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Der Countdown läuft

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Nachdem in der automobilnahen Industrie in den letzten Jahren viele Roboteranwendungen für einen beträchtlichen Produktivitätsschub gesorgt haben, gehen die Hersteller dieser Automatisierungskomponenten und Systemlösung verstärkt dazu über, auch im Bereich der Konsumgüterindustrie den Roboter zu einer flexiblen und kostengünstigen Rationalisierungsalternative zu machen. Jüngstes Beispiel bietet ABB Flexible Automation, die eine neue Systemlösung, d.h. eine Robotervariante samt eines Softwarepaketes für komplexe Palettieraufgaben, vorgestellt hat.

Ob nun Milchtüten, Joghurtbecher, gefüllte Getränkekästen oder Eierkartons, in dieser sensiblen Massengutabfertigung lassen sich dank des gegenwärtigen Preisniveaus und neuer Lösungen in Kinematik und Steuerung mit Robotern wesentliche Rationalisierungspotentiale erschließen. So verspricht sich z.B. ABB Flexible Automation mit einer neuen Palettier-Robotereinheit zumindest den verstärkten Einstieg in diesen Wirtschaftsbereich, gleichwohl wissend, daß dieser Anwenderkreis noch recht jungfräulich mit derartigen Automatisierungskomponenten ist. Eric Hemmingson, Senior Project Manager bei ABB, umreißt daher die neue Ausrichtung des Unternehmens mit folgenden Worten: „Auf dem Verbrauchsgütersektor bestehen enorme Chancen für flexible, automatisierte Palettiersysteme. Häufig können Palettiervorrichtungen traditioneller Art nur begrenzt neue Trends in der Industrie berücksichtigen, wie kürzere Serienproduktion, schnelle Produktwechsel und Just-in-time-Fertigung.“ Und auf dem Sektor der Verbrauchsgüter sehen sich die Unternehmen einem starken Kostensenkungsdruck ausgesetzt. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, ist die Sicherstellung der Produktionsleistung sowie die Reduktion der Stillstands- und Wartezeiten zwingend erforderlich. Die Produktionsausrüstung muß eine flexible und kosteneffiziente Lösung für jede Anwendung auf einem Markt liefern, in dem sich Trends und Geschmack der Verbraucher ständig ändern.

Anpassungsfähige Lösungen
Der weltweit operierende Automatisierungsspezialist sieht darin, wie andere Roboterhersteller auch, eine Chance, das mit vielfältigen Lösungen im automobilnahen Bereich angehäufte Wissen einzubringen. Immerhin, mit 60 000 installierten Robotereinheiten zählt man zu den Marktführern bei solchen flexiblen Automationslösungen.
Auch die jüngst vorgestellte Palettiereinheit trägt diesem Trend Rechnung. Sie kann Produkte unterschiedlicher Größe palettieren und depalettieren, die von verschiedenen Bändern zu- und anschließend abgeführt werden. Daneben bietet das System einen Automatisierungsgrad, der auf die spezifischen Anforderungen dieses neuen Anwenders zugeschnitten ist.
Bewegen in vier Achsen
Die neue Robotervariante IRB 640 mit dem bestechenden Beinamen „FlexPalletizer“ basiert auf der Technik des IRB 6400. Allerdings ist nach Aussagen von Eric Hemmingson diese neue Maschine mit nur vier Achsen leichter und verbessert die bisher erreichten Taktzeiten bis zu 25 bis 30%. So leistet der Palettierer 1200 Zyklen pro Stunde. Die Handhabungskapazität von 160 kg, der noch niedrigere Energieverbrauch und der Preis seien weitere wichtige Merkmale. Zur Produktivität tragen weiterhin die hohe Bahngenauigkeit und die enorm schnellen Punkt-zu-Punkt-Bewegungen bei.
Flexibel durch Software
Eine immer größere Bedeutung für die Einsatzfähigkeit eines Roboters erhält die sogenannte Intelligenz der Handlingsmaschine. Für die Programmierung wirdin diesem Fall eine neue Software eingesetzt, die aus den Paketen PalletWare und PalletWizard besteht. Diese Programme ermöglichen ein leichtes Programmieren. PalletWizard, das Offline-Werkzeug für den PC, bietet Offline-Programmierung und generiert automatisch das Palettierprogramm, das u.a. die Arbeit mit einer Auswahlbibliothek erlaubt, die alle relevanten Daten der verschiedenen Standardpaletten, Zwischenlagen und Gebinden enthält.
E mav 289
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