anforderungen an Wartungsfreiheit und lange Lebensdauer zu erfüllen, bestehen die Abscheide- und Sammelbehälter aus hochwertigem Edelstahl. Darüber hinaus sind es einzelne, beliebig zu kombinierende Module, die es ermöglichen, für jeden Anwendungsfall ein entsprechendes Gerät zu konfigurieren.
Ein weiteres, nicht zu unterschätzendes Merkmal dieses Bauprinzipes ist die leichte Zerlegbarkeit und Reinigung. Dieses erlaubt gerade beim Absaugen von häufig wechselnden Stäuben ein leichteres Handling, um eine Produktvermischung zu vermeiden. Durch spezielle Techniken werden die Spezialfilter auch während des Saugbetriebes ständig gereinigt, so daß eine manuelle Reinigung entfallen kann (Abb. 3). Um auch in diesem Punkt eine besonders lange Standzeit zu erzielen, wurde bewußt auf die Verwendung konventioneller Filtersäcke verzichtet.
Die geringe Baugröße und das niedrige Gewicht, welche mit Hilfe der Multi-Ejektor-Technologie erzielt werden, ermöglichen vielfältige Modulzusammenstellungen. Damit lassen sich sowohl mobile Industriesauger mit Fahrwagen als auch stationäre Saugfördergeräte realisieren. Diese eignen sich beispielsweise zum staubfreien Beschicken von bauseitigen Behältern oder Prozeßanlagen (Abb. 4).
Hohe und stabile Saugleistung
Zur Anpassung an die verschiedensten Absaugaufgaben stehen Multi-Ejektor-Vakuumpumpen mit Saugluftmengen von 250 bis 20 000 lN/min und verschiedene Abscheidebehältergrößen zur Verfügung. Einsaugsegmente in tangentialer Ausführung mit integriertem Zyklon erreichen auch bei Feinststäuben einen hohen Abscheidegrad und halten die Filterbelastung gering.
Die Steuerung erfolgt ebenfalls pneumatisch, so daß der Einsatz in Ex-Bereichen möglich ist. Durch Schalldämpfer und Abluftadapter ergibt sich ein geräuscharmer Betrieb.
Praxisgerechte Anpassungen
Mit Hilfe umfangreicher Absaugversuche im Testzentrum des Herstellers, dem Pflegen einer Datenbank und jahrzehntelanger Erfahrungen mit Pulvern und Stäuben aller Art, wird für den Anwender der individuelle Industriesauger oder Förderer konfiguriert.
Der Modulaufbau erlaubt eine sukzessive Anpassung an die Bedingungen in der Praxis. Deswegen werden häufig Versuche im Technikum oder vor Ort durchgeführt. Eine erste Näherung ist über die umfangreiche Saugversuch-Datenbank des Herstellers möglich.
E mav 292
Anzeige

Aktuelle Ausgabe

KUKA: Smarte Automatisierung

KUKA Roboter Hochschule Karlsruhe

Smarte Automatisierung mit KUKA im Überblick

Newsletter

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

Innovative Zerspanungskonzepte

Auf dem Expertentreff am 9. Oktober bei HAHN+KOLB präsentieren Ihnen hochkarätige Technologieführer intelligente Lösungen für die Zerspanung von Morgen! Sichern Sie sich jetzt Ihr Besucherticket, die Teilnehmerzahl ist begrenzt! Wir freuen uns auf Sie.

EMO 2019 – industrie 4.0 area

Bereits zum 2. Mal realisiert die mav, gemeinsam mit dem VDW, die industrie 4.0 area auf der EMO in Hannover. Besuchen Sie uns vom 16.-21.09.2019 in Halle 9, Stand F32.

Neue Fachzeitschrift additive

Trends

Aktuelle Entwicklungen in der spanenden Fertigung

Alle Webinare & Webcasts

Webinare aller unserer Industrieseiten

Alle Whitepaper

Whitepaper aller unserer Industrieseiten

Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de