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Dr. Kurt A. Meier, Bereichsleiter Swissmem Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik

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Dr. Kurt A. Meier, Bereichsleiter Swissmem Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik

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VSM -Der Verein Schweizerischer Maschinen-Industrieller und ASM – der Arbeitgeberverband der Schweizer Maschinenindustrie haben sich seit 1.10.99 zu Swissmem, einem Servicecenter der MEM-Industrie zusammengeschlossen, um die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie mit einheitlicher Stimme nach außen zu vertreten.

mav: Vor fast genau einem Jahr haben wir uns mit Ihnen über die Befürchtungen der Schweizer Werkzeugmaschinenindustrie über mögliche Wettbewerbsnachteile wegen der Nichtzugehörigkeit zum Euro-Raum unterhalten. Wie sehen das die Mitglieder Ihres Verbandes heute?

!Dr. Meier: Wesentlich entspannter, um es kurz zusammenzufassen. Bei der Ausfuhr mußte unsere Werkzeugmaschinenindustrie im vergangenen Jahr zwar weltweit einen leichten Rückgang von 0,6% gegenüber dem Vorjahr vermelden, die wichtigen europäischen Märkte weisen jedoch allesamt positive Veränderungen auf. Mit Exporten im Wert von 1.163 Mrd. Franken bleibt Deutschland erster Partner, gefolgt von den USA, Frankreich und Italien. Von der Dynamik des US-Marktes konnten die Schweizer Werkzeugmaschinenhersteller allerdings nicht profitieren. Hier gingen unsere Ausfuhren um 7,7% zurück.
mav: Der Schweizer Werkzeugmaschinenbau ist also immer noch auf Spitzenrängen zu finden?
!Dr. Meier: Unsere Firmen haben die tiefe und weltweite Investitionskrise zu Beginn des Dezenniums besser überstanden als viele unserer Konkurrenten, besonders der japanischen. Die solide Qualität unseres Angebotes, dessen Ausrichtung auf innovative Lösungen drängender Produktionsprobleme, und die Zuverlässigkeit unserer Maschinen haben die Kunden dazu bewogen, in schlechten und in guten Zeiten Schweizer Technolgie zu kaufen. Ganz offensichtlich sind wir auch preislich durchaus konkurrenzfähig, sonst würden unsere Verkäufe in Deutschland sich nicht ebenso gut entwickeln wie der Absatz deutscher Maschinen in Ihrem Lande.
mav: Die Schweizer Werkzeugmaschinenhersteller haben erfolgreich Nischen besetzt. Reicht dies aus für den globalen Wettbewerb?
!Dr. Meier: Klar macht uns unser „Spezialitätenkorsett“ zu schaffen ebenso die Ausgestaltung unserer Marktpräsenz in den wichtigen industrialisierten Ländern – unseren Hauptmärkten, aber auch die zunehmende Notwendigkeit, in Schwellenländern kompetente Dienstleistungen anbieten zu müssen. Aber wir sind nicht untätig. So setzt die Vernetzung von ASM und VSM unter der neuen Marke Swissmem in der Verbandslandschaft neue Maßstäbe. Die Fachgruppe „Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik“ des Swissmem – der mit 94 Firmen eigentlich fast alle Player in dieser Industrie angehören – hat sich mit den Arbeitsgruppen „Technik“ und „Marketing“ Strukturen geschaffen, die eine Zukunftsabschätzung und kontinuierliche Neupositionierung erlauben.
mav: Was leisten diese Arbeitsgruppen?
!Dr. Meier: Im Bereich „Marketing“ haben wir aus unseren Reihen ein Team von Spezialisten gebildet, das unseren Unternehmen Unterstützung in allen Belangen der Verkaufsförderung bietet. Im Bereich „Technik“ haben wir einen „Innovationsclub Werkzeugmaschinentechnik“ ins Leben gerufen, der aus 4 Hochschulprofessoren und 5 Industrievertretern besteht und im Rahmen des Projektverbundes WZMO als Leitgremium den Technologietranfer fördert, Visionen generiert, Trends beurteilt und laufende Projekte überprüft.
mav: Was genau dürfen wir uns unter dem Projektverbund WZMO vorstellen?
!Dr. Meier: WZMO ist ein 1995 gegründeter Projektverbund zur individuellen Stärkung der Marktposition der schweizerischen Werkzeugmaschinenindustrie. In Kompetenzzentren an Hoch- und Fachschulen verbinden wir die Marktbedürfnisse unserer Industrie mit den kreativen Ansätzen der Forschung, um unseren Firmen rasch umsetzbare Wege zu marktfähigen Innovationen zu öffnen – ein Bereich, den wir weiter ausbauen wollen, denn wir wollen Technolgie- und Marktführer bleiben.
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